Polizei erschießt aggressiven Hund in Heißen

Am Sonntagmorgen hat ein freilaufender Hund der Rasse Kangal in Heißen zuerst einen Yorkshire-Terrier getötet und dann ein Kind verfolgt. Polizeibeamte erschossen den aggressiv wirkenden Hund schließlich auf dem Gehweg an der Hingbergstraße.

Gegen 8.15 Uhr hatte ein 73 Jahre alter Rentner seinen Yorkshire-Terrier vor einer Bäckerei am Wiescher Weg angebunden. Während der Senior in der Bäckerei war, beobachtete er, wie ein großer freilaufender Hund seinen Terrier mehrfach biss und an ihm zerrte. Als der 73-Jährige seinem Vierbeiner zu Hilfe kommen wollte, rannte der Kangal, ein großer anatolischer Hirtenhund, ihn um. Auch von dem toten Yorkshire-Terrier ließ der herrenlose Hund nicht ab. Feuerwehrmänner, die alarmiert worden waren, versuchten, den Kangal mit einer Schlinge aus ihrem Einsatzwagen heraus einzufangen, was aber misslang. Daraufhin räumten Polizei und Feuerwehr den stark frequentierten Parkplatz vor der Bäckerei und wiesen auch auf der Hingbergstraße ein fahrradfahrendes Kind an, weg zu fahren. Als das Kind die Straße überquerte, folgte ihm der Kangal zielstrebig, so die Polizei. Offensichtlich hatte es der aggressive Hund auf das Kind abgesehen, teilt die Polizei mit. Um einen Angriff zu verhindern, erschossen Polizeibeamte den Kangal, nachdem das Kind hinter einer Mauer verschwunden war. Dazu waren laut Polizei mehrere Schüsse nötig. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass der Hund zuvor aus seinem Zwinger an der Folkenbornstraße ausgerissen war. Der Besitzer des getöteten Yorkshire-Terriers musste aufgrund seiner Verletzungen, die er sich durch den Sturz beim Versuch, die Hunde zu trennen, zugezogen hatte, im Krankenhaus behandelt werden. Warum der anatolische Hirtenhund so aggressiv war, ist bisher nicht klar.