Rathaus-Nachbarn klagen
16.02.2010 | 20:06 Uhr 2010-02-16T20:06:00+0100
Die Sanierung des Rathauses sorgt im Umfeld für mächtig Verärgerung, Anwohner gehen jetzt auf die Barrikaden und fordern die Bauordnungsbehörde auf, der Belästigung durch Lärm und Staub unverzüglich Grenzen zu setzen.
In einem Schreiben an die Oberbürgermeisterin und die Bauordnungsbehörde, das der WAZ vorliegt, beklagen 32 Unterzeichner „vermeidbare Lärm- und Staubbelastungen“ bei der Schadstoffsanierung und Entkernung im östlichen Rathaus-Gebäude, das mit Häusern vom Löhberg sowie von Wall- und Friedrich-Ebert-Straße ein Karree bildet. Sie klagen über eine unsachgemäße Entsorgung von Schutt über den Hinterhof.
Beschwerdeführerin Angelika Czajkowski ließ die WAZ gestern auf Anfrage auf ihren Balkon, immer wieder donnerte Abbruchmaterial die Schuttrutsche hinab, trotz Bewässerung stiegen Staubwolken auf, der Schnee auf dem Balkon war von einer Staubschicht bedeckt. Die Staubentwicklung, so Czajkowski, sei in den Wochen zuvor noch größer gewesen. Erst seit Dienstag, als der Beschwerdebrief bei der Stadt eingetrudelt ist, sei – entgegen der Darstellung der Bauherrin – Wasser eingesetzt worden. Die Mieterin von der Wallstraße hat ihren 14-jährigen Sohn, der unter Asthma leide, bis auf Weiteres bei der Oma untergebracht. Sie fordert, die teils offene Schuttrutsche mit Plane abzudichten.
Die Frührentnerin mit schmerzhaftem und sie ohnehin schwer schlafen lassendem Rückenleiden beschwert sich auch über den Lärm, den die „einfache Entsorgung“ von Trümmerteilen verursache. Immer wieder flögen Bauteile und Rohre durch die Fenster, die Wucht des Aufpralls lasse die Anwohner hochschrecken. Oft gehe es morgens schon um 6.30, 6.45 Uhr los, auch an Samstagen. „Regelmäßig werden wir aus dem Schlaf gerissen“, erzählt die Mutter und fragt sich, warum keine Lastenaufzüge eingesetzt werden. Nach eigenem Bekunden hält Angelika Czajkowski bereits nach einer anderen Wohnung Ausschau. Denn: Erst habe man den Lärm der Straßenbaumaßnahmen in der City ertragen müssen, jetzt der Rathaus-Umbau, dann stehe der Kaufhof-Abriss an. „Das geht an die Nerven, es ist unerträglich. Es muss doch Auflagen geben, dass man das Umfeld nicht so dermaßen belastet.“ Die Anwohner-Initiative hat sich rechtlichen Beistand genommen.
Auflagen zur Bauausführung gibt es natürlich. Die Sprecherin der neuen Rathaus-Eigentümerin und Bauherrin swb, Christina Holz, zeigt sich indes überrascht von der Beschwerde. Ein Nachbar habe sich mal über Lärm beschwert, nach einer Führung durchs Gebäude sei er „zufrieden“ gewesen. Auch ein eingesetzter unabhängiger Beauftragter für Umweltbelange habe noch keinen Verstoß durch die Baufirma gemeldet. Angelika Czajkowski berichtet hingegen von mehreren Beschwerden, die Nachbarn vorgebracht hätten. Es habe stets geheißen: „Das geht ja nur noch zwei Wochen.“
Ähnlich argumentiert nun auch die swb. Schadstoffsanierung und Entkernung im Ostteil des Rathauses seinen in einer Woche abgeschlossen. Nichtsdestotrotz habe man mit Bekanntwerden der Beschwerde die Baustellenleiter aufgefordert, „sich dahinterzuklemmen“ und gegebenenfalls bei der beauftragten Baufirma darauf zu drängen, dass Immissionsschutzvorgaben aus der Baugenehmigung eingehalten werden.

