Raumsuche bis 2013
30.05.2010 | 17:31 Uhr 2010-05-30T17:31:00+0200Mülheim. Der Rektor der Hochschule, Prof. Eberhard Menzel, erwartet schon für 2013 etwa 1800 Studenten und freut sich auf den Neubau an der Duisburger Straße, der steht aber erst 2014 zur Verfügung.
Für die Zwischenzeit, sagte er jetzt beim Sonntagsgespräch mit der Oberbürgermeisterin, müsse dringend noch eine praktikable Interimslösung gefunden werden, um nicht Wettbewerbsnachteile zu haben. Zurzeit werden die Studierenden noch in Gebäuden an der Wiesenstraße und im Siemens TechnoPark unterrichtet, aber eine steigende Studierendenzahl erfordere mehr Platz.
Das erste Sonntagsgespräch des Jahres stand unter dem Motto: „Unsere Hochschule gewinnt Kontur und ist offen für Bildung und Bürger“. Letztgenannte wollte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld bei dieser Gelegenheit von den fortgeschrittenen Plänen zur neuen Hochschule Ruhr West (HRW) begeistern.
Dazu waren die Baudezernentin Helga Sander sowie Prof. Eberhard Menzel und die Architektin Prof. Ursula Ringleben eingeladen, die das Projekt vorstellten. Für den Neubau, der ab etwa 2012 neben der Feuerwache an der Duisburger Straße entstehen soll, gibt es eine erste handfeste Planungsgrundlage: Ein Entwurf des Architekturbüros Molestina aus Köln und der Landschaftsarchitekten LSWLA aus Düsseldorf wurde aus drei Entwürfen ausgewählt (WAZ berichtete). Ein weiterer Wettbewerb wird bis Juni die detaillierte Ausgestaltung der Gebäude klären.
Der künftige Hochschulcampus soll vor allem eine Verbindung zwischen dem Stadtteil Broich und dem bisher wenig attraktiven Bereich nördlich der Duisburger Straße schaffen. Hinter der Hochschule wird ein Parkgelände entstehen, Radwege werden gebaut und die gesamte Duisburger Straße in Höhe der FH soll saniert werden. In Zusammenarbeit mit der MVG wird auch eine neue Straßenbahnhaltestelle vor den Hochschultoren entstehen.
„Eine Stadt in der Stadt“ soll es werden, so Ursula Ringleben. Besonders lobte sie beim Siegerentwurf die gut gelösten Parkmöglichkeiten mit einer Hochgarage neben der Feuerwache.
Nach den Sommerferien wird der Bauplan für die Hochschule für die Bürger zur Einsicht im Technischen Rathaus zu sehen sein. Die einzige Befürchtung der Anwohner der Duisburger Straße ist der zu erwartende monatelange Baulärm – daran führt nun mal leider kein Weg vorbei.
15:46
#8 von huskie7: Für solch einen Kommentar gibt es nur zwei Gründe: Entweder Ahnungslosigkeit oder Böswilligkeit. Ich vermute aber eine Kombination aus beidem. Zur Sache: Grundstückserwerb, Planungs- und Architektenwettbewerb, Bauplanung und Bauausführung liegen ebenso wie die Finanzierung auch nicht im Entferntesten in der Kompetenz der Stadt, sondern sind Angelegenheit der Landesregierung NRW und des von ihr beauftragten landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB). Mit Stadtregierung hat das ebenso wenig zu tun wie Ihr Kommentar mit Wissen und Gewissen.
08:15
... soll ab etwa 2012 gebaut werden ...
Das sagt doch alles. Ich sehe am Ende einen Teil der Studenten nach Bottrop ausweichen, dort ist man mehr auf Zack.
Die ganze FH-Standort-Story ist ein einziges Trauerspiel und bezeichnend dafür, wie schlecht unsere Stadt regiert wird.
22:06
Schon mal was von Baukörper und Volumina gehört, paranoiker - oder doch nach der 4. Klasse ohne Versetzung abgegangen? Dann stellen wir uns das Ganze doch mal an etwas vor, von dem Sie sicher etwas verstehen: In ein niedriges Glas mit der gleichen Grundfläche geht viel weniger rein als in ein hohes Glas. Kapiert?
18:43
Das dollste an den ganzen Plänen: Die Hochschule für 1.800 Studierende hat fast genau so viel Platz wie die neue Feuerwache!
14:13
der durchblicker: genau das, nämlich den Durchblick, haben Sie leider nicht. Von einer Verschiebung ist überhaupt nicht die Rede. Die Bauplanung verläuft nach dem ursprünglichen Zeitplan, die Interimslösungen waren stets auf der Agenda.
10:06
Merkwürdig, dass die Verschiebung bisher nicht offiziell bekannt gegeben wurde. Sonntagsgespräche der OB scheinen mir nicht der richtige Ort dafür zu sein. Kommt ja öfter vor, dass in Nebenkreisen in MH agiert und entschieden wird.
09:32
Man könnte auch der leer stehende Kaufhof-Gebäude nutzen. Da tut sich die nächsten Jahre sowieso nichts.
01:26
@Graubart
Fragst Du am besten bei H. Pinkwart nach:
http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/Pinkwart-entscheidet-sich-fuer-die-Duisburger-Strasse-id284280.html
19:09
Warum nicht das leerstehende Agiplan-Gebäude?