Online-Auktion mit Fundsachen

Gut 60 Fahrräder gehen wieder mit in die Online-Auktion der Fundsachen.
Gut 60 Fahrräder gehen wieder mit in die Online-Auktion der Fundsachen.
Foto: WAZ FotoPool
Zum dritten Mal lässt die Stadt Mülheim Fahrräder, Handys, Schmuck versteigern.

Mülheim.. Verloren und vergessen – und was dann tun damit? Zum dritten Mal hat sich die Stadt für eine Online-Versteigerung ihrer Fundsachen entschieden. Die eigentliche Auktion beginnt zwar erst am 20. August, aber schon ab dem 23. Juli läuft eine vierwöchige Vorschau, wo man sich vielleicht den einen oder anderen Gegenstand schon einmal im Geiste vormerken kann.

„Wir haben diesmal etwa 60 Fahrräder dabei, ein bisschen Schmuck und Handys ohne Ende“, zählt Katja Siric auf, die sich im Ordnungsamt um vieles kümmert, so auch um die Online-Auktion. Verlorene Handys seien der größte Posten an Fundsachen, berichtet sie. Diese werden aber nicht einzeln, sondern zusammengefasst in Paketen versteigert. Eine Spielkonsole und ein Pokerkoffer seien diesmal auch mit dabei.

Externe Firma kümmert sich um Versteigerung

Es kommen keine hohen Summen bei der Online-Versteigerung von Fundsachen herum, bei der ersten Auktion im Jahr 2012 waren am Ende 1770 Euro für die Stadtkasse übrig, 2014 waren es 2077 Euro. Abzüglich aller Kosten für die Versteigerung. Immerhin. Und das Lager ist dann auch wieder leer.

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Die Stadt stellt nicht selbst jeden Artikel online, sondern bedient sich dabei eines Dienstleisters, der sich auf die Versteigerung von Fundsachen aus deutschen Fundbüros spezialisiert hat. Die Firma GMS-Bentheimer Softwarehaus GmbH bereitet die Fundsachen vor, reinigt und bewertet sie, und sorgt auch dafür, das die Speicher von Handys oder Kameras gelöscht werden, damit keine sensiblen Daten in fremde Hände gelangen können.

Geschäftsführer Jürgen Hulzebosch berichtet von 132 Kunden, also Städten und Gemeinden, für die das Unternehmen auf Provisionsbasis tätig wird. Für manche Städte nur einmal oder weniger häufig, für andere sogar mehrmals im Jahr.

Auktionsgewinner müssen Artikel selbst abholen

Versteigert werden auch für die Stadt Mülheim Fundsachen, deren Abgabe länger als sechs Monate zurückliegt, deren Eigentümer nicht ermittelt werden konnten, und deren Finder darauf verzichtet. Die GMS-Bentheimer Softwarehaus GmbH stellt die Artikel auf das Portal www.sonderauktionen.net.

Interessierte können – nachdem sie sich dort kostenlos registriert haben – nicht nur auf Gegenstände aus dem Mülheimer Fundbüro bieten. Man kann entweder ein Gebot abgeben oder über die Rückwärts-auktion mitsteigern. Die ganze Auktion dauert zehn Tage.

Wenn man als Bieter den Zuschlag erhält, muss man den oder die Artikel allerdings selbst abholen: Nach Terminabsprache beim Mülheimer Fundbüro und nur gegen Barzahlung.