Poststreik: Boten legen Arbeit nieder

Der Streik bei der Post ist im Laufe der Woche ausgeweitet worden. Nachdem der Ausstand mit Arbeitsniederlegungen in den Briefverteilzentren begonnen hatte, streiken seit Mittwoch auch die Boten – sowohl die, die die Briefe bringen, als auch jene, die Pakete liefern. Auch in Mülheim sei das der Fall, erläutert Uwe Speckenwirth, NRW-Fachbereichsleiter Postdienste bei Verdi. Welche Bezirke und Zustellstützpunkte konkret von dem Streik betroffen sind, will Verdi aber nicht sagen. „Die Post soll sich nicht gezielt auf die Ausstände vorbereiten können“, so Speckenwirth. Auswirkungen des Streiks sieht der Verdi-Fachbereichsleiter bereits im Briefverteilzentrum in Essen-Vogelheim, von dem aus auch Mülheim beliefert wird: „Dort stapeln sich bereits die Briefe.“ Bei der Post hingegen heißt es: „Rund 82 Prozent der Briefe und etwa 80 Prozent der Pakete erreichen immer noch fristgerecht ihr Ziel“, erklärt Rainer Ernzer, Pressesprecher Deutsche Post DHL Group: „Unsere Maßnahme, Beamte, Abrufkräfte und Mitarbeiter aus der Verwaltung für die Zustellung einzusetzen, scheint zu greifen.“