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Reggae-Festival

Raffelbergpark bleibt verschont

03.02.2010 | 20:03 Uhr

Die Freunde des Raffelbergparks dürfen sich freuen: Die Stadt beabsichtigt nicht, dort das für den 23. bis 25. Juli geplante Ruhr-Reggae-Festival zu veranstalten.

Die Freunde des Raffelbergparks dürfen sich freuen: Die Stadt beabsichtigt nicht, dort das für den 23. bis 25. Juli geplante Ruhr-Reggae-Festival zu veranstalten. Das stellte Frank Mendak vom Amt der Oberbürgermeisterin gestern gegenüber der NRZ klar. Und: Dagmar Mühlenfeld habe auch nie die Absicht gehabt, entgegen den Bedenken des Vereins zur Erhaltung des Raffelbergparks zu entscheiden. Dies habe man dem Vereinsvorstand beim Gespräch am Montag auch genau so erklärt, als man ihn nach seiner Meinung gefragt habe. „Von einem Vorschlag, das Festival im Park zu veranstalten, kann keine Rede sein”, so Mendak. Die Speldorfer CDU wird dies freuen, sprach sie sich doch gestern ebenfalls gegen den Park als Festivalort aus.

Freude auch beim Parkvereinvorsitzenden Bernd Landfermann, aber auch ein deutliches Maß an Überraschung, denn: An das Gespräch mit der Oberbürgermeisterin hat er eine gänzlich andere Erinnerung. „Warum nimmt sich die OB wohl eine halbe Stunde Zeit, wenn alles nur eine Luftblase gewesen sein soll?”, fragt sich Landfermann und ergänzt: „Frau Mühlenfeld hat uns sehr kurzfristig um ein Gespräch gebeten und uns wurde erklärt, es sei ihr ein persönliches Anliegen, dass der Raffelbergpark für das Reggae-Festival vorgesehen ist. Der Festival-Veranstalter fände den Park auch wunderbar.” Alle anderen Orte habe die Verwaltung bereits geprüft, aber die seien aus den unterschiedlichsten Gründen ausgeschieden. „Deshalb bin ich nicht mit dem Gefühl aus dem Büro gegangen, die Sache sei erledigt.”

Im Gegenteil, sein Vorschlag, doch erst einmal einen Gutachter prüfen zu lassen, ob der unter Denkmal- und Landschaftsschutz stehende Raffelbergpark für ein solches Festival überhaupt geeignet sei, sei mit den Worten abgeblockt worden „Dafür haben wir keine Zeit mehr.”

Die Suche nach einem passenden Festivalplatz geht also weiter. Bekanntlich ist der bisherige Konzertort, das Ruhrstadion, nicht mehr nutzbar, da es umgebaut wird. Bis Mitte Februar will die Verwaltung einen Vorschlag machen. „Wir möchten, dass das Reggae-Festival in Mülheim bleibt”, betont Mendak.

Frank HELLING

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