Positive Reaktionen

Die Nachricht aus der NRZ, dass Frank Richter die Nachfolge der Ende März ausscheidenden Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr antritt, stieß gestern bei Politik, Verwaltung und Polizeigewerkschaft gleichermaßen auf positive Reaktion und die Personalie ist auch meist mit Erwartungen verbunden. So hoffen Mitglieder von SPD, CDU gleichermaßen, dass Mülheim nicht so stiefmütterlich wie in der Vergangenheit behandelt wird. Werner Oesterwind (CDU), Vorsitzender des Ausschuss für Bürgerangelegenheiten hofft, dass sich die Polizei auch künftig wieder an den vier, fünf Sitzungen im Jahr beteiligt, was dem Interessenaustausch nur dienlich sein könne. „Bei der Sicherheit geht es nicht nur um Statistiken, sondern auch immer um Gefühle“, betont er.

Auf Besserung hofft auch Jochen Hartmann von der AfD, der gegen die derzeitige Amtsinhaberin eine Dienstaufsichtsbeschwerde angestrengt hat, weil er sich mit seinen Fragen nicht ernst genommen gefühlt hatte. Diese Beschwerde versteht er auch als Zeichen, dass es künftig anders werden muss. Mit Richter hat er nun die Erwartung, dass es auch tatsächlich besser wird. „Wir freuen uns“, sagt auch Claus Schindler von der SPD, denn der 55-Jährige sei einer, der sich auskennt und durch seine langjährige Gewerkschaftsarbeit auch wisse, was die Beschäftigten brauchen. Eine atmosphärische Verbesserung erhofft sich auch Heiko Müller, Kreisvorsitzender der GdP.

Dass man sich in Mülheim als Anhängsel fühlt, hat er oft erlebt. „Tatsächlich sind seit der Polizeireform von 2007 mehr Polizisten in Mülheim unterwegs als zuvor“, betont er.Richter könne da ein gutes Bindeglied sein. Als Gewerkschaft begrüßen sie es, dass ein Polizist den Posten bekommen hat, was nur vier Mal bislang vorgekommen sei. Dass Richter den Aufgaben gewachsen sei, habe er seit über zwei Jahren in Hagen bewiesen. Noch muss der Kabinettsvorschlag von Innenminister Ralf Jäger von der Landesregierung beschlossen werden. Als Gewerkschafter war Richter übrigens vehement gegen die Fusion der beiden Polizeibehörden. Auf ein erstes Treffen freut sich auch Stadtdirektor Frank Steinfort und setzt auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Polizei.