Parkplatzgespräche stecken in der Sackgasse

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Mintard..  „Was ist eigentlich aus den Parkplätzen in Mintard geworden? Wir haben davon lange nichts mehr gehört. Ist da in letzter Zeit etwas passiert?“ Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Hüßelbeck fragte danach auf der letzten Sitzung des Ortsparlamentes. „Es hat mehrere Gespräche mit den Flächeneigentümern gegeben. Aber sie haben sich danach nicht mehr gemeldet“, teilte ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit.

Rückblick. Vor knapp einem Jahr hatte der Bürgerverein „Wir in Mintard“ zu einer Diskussionsrunde eingeladen, weil sich viele Bewohner des Dorfes darüber beklagen, dass ihre Vorgärten oft von Parkplatzsuchern überrollt würden, sie selbst nicht mehr aus ihren Einfahrten kämen.

Treffen beispielsweise ein Fußballspiel und ein Bildungstreffen aufeinander, fehlen in Mintard 150 Autoabstellplätze. An den Kosten für einen Parkplatzneubau würden sich Sportverein und Bildungswerk sogar beteiligen, war auf dem Bürgertreffen zu hören. Aber bisher gibt es nur Absichtserklärungen.

Die Stadt hat drei Flächen ausgeguckt. Aber für alle muss eine neue Zufahrt samt Brücke gebaut werden. Gesamtkosten etwa 270 000 Euro. Trotz der Beschwerden ihrer Nachbarn wollen die Grundstückseigentümer keine Flächen für einen neuen Parkplatz abgeben.

„Das Umweltgutachten ist fertig. Aber die Aktivitäten ruhe, weil wir keine Rückmeldungen mehr bekommen haben“, hörten die Mitglieder der Bezirksvertretung 3. Hermann-Josef Hüßelbeck will nun einen zweiten Vermittlungsversuch starten, „weil wir die Sache lösen sollten“.