Das aktuelle Wetter Muelheim 15°C
Tourismus

Nur zum Teil mehr Buchungen durch Ruhr.2010

08.06.2010 | 19:40 Uhr
Nur zum Teil mehr Buchungen durch Ruhr.2010
Hausdame Zimmermädchen Housekeeping im Hotel Mercure in Oberhausen Foto: Gerd Wallhorn Karin Siewert

Das Kulturhauptstadtjahr ist halb gelaufen, doch locken gerade die Sommermonate noch mit vielen Veranstaltungen. Auch in Mülheim ist die neue Ruhrgebiets-Begeisterung angekommen – oft beobachten Hotelbesitzer jedoch den größten Ansturm bei den schon bewährten Angeboten.

„Die Kulturhauptstadt merken wir nicht so sehr“, meint etwa Jenny Wilkening vom Hotel Am Schloß Broich. Beliebt seien bei den Gästen eher die „Mülheimer Klassiker“ wie „Castle Rock“ und Pfingstspektakel. „Aber in den Sommermonaten werden sicher auch noch mehr Gäste zu Ruhr.2010 kommen.“

Christian Nörtersheuser, Inhaber des Hotels Friederike und des Gartenhotels Luisental, sieht schon eher eine Veränderung: „Die Kulturhauptstadt ist durchaus ein Magnet.“ Dazu kämen jedoch auch in seinem Fall immer die stadtspezifischen Angebote – seit zwei Jahren ganz besonders der Ruhrtalradweg. Anna-Maria Ladage, Geschäftsführerin beim Hotel Handelshof, hat noch „keinen Riesenansturm“ festgestellt. „Doch langsam merkt man etwas von Ruhr.2010. Eine Aufwertung bedeuten die Veranstaltungen in Mülheim und Umgebung für uns auf jeden Fall.“

Dennoch: Zum Handelshof kommen immer noch mehr Radfahrer als Museumsgänger. Der Ruhrtalradweg, als Angebot schon länger etabliert, sei auch in diesem Sommer das größte Thema. „Gerade weil es immer weitere Verbesserungen wie die Ruhrperlen gibt.“ Auch die Altstadt, das Schloss Broich und das Forum seien bei Gästen immer wieder beliebt. Bei aller Freude über alte und neue Angebote kommt bei Hoteliers zurzeit die erste Bilanz nach der umstrittenen Steueränderung hinzu. Seit dem 1. Januar gilt für Übernachtungen der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7 %. Wenn Inhaber zum Teil weniger Steuern abführen müssen, bedeutet das nach einhelliger Meinung nicht unbedingt mehr Einnahmen. „Der Markt verlangt, dass die Preise runtergehen“, meint etwa Anna-Maria Ladage. Das sei notwendig, um im Wettbewerb weiter bestehen zu können – in Mülheim sei dieser nicht gerade gering.

Moncef Mahmoudi, Inhaber des „Best Western“ im Forum, kann das bestätigen. „Gerade die Firmenkunden gehen von einer Preissenkung aus.“ Umso mehr angetan ist Mahmoudi von der Kulturhauptstadt. „Wir bekommen schon viele Buchungen für die nächsten Monate, die wir sonst nicht hätten.“ Der Nachteil von Ruhr.2010: Viele Kollegen erwarteten mit solch einem Großereignis einen besonderen Aufschwung. Falls der dann ausbleibe, neigten viele zur Preisdrückerei. So gemischt das Bild zum Teil bei den Hotels ist, so eindeutig ist das erste Fazit von Inge Kammerichs, Geschäftsführerin bei der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST). „Unsere Tourismuscenter erleben einen nie gekannten Ansturm – sehr oft auch von internationalen Gästen. „Die Kulturhauptstadt hat Mülheim einen unglaublichen Aufschwung gebracht.“

Dabei freuten sich Kulturbegeisterte genauso auch über feststehende Angebote in der Stadt. So komme etwa das Still-Leben auf der A 40 zum Ruhrtalradweg hinzu. Die Resonanz, die Inge Kammerichs von Hoteliers mitbekommen hat, ist ebenfalls durchweg positiv. „2009 war kein gutes Übernachtungsjahr – das konnten wir jetzt wieder auffangen.“ Auch Einzelveranstaltungen kämen sehr gut an. In der Stadthalle konnte die MST laut Geschäftsführerin die Buchungen seit 2008 verdoppeln.

Claudia Lang, Leiterin des Hotel Kocks, bestätigt diesen Eindruck. „Ostern ging es los, jetzt haben wir jedes Wochenende deutlich mehr Gäste als vorher.“ Dabei kämen die Gäste kaum zu einzelnen Veranstaltungen, sondern verbänden ihren Besuch gern mit einer ganzen Ruhrgebietstour. In Mülheimer seien vor allem das Wassermuseum, die Camera Obscura und Fahrten mit der Weißen Flotte beliebt. Claudia Lang ist überzeugt: „Mit den ganz eigenen Mülheimer Angeboten kommen die Gäste auch nach 2010 gern wieder.“

Moncef Mahmoudi, Inhaber des „Best Western“ im Forum, kann das bestätigen. „Gerade die Firmenkunden gehen von einer Preissenkung aus.“ Umso mehr angetan ist Mahmoudi von der Kulturhauptstadt. „Wir bekommen schon viele Buchungen für die nächsten Monate, die wir sonst nicht hätten.“ Der Nachteil von Ruhr.2010: Viele Kollegen erwarteten mit solch einem Großereignis einen besonderen Aufschwung. Falls der dann ausbleibe, neigten viele zur Preisdrückerei.

