Neuer Rotlicht-Blitzer am Tourainer Ring

Als im Sommer 2013 auf der Auffahrt zur A 40 an der Essener Straße eine Rotlichtüberwachung installiert wurde, löste dies ein regelrechtes Blitzlichtgewitter aus. In der ersten Woche wurden über 300 Fahrzeuge, in der zweiten noch 270 Fahrzeuge in Heißen bei Rotlichtverstößen fotografiert. Inzwischen sind es nur noch 250 im Monat. Aber auch das ist noch eine Anzahl, die die Verwaltung nicht erwartet hätte. Von diesen Verstößen profiert auch die Stadt, denn wer das rote Signal ignoriert, muss mindestens 90 Euro zahlen und wenn mehr als eine Sekunde verstrichen ist, sogar 200 Euro.

Dann wird auch der Führerschein für einen Monat eingezogen. „Das ist keine Abzocke“, betont Stadtsprecher Volker Wiebels. „Wir machen das aus Gründen der Verkehrssicherheit.“ Für die Stadtkasse kommen allerdings mehrere Hunderttausend Euro pro Blitzer im Jahr zusammen. Da machen sich die rund 60 000 Euro für ein Gerät schnell bezahlt.

Schon am Dienstag gehen zwei weitere Rotlichtblitzer in Betrieb und überwachen die Kreuzung an der Konrad-Adenauer-Straße und Friedrich-Ebert-Straße. Die Unfallkommission hat diese Kreuzung als Unfallschwerpunkt identifiziert.

Das war auch in Heißen der Fall. Dort hatten sich 2012/13 fünf Unfälle ereignet, teilweise mit Schwerverletzten. „Die Kontrolle hat gewirkt“, stellt Wiebels fest und führt als Beleg die Entschärfung des Unfallschwerpunktes an. Im vergangenen Jahr habe sich dort nur ein einziger leichter Unfall ereignet.

Zu wie vielen Unfällen es an der Adenauer-Brücke gekommen ist, kann er nicht sagen. An einem Unfallschwerpunkt müssten es aber mindestens drei in einem Jahr sein. Wer die Straße befährt, kann ein Stück weiter Richtung Aktienstraße noch die gelbe Farbe auf der Fahrbahn sehen, mit der die Polizei nach Unfällen die Position der beteiligten Fahrzeuge markiert.

Bereits in der Vergangenheit habe man gemeinsam mit der Polizei versucht, durch eine Änderung der Signalschaltung, zur Entschärfung der Situation beizutragen.

Durch die Sensorik (Kameras und Kontaktschleifen im Boden) könne man aber feststellen, dass das Rotlicht häufig missachtet worden sei. „Jeder hätte einen Unfall verursachen können“, stellt Wiebels fest.

Durch die neuen Starenkästen dürften sich nun diejenigen im Recht sehen, die schon von Beginn an gegen den Abriss der Rampen und Hochbrücken argumentiert hatten, denn dabei hat es sich um die sicherste, aber auch schnellste Lösung gehandelt.