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Neues Leben

20.04.2008 | 15:45 Uhr

KOMMENTAR Jeder Mülheimer kann wahrscheinlich auf Anhieb eine Handvoll Gebäude aufzählen, die seit Jahren leer stehen und von denen man sich fragt: Muss das sein? Die WAZ geht in dieser Woche auf die Suche nach "Geisterhäusern". ...

... Mit diesem Schwerpunktthema wollen wir nicht die Besitzer anklagen, die es bröseln lassen, sondern die Finger in eine offene Wunde legen. Denn verfallende Geisterhäuser machen sich nicht gut im Stadtbild. Sie verschandeln aber nicht nur, sie können auch eine aktute Gefahr für die Sicherheit werden.

Dass Geisterhäusern wieder irdisches Leben eingehaucht wird, liegt auch im Interesse der Stadt. Skeptiker der Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen weisen zu Recht darauf hin, dass etliche Gebäude leer stehen. Doch wer braucht schon ein gläsernes "Schiff" wie das ehemalige Agiplan-Haus an der Windmühlenstraße - mit hohen Energiekosten und fehlenden Trennwänden für Büros. Oder die wuchtige denkmalgeschützte Extra-Zentrale an der Ruhrorter Straße, für die Projektentwickler vergeblich neue Eigentümer suchen.

Nutzungsbeschränkungen, Lage der Immobilie und Zuschnitt sind nicht immer unter einen Hut mit Bedürfnissen potenzieller Interessenten zu bringen. Ein zähes Geschäft.

Von Frank Meßing

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