Raadter wollen im Nahverkehr den Anschluss nicht verlieren
04.11.2011 | 18:27 Uhr 2011-11-04T18:27:00+0100
Mülheim.Wohl terminiert vor den ersten politischen Beratungen zum zukünftigen Nahverkehrskonzept verleihen Bürger aus Raadt und der Flughafen-Siedlung ihrer Forderung Nachdruck, dass ihre Wohngebiete weiterhin gut an das ÖPNV-Netz angeschlossen bleiben.
Bereits Ende Oktober hat eine Privatinitiative um Britta Löhr (Siedlergemeinschaft am Flughafen) eine Liste mit 1118 Unterschriften bei der Stadtverwaltung vorgelegt. Die Unterschriften wurden bereits seit April gesammelt, nachdem Anfang des Jahres in der WAZ erstmals Pläne der Stadtverwaltung öffentlich geworden waren, dass die Straßenbahnlinie 104 am Hauptfriedhof gekappt werden soll und statt dessen Busse in Richtung Flughafen verkehren sollen.
Den Unterzeichnern der Initiative geht es laut Britta Löhr dabei nicht um den Erhalt der Straßenbahn, sondern insgesamt um den Erhalt einer qualitativ befriedigenden Anbindung für Raadt und Flughafen-Siedlung. Es sei sicherzustellen, appelliert Britta Löhr an die Kommunalpolitik, „dass es zumindest zu Hauptstoßzeiten einen 20-Minuten-Takt gibt“.

19:02
Pünktlich wie die Eisenbahn - der ÖPNV generell, aber der schienengebundene insbesondere wir an der Zuverlässigkeit gemessen. Das was Coffee2Go schreibt, kann ich einfach nicht glauben. Schlechter geht es nicht mehr. Doch es erinnert ein wenig an Altbauten, wo zwecks Abriss "entmietet" werden soll. Dort fallen Heizungen aus und durch das das Dach regnet es herein. Nur ganz selten wird am Gashahn gedreht für einen warmen Abriss.
Doch Passagiere aus der fahrenden Bahn zu werden kommt dem sehr nahe. Möglicherweise werden am gleiche Tag ja die Fahrgäste gezählt.
Meine Kritik ist die Lage der Haltestellen. Wenn die Haltestelle Flughafen an die Kreuzung Zeppelinstraße/ Schürfeld verlegt würde, könnte das die Attraktivität steigern. Weiter würde ich den Halt Parsevalstraße an die Rembergstraße verlegen. Sicher haben das andere schon vor mir gefordert. Doch da man die Strecke lieber stilllegen möchte, wobei Rückbau etwa halb so viel kostet, wie die von MVG gefürchtete Sanierung. Das besondere der Strecke ist ihr eigenes Gleisbett. Damit fährt die Straßenbahn unabhängig vom Individualverkehr. Zu Stoßzeiten kann das von Bedeutung sein. Zudem können die beiden Bürogebäude alleine 1000 Fahrten schaffen, nachdem Agiplan asbestsaniert ist. Das Gewerbegebiet Brunshofstraße wäre mit einem einzigen Callcenter ebenfalls in der Lage, die Strecke alleine auszulasten.
10:38
Ich fahre seit Jahren Mo-Fr ab Kaiserplatz (davor Stadtmitte) um 9:01 Uhr mit der Straßenbahn 104 (bzw. 110) zum Flughafen... ok.. ich versuche es jeden Morgen aufs neue... VERSUCHE! Besonders schlimm ist es aktuell. Ausfälle - Verspätungen (bis zu 40 Minuten - ist das nicht auch ein Ausfall??) - man wirft mich am Hauptfriedhof raus (obwohl die Straßenbahn bis zum Flughafen fahren soll!!) mit der lapidaren Auskunft die nächste Bahn ist gleich hinter uns.. Gleich ist dann Mal ganz gerne 15 Minuten später! Wer so einen Service bietet, muss sich nicht wundern wenn die Kunden weg bleiben.Ganz zu schweigen davon das man durch die "beklebten Scheiben" nichts sehen kann, das der Stoff der Sitze kaputt ist, das die Türen im Winter nicht mehr zu gehen, das aktuell die Trittstufen nicht ausfahren, das die Lautsprecher kaputt sind....... Wie soll man bei dem Service auf die geforderten "mindest" 1000 Kunden am Tag für den "Flughafen" kommen? Die sparen die "Kunden" einfach weg!
09:30
Also schaut man doch nur mal zum Thema Fluglärm, da beschweren die Bewohner sich dort auch. Sie wussten bevor sie dort ein Grundstück und Haus gekauft ahben, das der Flughafen Düsseldorf vorhanden ist und dort die Flugschneiße ist.
Außerdem ein Bus ist wirtschaflich günstiger, sodass ich es nicht schlimm finde dort ein Bus fahren zu lassen. Hätten Sie sich mal das Konzept der Piraten angeschaut dann wüssten Sie das man mit Bussen sehr viel anbinden kann.
... müssen Sie mir zeigen, der sich über Fluglärm aus D´Dorf oder vom Flughafen E/MH selber beschwert!? Einflugschneise über Raadt, wann waren Sie das letze mal dort?
