Neuer Radschnellweg in Mülheim muss teilgesperrt werden

Unterwegs mit selbst gebauten Schopper-Rädern auf dem neuen Radschnellweg in Mülheim: (v.l.) Maik Schaper, Matthias Scheidig und Uta Kirsch.
Unterwegs mit selbst gebauten Schopper-Rädern auf dem neuen Radschnellweg in Mülheim: (v.l.) Maik Schaper, Matthias Scheidig und Uta Kirsch.
Foto: Foto: Thomas Mader
Was wir bereits wissen
In Teilbereichen muss der neue Radschnellweg auf dem Weg zum Hauptbahnhof Mülheim zwischenzeitlich noch mal gesperrt werden. Es laufen Restarbeiten.

Mülheim.. Seit einer Woche nun setzt das erste „echte“ Teilstück des Radschnellweges Ruhr in Mülheim bundesweit Ausrufezeichen in Sachen Zukunft der Mobilität. Derweil arbeitet der projektverantwortliche Regionalverband Ruhr (RVR) noch die letzten Hausaufgaben am Rande der Strecke ab. Noch nicht alles konnte bis zum Auftaktradeln mit NRW-Verkehrsminister Michael Groschek fertiggestellt werden.

Etwa an der Zuwegung an der Geitlingstraße in Heißen. Hier, so berichtet RVR-Projektleiter Christoph Haep, stehen noch Arbeiten am Bahnübergang aus. Bis spätestens zum Frühjahr 2016, so die Hoffnung, sollen dort Platten eingebaut sein, die eine barrierefreie Querung der Schienen ermöglichen.

Sicherheitsauflagen der Deutschen Bahn

Im weiteren Verlauf der Strecke, zwischen blauer Brücke und Hauptbahnhof, muss der RVR noch relativ spät erteilte Auflagen der Deutschen Bahn erfüllen. Dort, wo der Radweg direkt neben der Hauptbahnstrecke verläuft und nur durch einen Gitterzaun von dieser getrennt ist, sind noch Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

An insgesamt fünf Stellen, so ­Haep, sind sogenannte Kettenwerke der Bahn so zu sichern, dass im Notfall herabstürzende Oberleitungen nicht Nutzer des Radschnellweges gefährden. Jeweils mit einer Art Pergola sind entsprechende Stellen zu unterbauen. An einer Stelle ist dies schon geschehen, vier weitere Baustellen will der RVR bis Januar abarbeiten. Für die Zeit der Bauarbeiten, bedauert Haep, seien betroffene Teilstücke leider aus Sicherheitsgründen zu sperren. In einem Bereich stehen nach der Fertigstellung auch noch Pflasterarbeiten an.

Vorerst stehen keine Mittel für Beleuchtung zur Verfügung

Eine weitere Frage, die sich Radfahrern, die die Strecke bereits unter die Räder genommen haben, gestellt hat: Wird es noch eine Beleuchtung geben, damit man auch bei frühem Arbeitsbeginn oder spätem Feierabend noch über den Schnellweg nach Hause findet? Für eine Ausleuchtung, muss ­Haep enttäuschen, standen bislang keine Fördergelder bereit, im weiteren Ausbau ist sie angedacht. Zwischen Stadtgrenze Essen bis zu Mülheims Hauptbahnhof ist aber rechts und links des Weges ein reflektierender Streifen aufgebracht. Wer Licht am Rad habe, „kann sich da gut orientieren“, so Haep. „Schwierig wird es natürlich, wenn es in Strömen regnet oder schneit.“ Winterdienst wird es auch nicht geben.

Insgesamt ist die Projektleitung beim RVR dieser Tage rundum zufrieden, da die erste Referenzstrecke für den Radschnellweg Ruhr, der einmal von Duisburg bis Hamm reichen soll, freigegeben ist. „Die Akzeptanz ist sehr hoch, der Bedarf war schon in der Bauphase schwer zu merken“, so Haep. Hoffnung auf einen zügigen Weiterbau machte unlängst das Verkehrsministerium: Ende 2017 soll er an der Stadtgrenze Duisburg angelangt sein.