Patientin fühlt sich in Krankenhaus schlecht behandelt

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Was wir bereits wissen
Das St. Marien-Hospital weist die Vorwürfe zurück, die Visiten seien dokumentiert worden.

Mülheim..  Die Dümptenerin Ellen Elbers hat sich über ihre Behandlung im Marien Hospital geärgert. Notfallmäßig sei sie unter Luftmangel am 10. Februar eingeliefert worden, berichtet die Patientin, die unter COPD leidet, einer chronischen Erkrankung der Lunge. Nachdem sich in der Nacht und am zweiten Tag eine Assistenzärztin gut um sie gekümmert hätte, habe sie bis zum 16. Februar mit keinem Arzt mehr gesprochen.

Auch über die Medikamente, die ihr verordnet worden seien, habe in dieser Zeit kein Arzt mit ihr geredet. „Bis heute weiß ich nicht, warum ich diese nehmen musste“, schrieb Frau Elbers in einem ausführlichen Brief an das Krankenhaus, der dieser Zeitung vorliegt. Sie kritisiert verschiedene Dinge, hat sich aber vor allem darüber geärgert, „14 Tage lang im Ungewissen gelassen worden“ zu sein, was die Medikamente angehe.

Die Geschäftsführung des St. Marien-Hospitals hat rasch auf das Schreiben der ehemaligen Patientin geantwortet und sich dafür entschuldigt, dass sie sich dort nicht wohl gefühlt habe. Auf Nachfrage dieser Zeitung betonte eine Sprecherin, dass es immer eine Visite gegeben habe, und dass man Frau Elbers auch über ihre Medikamente aufgeklärt habe. „Dies ist alles in den Patientenakten dokumentiert worden“, sagte Susanne Neupert, die bei der Kommunikation und bei der Einfühlsamkeit „Optimierungsmöglichkeiten“ einräumt, weil Frau Elbers ja das Gefühl habe, man hätte sich nicht um sie gekümmert.

„Das ist aber nicht so gewesen“, sagt Frau Neupert. Ellen Elbers bleibt jedoch bei ihrer Aussage. Es sei zwar im Krankenzimmer Visite gemacht worden, zu ihr sei aber niemand gekommen. „Ich musste mich bei meiner Hausärztin danach erkundigen, was mir verschrieben wurde.“

Enttäuscht ist Ellen Elbers von ihrem letzten Aufenthalt im St. Marien-Hospital wohl vor allem deshalb, weil sie schon im Januar dieses Jahres einige Tage dort behandelt wurde und dabei sehr zufrieden mit Ärzten und Pflegepersonal gewesen ist, das sie bis heute lobt. Das sei aber eine andere Station gewesen.