Ohne Denkverbot

Gewerbe/Flughafen. Der Ausstiegsbeschluss zum Flughafen ist etwa 20 Jahre alt. Seitdem hat sich manches verändert, auf dem Arbeitsmarkt, in der Forschung, der Industrie. Ist nicht längst eine Überprüfung dieses Beschlusses überfällig?

Mülheim beheimatet inzwischen die Hochschule Ruhr West. Am Flughafen sind hoch spezialisierte Firmen ansässig. Klar, flugaffin, aber mit dem angrenzenden weitläufigen Gelände vielleicht ein Standortvorteil. Genannt sei aus dem Kreise dieser sieben Firmen und drei Luftfahrtvereine nicht nur die WDL-Gruppe, sondern zum Beispiel auch die Airmarine GmbH, spezialisiert auf Marine- und Flugelektronik. Lassen sich nicht mit diesen Firmen Kooperationen mit der HRW knüpfen? Beispielsweise auf dem Markt der Flugdrohnen? Ein geeigneteres Erprobungsgelände ist kaum zu finden. Kaum umweltbelastender Straßenverkehr. Große Freiflächen, ökologisch wertvolle Gebiete blieben erhalten. Den Flughafen erhalten, kooperieren mit der Forschung, einen Hightech-Gewerbepark entwickeln. Eine Freifläche, die sich auch für Experimente der Energiewirtschaft eignen könnte. Man sollte sich ohne Denkverbote zusammensetzen. Oder ist dafür die Zeit noch nicht reif, die HRW zu jung? Oder sind solche Gedanken zu ambitioniert, um auf Interesse zu stoßen?