NGG beklagt Zunahme von Leiharbeit

Immer mehr „Jobs zweiter Klasse“ beklagt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Mülheim mit Blick auf die Zahl der Leiharbeiter in der Stadt.

Im vergangenen Jahr habe es nach Angaben der Arbeitsagentur 900 Beschäftigte in Leiharbeit gegeben, so die NGG – zehn Jahre zuvor seien es lediglich 364 gewesen. Die NGG spricht von einer alarmierenden Tendenz – und fordert die Politik zum schnellen Handeln auf. NGG-Geschäftsführerin Yvonne Sachtje fordert am Gesetzentwurf deutliche Nachbesserungen.

Der Entwurf sieht im Wesentlichen vor, dass Leiharbeiter spätestens nach neun Monaten in einem Betrieb die gleiche Bezahlung bekommen wie das Stammpersonal. Die Höchstverleihdauer soll auf 18 Monate begrenzt werden. Dies gelte jedoch, so Sachtje, „nur für Personen, nicht aber für die Arbeitsplätze. Damit können Leiharbeiter im Prinzip alle 18 Monate einfach ausgetauscht werden“. Auch Betriebsräte sollten lediglich Informationsrechte bekommen, aber keine Mitbestimmungsrechte, bemängelt die NGG.

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