Polizei regelte den Verkehr

Zur Installierung der beiden Rotlichtblitzer im Bereich der Konrad-Adenauer-Brücke musste gestern Vormittag die Ampelschaltung der kompletten Kreuzung etwa für eine Stunde lang abgeschaltet werden. Dabei kam es zu Verzögerungen und teilweise längeren Rückstaus. In altbewährter Weise musste die Polizei den Verkehr regeln mit Handzeichen und Trillerpfeife, deren Pfiffe schon von Weitem gut zu hören waren. Da das Verkehrsaufkommen auf dieser Hauptkreuzung so groß ist, reichte freilich nicht ein einziger Polizist. Auf jedem Abzweig musste ein Polizist, der mit einer gelben Signalweste gut zu erkennen war, eingesetzt werden - und das dann ausgerechnet bei strömenden Regen.

Gegen 12 Uhr wurden die Ampeln wieder eingeschaltet und gleichzeitig auch die beiden Blitzgeräte aktiviert. Es sind schlanke Stelen, die auf den ersten Blick gar nicht wie Blitzer aussehen. Fahrern, die jetzt bei roten Signal über die Kreuzung fahren, drohen, empfindliche Strafen: ein einfacher Verstoß wird mit 90 Euro geahndet, signalisiert die Ampel länger als eine Sekunde rot werden 200 Euro fällig. Dann kommt noch ein einmonatiges Fahrverbot hinzu. Der Tourainer Ring wird in den morgendlichen und nachmittäglichen Spitzenzeiten in Richtung Adenauerbrücke von bis zu 800 Fahrzeugen befahren. In umgekehrter Richtung sind ähnlich viele Fahrzeuge unterwegs. Zusätzlich biegen von der Brücke in Richtung Styrum bis zu 1000 Fahrzeuge ab, aus Richtung Styrum sind es sogar noch mehr, die auf die Brücke einbiegen.

Die Verwaltung hatte die verschärfte Kontrolle mit der Verkehrssicherheit begründet. Die Kreuzung zähle zu den Unfallschwerpunkten. Das Amt für Verkehrswesen weist darauf hin, dass die alten Hochbrücken und Rampen, die für einen besseren Verkehrsfluss sorgten, nicht unbedingt als verkehrssicherer gelten konnten. In fünf Jahren war dieser Bereich auch damals schon Unfallschwerpunkt.