Polizei rettet im letzten Moment zwei jungen Frauen das Leben

Zwei Mal innerhalb weniger Tage gelang es der Polizei, jungen Frauen das Leben zu retten.

Mit einem großen Aufgebot suchte die Mülheimer Polizei seit Dienstagnacht nach einer 18-Jährigen, die als akuter medizinischer Notfall gilt. Sie war kurz nach Mitternacht ins Marien-Hospital gebracht worden, hatte aber kurz darauf aus eigenem Entschluss das Krankenhaus wieder verlassen. „Wir mussten um das Leben der jungen Frau fürchten“, sagte Polizeisprecher Peter Elke.

Mit allen zur Verfügung stehenden Kräften hatten die Beamten noch in der Nacht die Umgebung des Krankenhauses in Richtung Altstadt, Altstadtfriedhof und Freilichtbühne abgesucht. Doch eine konkrete Spur fand sich dort nicht. Kurz darauf wurde der Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt, der das Mülheimer Stadtgebiet immer wieder überflog. Auch Spürhunde halfen bei der Suche.

Absturz verhindert

Zudem informierten die Beamten über Funk alle Taxifahrer sowie Bus- und Bahnfahrer und baten um Mithilfe. Gestern Nachmittag entdeckte dann ein Polizeianwärter die Frau auf den Bahngleisen an der Kaiserstraße in Höhe der Sportstätten. Er sprach die Vermisste an, die sehr apathisch wirkte und stoppte einen vorbeifahrenden Rettungswagen, der die Frau wieder ins Krankenhaus brachte.

Bereits vor einigen Tagen hatte sich ein dramatischer Fall ebenfalls in der Innenstadt ereignet, wo eine junge, schwangere Frau aus dem Dachgeschoss springen wollte – und sprang, aber im letzten Moment vom Mann noch festgehalten werden konnte, so dass sie nicht abstürzte. Der Mann hatte zuvor schon Hilfe gerufen. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei rückte an. Die Polizeibeamten rannten ins Dachgeschoss, traten die Tür ein und zogen das völlig entkräftete Paar zurück in die Wohnung.