09:17
Ich wohne auch auf der Wallstraße,also direkt an der Baustelle.Ich finde man kann die Bauarbeiten locker ertragen.Das ist ja wohl normal das man da ein bischen etwas hört das sind ja auch Riesensteine .Und morgens kann man ganz locker schlafen,das stimmt nicht mit dem Lärm.Ich denke die Dame will groß rauskommen deshalb geht sie in die Zeitung und Ferneshen.(Deshalb heißt es ja Baustelle).Vielleicht will die Dame noch Geld von der Stadt kasieren weil sie nicht schlafen kann????????.UNVERSCHÄMT
16:51
.
Bekommen wir von der WAZ und NRZ auch noch wirklich relevante Mülheimer Nachrichten ?
Was ist mit der Streichliste unseres Stadtkämmeres, die heute in den Rat eingebracht werden soll ?
Interessiert das keinen mehr bei der WAZ ?
12:49
Eigentlich sollte man nur mal den Zoll auf die Baustelle schicken und die Identität der Fachkräfte überprüfen lassen.
Dann wäre dort ganz schnell RUHE
12:43
lol der püschater ist ein witzbold... gggll
12:32
@27: gestern war die dame sogar im fernsehen, und wissen sie was, da war sogar noch einer zu sehen, der beruflich aus der baubranche kommt und sich auch über die art und weise der arbeiten dort beschwert hat, und das tollste: der war gar kein frührentner. welcher beschwerde sollte man denn jetzt nachgehen?
ps: ich habe mich in meinen 41 jahren ein einziges mal über zu starken lärm beschwert, kann auch meistens nicht nachvollziehen, wie schnell über lärm die polizei gerufen wird (stadtfeste, reggaefest, flughafen etc.) das recht dazu hat aber jeder, eagl ob und wieviel er der allgemeinheit zur verfügung stellt oder nicht.
12:25
@20: das gibts ja gar nicht. sie haben auch ein rückenleiden? und können anscheinend noch arbeiten gehen? toll, können sie was dafür oder ist das nur so passiert. man soll es nicht für möglich halten, aber unrterschiedliche menschen können unterschiedliche leidensgeschichten haben. ich kenne ein junge kfm. angestellte, die nach dem 4. bandscheibenvorfall in die frührente geschickt wurde und dann gibt es doch tatsächlich leistungssportler, die nach einem bandscheibenvorfall weiterhin ihrem sport nachgehen können. was soll uns das sagen? das die frau nicht schuld daran hat, wie (laut,leise,früh,spät) dort gearbeitet wird, sondern auch als frührentner(in), empfänger(in) von sozialleistungen etc. das recht hat, sich darüber zu beschweren. auch kinder (die zahlen noch gar nichts in die solidarkasse ein) haben ein recht auf beschwerden, die u.u. auch ernst genommen werden sollten und sogar die rentner (jaja, die liegen uns ja auch alle auf den taschen) können mal von ihrem beschwerderecht gebrauch machen.
12:24
Leider denn der Mann dieser Dame auch unter der Staub- und Lärmbelastung?
Aber eins hat die Beschwerde bewirkt: Se is inner Zeitung und in dat Internet.
Mensch, nur noch Nörgler ... .
12:19
#25 Ich weiß zwar nicht, wovon Sie reden, aber bin sicher, dass Sie stets wiederzuerkennen sind. Ob als Fachmann für Grünschnitt, als Energieberater oder schlichtweg als ewiger Verfolgter.
Vergessen Sie aber nicht, nächste Woche in meine Sprechstunde zu kommen.
11:56
Kein Ding, da geht noch einiges, und sei es nur, damit Sie einen Kommentar zu einen Kommentar schreiben können, und wie immer nicht zur Sache.
Vielleicht mache ich es aber auch wie Sie und ändere ständig meinen Namen, mal sehen...
11:41
Aaah, rick-le-forcené hat ein neues Mitglied der gegen ihn und die gesamte Menschheit gerichteten Weltverschwörung entdeckt: die SWB.