NGG: Mindestlohn steigert Kaufkraft um 24,8 Millionen

Rund 15 000 Menschen in Mülheim werden ab Januar deutlich mehr Geld im Portemonnaie haben. So viele Beschäftigte werden dann nämlich erstmals vom gesetzlichen Mindestlohn profitieren. Bislang verdienen sie weniger als 8,50 Euro brutto pro Stunde. Diese Zahl nannte jetzt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Die Gewerkschaft beruft sich auf eine Untersuchung zum Mindestlohn vom Pestel-Institut in Hannover. Demnach wird die Einführung des Mindestlohns einen enormen Effekt für die heimische Wirtschaft haben: Die Wissenschaftler, so die NGG, gingen allein in Mülheim von einer zusätzlichen Kaufkraft von 24,8 Millionen Euro aus.

„Im Schnitt wird jeder in Mülheim, der bislang einen Niedriglohn von unter 8,50 Euro bekommen hat, im kommenden Jahr rund 1640 Euro mehr Geld zur Verfügung haben“, sagt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet macht deutlich, dass dieser zusätzliche Verdienst nahezu eins zu eins in den Konsum fließen werde: „Die wenigsten werden ihr Lohn-Plus auf die hohe Kante legen. Die meisten werden sich davon endlich einmal etwas gönnen – Sachen, die sie sich als Niedriglöhner vorher nicht oder nur schwer erlauben konnten: neue Kleidung, Kosmetik, Kino … und auch einmal ein Essen in der Gaststätte“, so Yvonne Sachtje. Die Einführung des Mindestlohnes sei ein „enormen Gewinn an Lebensqualität“.