So gemischt das Bild zum Teil bei den Hotels ist, so eindeutig ist das erste Fazit von Inge Kammerichs, Geschäftsführerin bei der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST). „Unsere Tourismuscenter erleben einen nie gekannten Ansturm – sehr oft auch von internationalen Gästen. „Die Kulturhauptstadt hat Mülheim einen unglaublichen Aufschwung gebracht.“

Dabei freuten sich Kulturbegeisterte genauso auch über feststehende Angebote in der Stadt. So komme etwa das Still-Leben auf der A 40 zum Ruhrtalradweg hinzu. Die Resonanz, die Inge Kammerichs von Hoteliers mitbekommen hat, ist ebenfalls durchweg positiv. „2009 war kein gutes Übernachtungsjahr – das konnten wir jetzt wieder auffangen.“ Auch Einzelveranstaltungen kämen sehr gut an. In der Stadthalle konnte die MST laut Geschäftsführerin die Buchungen seit 2008 verdoppeln.

Claudia Lang, Leiterin des Hotel Kocks, bestätigt diesen Eindruck. „Ostern ging es los, jetzt haben wir jedes Wochenende deutlich mehr Gäste als vorher.“ Dabei kämen die Gäste kaum zu einzelnen Veranstaltungen, sondern verbänden ihren Besuch gern mit einer ganzen Ruhrgebietstour. In Mülheimer seien vor allem das Wassermuseum, die Camera Obscura und Fahrten mit der Weißen Flotte beliebt. Claudia Lang ist überzeugt: „Mit den ganz eigenen Mülheimer Angeboten kommen die Gäste auch nach 2010 gern wieder.“

Caroline Uschmann

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
09.06.2010
21:13
Nur zum Teil mehr Buchungen durch Ruhr.2010
von muck45468 | #2

Naja, mal ehrlich, mit dem was Mülheim zu bieten hat lockt man doch keinen müden Esel hinter dem warmen Ofen vor! Es gibt in Mülheim unendlich viele Möglichkeiten, aber niemanden der etwas draus macht! Mit Jazzabenden, Bücherlesungen oder ähnlichen kann man nichts mehr reissen weil es kaum durchführbar ist die daran interesierte Bevölkerungsgruppe aus den Pflegeheimen zum Veranstaltungsort zu karren.
Sorry, ich bin erst vor drei Jahren aus Ostdeutschland zugewandert und finde das Mülheim eine super schöne Stadt ist, mit unendlich vielen Möglichkeiten! Leider wird das nicht genutzt! Veranstaltungen finden eigentlich nur unter Schirmherrschaft von Kirche oder Randgruppen statt. Für die breite Öffentlichkeit wird rein garnix getan! Sorry für meine Unwissendheit, aber ich hab vor glaub zwei Jahren dieses Stadtjubiläumsfest miterlebt,mit dieser Theatergruppe deren Darbietung sich vom Rathausplatz bis zum Schloß Brioch hinzog und wo sich Stadt und Stadtmarketing komplett raus gehalten hatten, es gab weder Imbisstände noch Toiletten, aber genau sowas kommt an! Oder diese die 200 Jahresfeier, kam auch super an, nur das man für 0,4 liter Bier 4 Euro zahlen sollte war für den Ar...! Wieso wird nicht mehr für die breite Öffentlichkeit gemacht????

09.06.2010
12:41
Hotels in der Kulturhauptstadt
von ssaansche | #1

Vieles in diesem Artikel, besonders in der zweiten Hälfte, kommt einem irgendwie bekannt vor.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3319736/create

Umfrage der Woche
Die Bauarbeiten für die Ruhrpromenade haben begonnen. Im März 2013 soll sie fertig sein. Prima Promenade an der Ruhr?

Die Bauarbeiten für die Ruhrpromenade haben begonnen. Im März 2013 soll sie fertig sein. Prima Promenade an der Ruhr?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Stimmen zum Rauchen
Video
Video
Pfingst-Spektakulum
Bildgalerie
Mittelalter in Broich
Pfingst-Renntag
Bildgalerie
PFERDERENNEN
"beGeistert"
Bildgalerie
Pfingstfest
Aus dem Ressort
Grüne legen Kampagne zu Zivilcourage vor
Sicherheit und Ordnung
Gewalt, Vandalismus und Vermüllung sollen nicht Raum greifen in Mülheim. Eigentlich dürfte dies als gesellschaftlicher Konsens anzunehmen sein. Beklagenswerte Vorfälle in jüngster Vergangenheit lassen aber aufhorchen.
Kulturaustausch beim Schnibbeln und Rühren
Besuch aus Tansania
Es wird geschnibbelt und gerührt, geplaudert und gelacht. Fünfzehn Männer und Frauen stehen um die Kochinseln der Lehrküche und bereiten ihr Mittagessen gemeinsam vor.