Über die 110 lässt sich sicherlich streiten, gäbe es allerdings mal konkrete Pläne zum Flughafen MH, sähe die Sache auch schon wieder anders aus. Leider habe ich den Plan der PIRATEN noch nicht gesehen, aber die Idee von einer "Weißen" Karte auszugehen halte ich für grundsätzlich richtig!
18:54
denn noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Es wird zwar immer von Einsparungen gesprochen, doch auch der Rückbau kostet. Möglicherweise müssen sogar Fördermittel zurückgezahlt werden. Für das Haushaltsdefizit wären die Millionen Gift, die für den Umbau/Abbau gebraucht werden.
Dann sollte man sich fragen, warum diese Strecke so wenig genutzt wird. Einerseits sind die Fahrzeiten und Haltestellen unattraktiv, andererseits fehlt dort das Gewerbe. Das Agiplan-Gebäude mit Asbest. Auch sonst liegt alles brach - die falschen Betriebe könnten den Flughafen gefährden. Die Politik will Raadt tatsächlich abkoppeln, wer was auf sich hält wohnt in Saarn oder Uhlenhorst.
18:10
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, lieber Elton. Dein Kommentar empfinde ich als etwas arg hochnäsig. Die Bewohner der Flughafensiedlung als ewige Nörgler zu bezeichnen finde ich grass. Ich persönlich wohne dort nicht, nur um dies schon mal klar zu stellen. Die Bewohner der Flughafensiedlung sind ebenso Bürger der Stadt Mülheim wie jeder andere auch und haben somit auch das Recht genauso behandelt zu werden, wie Bürger aus Königreich Dümpten, Styrum etc. Es dreht sich doch bei der geplanten Änderung der Straßenbahnführung nicht darum, ob ich bei meinem Zuzug in die Flughafensiedlung die geplanten Missstände mitgekauft hätte. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist die Anbindung der Siedlung ja gegeben, der Missstand soll erst entstehen. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie ein gestörtes Verhältnis zu diesem "Stadtteil" haben. Nichts für ungut. Ich glaube eher, dass diese Diskussion über "ja" oder "nein" zur Weiterführung der bisherigen öffentlichen Verkehrsmittelführung soll von dem eigentlichen Problem Mülheims "Ruhrbania" ablenken.
17:26
Diese Straßenbahnlinie soll wegfallen, weil die Stadt am ÖPNV sparen möchte. Aus demselben Grund werden auch andere Linien erst gekürzt werden und dann wegfallen.
Für die Flughafenbewohner wird die neue Lösung unattraktiv sein, weshalb sie vermehrt ihre PKWs benutzen werden. Dabei sollte der Umstieg der Verkehrsmittel doch eigentlich in die andere Richtung gehen.
08:54
die beste Lösung bisher ist das Konzept der PIRATEN OPartei, auch wen ich ein Wähler einer anderen Partei bin.
Diese Menschen haben sich richtig Gedanken gemacht, aber leider wird dieses Konzept nicht umgesetzt, da die Parteien es im Rat kaputt reden werden.
Liebe PIRATEn geht bitte mit dem Konzept auf die Straße macht Infostände erläutert den Menschen das Konmzept, stellt es zum download auf eure Internetseite.
Stellt es einer breiten Öffentlichkeit vor, in einer Informationsveranstaltung, zentral gelegen in der Innenstadt!
19:04
Hier geht es doch gar nicht um die Nörgelei. Es geht doch einfach um die Sicherstellung einer qualitativ guten Anbindung an den ÖPNV. Die Linie 110 verkehrt zu Hauptstoßzeiten seit ich denken kann im 20-Minuten-Takt. Und das sollte auch so bleiben!
Es kann nicht sein, dass wir Nachbarstädte wie Oberhausen und Essen im 15-Minuten-Takt anbinden und unseren Speckgürtel (Ratingen, Velbert, Heiligenhaus, Kettwig, Raadt) etc. ignorieren und uns parallel dazu wundern, dass immer mehr Menschen zum Auto greifen. Fahren Sie doch heute einmal die Strecke Mülheim HBF mit Ziel Heiligenhaus oder Ratingen. Mit dem Auto schaffen sie das in 15-20 Minuten. Mit dem ÖPNV sind Sie den halben Vormittag unterwegs.
Wenn heute die Bahnen und Busse leer sind liegt dies einerseits an den viel zu hohen Ticketpreisen und nicht zuletzt an der unattraktiven Taktfrequenz. Nicht nur in Mülheim diskutiert man seit den 1970er Jahren die Frage, wie man einen ÖPNV gestaltet der sich finanziell rechnet. Und seit mehr als 30 Jahren weiß man, dass dieser ohne Zuschüsse niemals funktionieren wird.
18:34
Immer diese Nörgeler von der Flughafensiedlung. Sie wussten bevor sie dort hinzogen welche ÖPNV Anbiedung dort ist und ein Bus fährt dort weiterhin und ist wirtschaftlicher. In allen Kon zepten die bisher auf dem Tischliegen ist dies vorgesehen.
Also völ,lig überflüssig diese Privatinitiative um Britta Löhr .