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Radweg

Radweg auf alter Bahntrasse kommt

24.04.2012 | 18:50 Uhr
Radweg auf alter Bahntrasse kommt
Auf der alten Güterbahnbrücke über der Ruhr sollen in einigen Jahren Fahrräder rollen.Foto: Christoph Wojtyczka

Mülheim. Die Bremse, die Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau für die Pläne zum Radschnellweg Ruhr gezogen hat , soll das Mülheimer Projekt, auf der alten Trasse der Rheinischen Bahn eine Radwegverbindung nach Essen und Duisburg zu bauen, nicht beeinträchtigen. Das machte auf Nachfrage der Regionalverband Ruhr (RVR) deutlich.

Dortmunds OB hatte am Montag nach einer Fraktionssitzung seiner SPD gesagt, eine „Radautobahn“ zwischen Hamm und Duisburg sei angesichts der kalkulierten Kosten von rund 110 Mio. Euro „kaum noch vermittelbar“. Andere Radprojekte hätten Vorrang. Auch müsse Geld für den Rhein-Ruhr-Express bereitgehalten werden.

Der – je nach Radwegführung – 85 bis 100 Kilometer lange Radschnellweg Ruhr ist damit in Frage gestellt. Aber was bedeutet dies für die Pläne, in Mülheim einen Radweg auf der Trasse der stillgelegten Rheinischen Bahn zu bauen? Etwa auch das Aus? Nein, sagt RVR-Sprecher Jens Hapke. Das Projekt „Rheinische Bahn“ mit Strecke vom Essener Univiertel bis zum Rhein in Duisburg sei, wenn auch als Teil des Radschnellwegs gedacht, separat zu sehen. Auch weil es schon weit fortgeschritten sei. „Es gibt einen Beschluss, eine Planung, wir werben Fördermittel ein.“

Lückenschluss soll bis 2013 geschafft werden

Und es ist schon gebaut worden: zwischen Uni in Essen und Kaldenhover Baum in Frohnhausen. Jüngst gerodet wurde die weiterführende, 1,3 Kilometer lange Strecke bis zum Anschluss an die Grugabahn. Den Lückenschluss will der RVR bis Frühjahr 2013 geschafft haben. Projektleiter Christoph Haep rechnet mit einem Förderbescheid über 1,3 Mio. Euro Baukosten im Mai. Baustart soll im Juli sein.

Auch für die Strecke bis zum Hauptbahnhof, weiter über die Ruhrbrücke, am Hochschulstandort Duisburger Straße und alten Güterbahnhof Speldorf vorbei bis zur Stadtgrenze im Westen und darüber hinaus will der RVR noch in diesem Jahr Anträge auf Fördermittel von EU und Land stellen. 20 % der Gesamtkosten (39 Mio. Euro) trägt der RVR selbst. 2015, wenn die Förderperiode endet, soll der Endpunkt Rheinauenpark erreicht sein.

Mirco Stodollick


Kommentare
26.04.2012
12:56
Radweg auf alter Bahntrasse kommt
von randori20 | #4

Dann endet der Weg eben an der Dortmunder Stadtgrenze und die Dortmunder Politiker werden sich den kritischen Fragen ihrer Wähler stellen müssen.

26.04.2012
12:51
Radweg auf alter Bahntrasse kommt
von hasimir | #3

Bitte unbedingt weitermachen und nicht von solchen Quertreibern beeinflussen lassen.
Wenn die Spritpreise weiter steigen, die E-bike-Technik weiter verbessert und noch mehr zum Einsatz kommt, dann kann man in 10 oder 20 Jahren nur froh sein, dass es eine gute Infrastruktur für Räder gibt und diese nicht erst noch aufgebaut werden muss.

25.04.2012
14:31
Radweg auf alter Bahntrasse kommt
von guentherschmalza | #2

Was sind denn 110 Millionen für solch ein Projekt in der bevölkerungsreichsten Region Europas. Allein unter dem Gesichtspunkt Klimaschutz ist ein solches Projekt wichtig. Wichtiger als das Dortmunder U . Wenn Bayern solch eine Investition planen würde, wäre die CSU mit Sicherheit bis zur nächsten Wahl durch. Für Banken sind hunderte Milliarden da, für unsere Infastruktur im Ruhrgebiet reichen als Fahrradweg gelbe Streifen.

25.04.2012
10:28
Radweg auf alter Bahntrasse kommt
von icolor | #1

Solange ich dort nicht sehe das die Stadt mit dem Radweg anfängt, glaube ich nicht daran das sich dort wirklich etwas tut.

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