Perfektionist Hamelin: erst verrissen, dann lupenrein

Die Mülheimer Konzertfreunde konnten Marc-André Hamelin vor einigen Jahren schon einmal im Rahmen des Klavierfestivals im Theatersaal der Stadthalle bewundern.

Damals spielte der heute 53-jährige Pianist Leopold Godowskys unvorstellbar schwierige Studien über ja an sich schon durchaus ausreichend hakeligen Chopin-Etüden. Ausgerechnet die berühmte erste in C-Dur war – man könnte sagen leicht verrissen. Für einen gnadenlosen Perfektionisten wie Hamelin natürlich ein Unding. Als Zugabe kam nur ein Stück in Frage: die C-Dur-Etüde, diesmal lupenrein.