Neues Café in Mülheimer Altstadt setzt auf die vegane Karte

Cupcakes sind die Spezialität von Theresa Leimkühler-Voll. Im Catering hat die ausgebildete Pädagogin schon Erfahrung gesammelt, das eigene Café markiert nun einen beruflichen Neustart.
Cupcakes sind die Spezialität von Theresa Leimkühler-Voll. Im Catering hat die ausgebildete Pädagogin schon Erfahrung gesammelt, das eigene Café markiert nun einen beruflichen Neustart.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Mülheimerin Theresa Leimkühler-Voll hat ein neues Café eröffnet, das auf die vegane und vegetarische Karte setzt. Neben selbstgekochten vegetarischen Suppen sind auch vegane Cupcakes und Törtchen Spezialitäten des Hauses. Bald sollen auch vegane Candlelight-Dinner dazu kommen.

Mülheim.. Das fehlte gerade noch: ein Café in der Fachwerkkulisse der Altstadt. Eine junge Frau, in jeder Beziehung Quereinsteigerin, hat am Wochenende das „Leckerbisschen“ eröffnet und diese Lücke geschlossen.

„Wie möchten Sie Ihren Cappuccino: mit Sojamilch, Kuhmilch oder Hafermilch?“ Diese Frage hört man beim Kaffeebestellen sonst nicht, sie ist aber typisch für die gastronomische Linie von Theresa Leimkühler-Voll, die in ihrem neuen Café auf die vegan/vegetarische Karte setzt.

Die 25-Jährige, die selber seit rund fünf Jahren völlig auf Lebensmittel tierischer Herkunft verzichtet, hält es so auch bei der Gästebewirtung. „Bio-Kuhmilch für die Kaffeespezialitäten ist die einzige Ausnahme.“

Vegane Cupcakes sind Spezialität des Hauses

Sonst stehen zum Beispiel Hot Dogs mit Sojawürstchen auf der kleinen Karte, vegetarische Suppen, die sie in der Früh selbst kocht, und die Spezialität des Hauses: vegane Cupcakes, Törtchen in verschiedenen Varianten. Die hat Theresa Leimkühler-Voll früher schon häufig auf Partys oder Konzerten serviert, woraus die Idee erwuchs, ein eigenes Café zu eröffnen. Beruflicher Neustart für die Pädagogin, die eigentlich aus dem mittelfränkischen Städtchen Leutershausen stammt und zuletzt in einem Duisburger Zentrum „feministische Mädchenarbeit“ machte.

Sie wohnt selber in der Mülheimer Altstadt, von der sie schwärmt: „Die Atmosphäre ist großartig. Sie erinnert mich an Städte wie Bamberg.“ Was ihr allerdings auch auffiel: „Es gibt hier zwei Krankenhäuser, zwei Kindergärten, aber kein Café..“ Für die Renovierung und Einrichtung ihres „Leckerbisschen“ an der Kettwiger Straße gaben die Eltern Startkapital, beim Alltagsbetrieb wird die junge Frau von Freunden unterstützt. Für den Service möchte sie jedoch bald noch jemanden einstellen.

Einen Wickeltisch gibt es auch

Am Eröffnungssonntag und am vorgestrigen Feiertag seien die insgesamt 20 Sitzplätze im pastellig gehaltenen Raum oft belegt gewesen, sagt die Cafébesitzerin. Vor der Tür hätten zeitweise gar Schlangen gestanden. „Hier sollen sich möglichst viele Leute wohlfühlen.“ Einen Wickel- und einen Spieltisch für den Nachwuchs gibt es darum auch.

Theresa Leimkühler-Voll hat allerlei Ideen und viel vor: „Ich möchte eine Sondernutzung beantragen, damit man im Frühjahr auch draußen sitzen kann.“ Schon bald soll es im Café einmal pro Monat vegane Candlelight-Dinner mit Drei-Gänge-Menü geben und in der Adventszeit einen Plätzchenversand per Internet. Viel Freizeit oder gar Urlaub wird die 25-Jährige in der nächsten Zeit sicher nicht mehr haben. „Ich weiß.“