Polizei stellt Tankbetrüger nach wilder Verfolgungsjagd durch mehrere Städte
21.02.2012 | 15:58 Uhr 2012-02-21T15:58:00+0100
Mülheim. Ein Tankbetrüger hat sich am Rosenmontag mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd über mehrere Autobahnen und mehrere Städte geleistet. Im Duisburger Süden stoppte die Polizei den Fahrer schließlich. Streifen aus Mülheim, Essen, Düsseldorf, Krefeld und dem Kreis Mettmann waren beteiligt.
Ein 39 Jahre alter Mann aus Versmold hat sich Montagabend mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd durch mehrere Städte und über mehrere Autobahnen geliefert. Gegen 18 Uhr hatte ein 35-Jähriger aus Saarn beobachtet, wie der Versmolder gegen 18 Uhr in einem schwarzen Renault Megane von der Tankstelle an der Kölner Straße in Mülheim-Saarn flüchtete. Zuvor hatte der Mann hier seinen Wagen aufgetankt - ohne dafür zu bezahlen.
Kurz entschlossen folgte der Mann aus Saarn dem Wagen über die Kölner Straße in Richtung Breitscheid. Obwohl der Renault mit hoher Geschwindigkeit flüchtete, konnte der Verfolger den Polizeinotruf wählen. Er beschrieb den Beamten telefonisch die Situation und gab die Standorte des Betrügers weiter. Das Kennzeichen konnte der Zeuge aber nicht erkennen, da dies offensichtlich abgeklebt wurde.
Führerschein der Halterin wurde beschlagnahmt
Als der Wagen im Autobahnkreuz Breitscheid auf die Autobahn abbog, informierte die Polizeileitstelle die Kollegen in den Nachbarstädten. Mit hoher Geschwindigkeit und unter Missachtung zahlreicher Verkehrsvorschriften versuchte der Megane-Fahrer seine Verfolger abzuschütteln. Inzwischen beteiligten sich Streifen aus Mettmann, Düsseldorf, Duisburg und Essen an der Fahndung.
Nachdem der Flüchtende die A 52 bis zum Ende nach Düsseldorf befuhr, wendete er im Stadtgebiet und flüchtete zurück in Richtung Breitscheid. Als er über die A 524 in Richtung Norden weiterfuhr, schaltete die Leitstelle auch die Krefelder Kollegen ein. Streifenwagen stoppten den Duisburger Megane schließlich hinter der Autobahnauffahrt zur A 59 und nahmen den Fahrer sowie die 39-jährige Fahrzeughalterin, die als Beifahrerin mitfuhr, fest. Beide Personen wurden zur Polizeiwache Mülheim gebracht. Der Renault Megane und der Führerschein der Beifahrerin und Halterin wurden nach Rücksprache mit der Duisburger Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Nach der Vernehmung durften beide die Polizeiwache wieder verlassen.

11:09
Klar sind Tankstellen kameraüberwacht!
Im Regelfall fährt der geneigte Betrüger jedoch nicht mit den eigenen Kennzeichen vor oder versucht zumindest die eigenen abzudecken. Ansonsten könnte er ja auch direkt seinen Ausweis da lassen.
05:51
Obwohl der Renault mit hoher Geschwindigkeit flüchtete, konnte der Verfolger den Polizeinotruf wählen.
ich hoffe wegen zu hoher geschwindigkeit wird auch beim verfolger ermittelt und wegen telefonieren dabei, das kennzeichen merken hätte gereicht, des weiteren sind tankstellen an den zapfsäulen kamera überwacht
erst den Bericht RICHTIG lesen, dann kommentieren!
Naja, wenn man den Bericht richtig liest kommt man dazu, dass der Verfolger sehr wohl dem flüchtenden gefolgt ist. vgl. " Er beschrieb den Beamten telefonisch die Situation und gab die Standorte des Betrügers weiter. " Es wird hier von Standorten gesprochen - Mehrzahl.
Mit welcher Geschwindigkeit dies erfolgte bleibt natürlich im ungewissen. Einerseits gut das es aufmerksame Mitbürger gibt, aber dies war wohl ein wenig zu viel Engagement.
