Neue Boule-Anlage im Witthausbusch in Mülheim eröffnet

Die Boule-Anlage im Witthausbusch wurde am Mittwoch gleich einem Praxistest unterzogen.
Die Boule-Anlage im Witthausbusch wurde am Mittwoch gleich einem Praxistest unterzogen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Im Witthausbusch ist dank Bürgerengagement und Spenden eine neue Boule-Anlage eingeweiht worden. „Ela“ hatte das Projekt um ein Jahr zurückgeworfen.

Holthausen.. Eigentlich sollte die Boule-Anlage im Witthausbusch im Sommer 2014 fertig werden. Doch Sturm Ela durchkreuzte alle Pläne. Zunächst habe man noch gehofft, alsbald weiter machen zu können, „deshalb haben wir am 12. Juni auch noch die Bezirksvertreter informiert“, so Martina Ellerwald, Leiterin des Mülheimer Sportservices (MSS), doch dann war klar: Die Schäden sind immens, das Aufräumen wird Monate dauern. Die Boulefreunde also mussten warten. Am Mittwochabend aber, knapp ein Jahr später als vorgesehen, konnte endlich Einweihung gefeiert werden.

Die Idee, nahe des Spielplatzes am Arche-Park, Boule anzubieten – bzw. Pétanque, wie die Profis sagen –, kam im Herbst 2013 von der Bürgerstiftung Mülheim. Die Mitarbeiter vom MSS waren sofort begeistert, berichtet Ellerwald, ebenso die vom Amt für Grünflächenmanagement.

Wer aber sollte es richten? Vielleicht ein paar versierte Mitglieder des SV-Siemens Mülheim, die schon früher in Eigenregie eine Sportstätte in Duisburg errichtet hatten? Man fragte an, und siehe da: Die Bereitschaft war groß. Zumal die Bürgerstiftung signalisierte, die Arbeitsstunden zu begleichen. „Wir haben zwar nicht so viel bezahlt wie für einen professionellen Unternehmer“, so Vorstandsmitglied Wilfried Cleven. Doch rund 3000 Euro habe die Anlage die Stiftung schon gekostet. Das Material in Höhe von etwa 1000 Euro sponserte das Baustoffzentrum Harbecke.

Menschen jeden Alters können zur Kugel greifen

Entstanden ist eine etwa vier mal 15 Meter große Anlage mit sandigem, aber ebenem Untergrund, die von Holzbanden umgeben ist. Dort, so sagt Martina Ellerwald, können ab sofort Menschen jeden Alters zur Kugel greifen. Wer keine eigenen hat, kann diese unentgeltlich – gegen Abgabe eines Pfandes – am Kiosk des Arche-Parks ausleihen, zusammen mit einer Anleitung für das Spiel.

Wilfried Cleven will die Bahn auch selbst mal nutzen, „ich bin ja oft mit meiner Enkelin im Witthausbusch und das ist doch eine schöne Entspannung“. Er hofft, dass auch andere Großeltern oder Eltern die Anlage annehmen werden, „das kann die Aufenthaltsqualität dort vergrößern“. Mit einem Auge beim spielenden Kind könnten die Älteren sich selbst vergnüglich betätigen: „Man bewegt sich ohne Verletzungsgefahr und lernt dabei prima Leute kennen.“

Bürger haben für Bürger die Anlage errichtet; am Mittwoch wurde sie der Öffentlichkeit übergeben. Damit nicht vergessen wird, wer sich dort engagiert hat, wurde ein Schild aufgestellt. Das verkündet nun auf ewig stolz, was in Gemeinschaft alles erreicht werden kann.