Park schützen

Thyssenpark. Vorweg: Eine neue Nutzung der historischen Gebäude der Troostschen Weberei ist sinnvoll und wünschenswert. Darum geht es den Kritikern wohl auch gar nicht. Nicht einzusehen ist allerdings, dass der Neubau der Alten Weberei nun teilweise in den Thyssenpark hineinragen soll. Jeder Bauherr muss doch eigentlich mit seinem Baugrundstück auskommen und kann es nicht nach Belieben ausweiten – oder? Der Thyssenpark mit dem Teich ist nicht nur Naturschutzgebiet, sondern auch ein historischer Park aus der Frühzeit der Industrialisierung, seit 200 Jahren zu einem geschlossenen Ganzen eingewachsen. Man kann sich kaum vorstellen, dass nicht doch noch einige Bäume gefällt werden, um Sicht und Licht für das neue Gebäude zu schaffen. Es wird trotz aller rührend angedeuteten „Historizität“ wie ein Fremdkörper im Park wirken. Die Bemühungen des Landschaftsbeirates können wir nur unterstützen – im Interesse aller erholungssuchenden Bürgerinnen und Bürger.

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