Egal, wichtig ist, das die Polizei die beiden Täter gefasst hat. Es mag zwar ein kleiner Delikt wenn man beim tanken nicht bezahlt, aber durch die Flucht sieht das vollkommen anders aus. Wie blöd muss dieser Typ sein, wenn er meint vor der Polizei über Autobahnen flüchten zu können. Nur mal so - auf Autobahnen ist man zwar schnell unterwegs die Möglichkeiten Verfolger abzuschütteln sind aber arg eingeschränkt. Dumm wenn man dumm ist.
Genau, dem aufmerksamen Bürger den Lappen wegnehmen. Und die Punkte fürs am Steuer telefonieren kriegt der auch noch. Richtig. Wo kommen wir auch hin, wenn hier jeder Bürger einfach so und ungefragt Straftaten aufklärt.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil, im Artikel steht ja, das die Kennzeichen abgeklebt waren, mit dem Kennzeichen merken wirds dann schwierig....
@Harry.Hirsch - Ja, da haben sie Recht. Auch der aufmerksame Bürger muss bestraft werden, denn es ist nicht seine Aufgabe die Verfolgung aufzunehmen. Darum kümmert sich die Polizei.
Was wäre wenn er bei der Verfolgung einen Unfall gebaut hätte?
Und ausserdem hat er die Straftat nicht aufgeklärt.
Bei manchen Menschen frage ich mich echt, wo das Hirn geblieben ist.
19:55
Welch dumme Kommentare muss ich mir hier mal wieder durchlesen..
Zu Recht wurden diese Täter nach Ausführung ihrer Tat und der Raserei auf der Autobahn gestellt. Und das mit allen Mitteln, die der Polizei zur Tatzeit zur Verfügung standen.
Ich freue mich, das diese Täter gefasst wurden!
Ein Dank an unsere Polizei!
19:20
Bei den momentanen Spritpreisen, wird sich das LEIDER noch öfters wiederholen!
Zu #1.....
....ich möchte nicht wissen was Sie sagen, wenn Sie bestohlen werden!
19:11
Gut, dass sowas auch mal aufgeklärt wird. Sonst haben wir irgendwann Vorkasse-System oder Schranken an Ein- und Ausfahrt die sich nur noch mit dem neuen Chip im Perso öffnen lassen.
18:51
@Daredevil: Simpel?
Der Tankbetrug glückt, das nächste Mal ist es dann Kreditkartenbetrug oder ein Banküberfall?
Straftat bleibt Straftat, die die Polizei zu verfolgen hat.
"Verfolgen" im übertragenen Sinne (als Aufklärungsvorgang) schon - und natürlich auch, wenn man den Täter bei soetwas mit angemessenen Mitteln dingfest machen kann (spätestens bei erkennbarem Kennzeichen hätte die Kameraufzeichnung der Tankstelle sowie Kennzeichen /Zeugenaussagen dafür ausgereicht). Das hier klingt dann aber für mich schon ein bißchen nach einem schlechten Film a la "Cobra 11" und da frage ich mich schon, ob einem vergleichsweise geringem Vermögensdelikt solche Risiken für Unbeteiligte nachfolgen sollten. Wie gesagt, ich bin gar nicht dagen und halte es auch in gewissem Maße für sinnvoll, frage mich nur ob das in einem Fall wie diesen dann noch verhältnismäßig ist...
18:49
@1
Find ich richtig. Nur wegen der Tankrechnung haben die beiden die Aktion nicht gebracht. Die hatten schon weit zuvor die Chance zu sagen/denken: OK das wars. Da steckt mehr dahinter.
Dazu kommt, das in der BRD die Polizei solchen Sachen nachgehen muss. MUSS! Sind zum glück nicht in den USA.
17:53
Nix gegen Aufklärung und Prävention von Verbrechen, nur für einen vergleichsweise simplen Tankbetrug war das schon eine sehr aufwendige und v.a. andere Verkehrsteilnehmer stark gefährdende Aktion, oder?