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Netzwerk fordert Ausstieg

17.08.2009 | 06:01 Uhr

Das Netzwerk Mülheimer Bürger gegen Fluglärm registriert nach eigenen Angaben täglich mehr Beschwerden über zunehmenden Schulflugverkehr am Flughafen Essen-Mülheim.

Von den 50 000 Flugbewegungen im Jahr würden die meisten von Flugschulen und Hobbyfliegern in Anspruch genommen, hieß es. Auch weitere Flugaktivitäten wie die Hubschrauberflüge sowie der Start der Düsenjets würden die Bürger verärgern.

So würden im Schulflugverkehr ständig Platzrunden geflogen und zum Teil würden die Mindestflughöhen nicht eingehalten. Auch nehme das Beschwerdemanagement des Flughafens nicht alle Beschwerden bzw. weiterleiten, will das Netzwerk erfahren haben.

Auf Essener Seite gebe es bereits einen parteiübergreifenden Flughafenkonsens: Die OB-Kandidaten der großen Parteien, so das Netzwerk, hätten sich übereinstimmend bei einer Diskussion in Kettwig gegen einen Geschäftsflughafen und einen Düsenflugbetrieb ausgesprochen.

Das Netzwerk Mülheimer Bürger appelliert an den zukünftigen Stadtrat, ein Ausstiegsszenario für den Flughafenbetrieb zu entwickeln. Gefordert wird gleichzeitig ein Masterplan für eine alternative Nutzung des Geländes in Anlehnung an den vorgesehenen Büro- und Gewerbepark.

Ein interkommunaler Technologie-Park, so wird vorgeschlagen, könne in Zusammenarbeit mit heimischen Energieversorgern, der Uni Duisburg und der neuen FH in Mülheim entwickelt werden.

Das Netzwerk bewertet Urteile des LG Duisburg und des OLG Düsseldorf dergestalt, dass der Landeplatz jederzeit geschlossen werden könnte, sofern die Rechte des Aeroclubs aus dem Erbpachtvertrag nicht beschnitten würden.

WAZ-Redaktion Mülheim

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Kommentare
18.08.2009
11:48
Netzwerk fordert Ausstieg
von julius7 | #19

@17

erstmal sorry für die scharfen worte gestern nacht.

ich teile ihre meinung, dass man sicherlich auch arrangements bezgl. des flughafens treffen kann, dann kommen tatsächlich weit mehr lösungen in betracht und darüber muss man offen diskutieren dürfen.

in diese diskussion sollten dann auch die tatsächlichen wirtschaftsdaten des flughafens einfließen. ist es wirklich ein zuschussbetrieb? ich höre von verschiedenen seiten immer wieder, es bestehe ein ausgleichsbedarf i.h.v. 500 t€, dem allerdings ca. 2 mio € gewerbesteuereinnahmen entgegenstehen. sollten die zahlen nur in etwa stimmen, wäre die halbe mio. eine glänzende investition.

unter einbeziehung der verschiedenen interessengruppen muss eine faire lösung gefunden werden, die weder in einem 24-stunden-betrieb mit internationalem luftverkehr liegen kann, noch in einer schließung des FEM.

ich habe subjektiv immer noch den eindruck, dass der meiste fluglärm über düsseldorf kommt.
nicht wünschenswert, was passieren könnte, wenn die in mh noch tiefer fliegen weil sie kein kleinflughafen mehr daran hindert.

18.08.2009
08:37
Netzwerk fordert Ausstieg
von AdalbertHummel | #18

Der Flugplatz ist nicht nur ein Problem der Anwohner.
Hier ist ein Zuschussbetrieb auf Kosten der Stadt entstanden. Subventionierter Privatflugbetrieb und wir alle zahlen die Zeche.
Außerdem ist die Platznutzung eine gigantische Verschwendung von Raum, indem sich Gewerbesteuer zahlende Unternehmen ansiedeln könnten.
Aber da werden lieber die Hobbys der Reichen und ihrer Söhne mit städtischen Mitteln gefördert.
Die Partei der Besser-verdienenden hilft.

18.08.2009
08:06
Netzwerk fordert Ausstieg
von MichaelF | #17

Na, beim Flughafen gibt es auch mehr Alternativen: ohne/mit Düse, ohne/mit Hubschrauberübungsflüge, ......

Bei der FDP habe ich in Bezug auf den Flughafen vier Probleme:
a) Man kündigt einen Bürgerentscheid für die 1. Jahreshälfte 2009 an und ist nicht einmal in der Lage eine zufriedenstellende Frage zu formulieren.

b) In die Diskussion bringt man die eigentlich gute Idee ein, den Lärm des Geschäftsflugverkehrs durch Unterbindung anderer Nutzungen (Hubschrauberübungsflüge, etc.) zu kompensieren. Leider wird diese Diskussion, die möglicherweise kompromissfähig wäre, nicht weiter verfolgt.

c) Man glaubt wahrscheinlich zu blauäugig Herrn Wüllenkemper. Mal abgesehen von den geringen Mitbstimmungungsrechten der Mitarbeiter in dieser Firma, was auch die SPD in ein merkwürdiges Licht rückt. Un dunterm Strich hätte Herr Wüllenkemper nur Arbeitsplätz von Köln nach MH auf Kosten der derzeitigen Mitarbeiter verschoben.

d) Normalerweise ist die FDP für eine freie Marktwirtschaft und gegen Subventionen. Am Flughafen wird diese Maxim ausgeblendet, obwohl es betriebswirtschaftlich keine Chance gibt, den Flughafen mit Düsengeschäftsflug in die Gewinnzone zu bringen.

Offensichtlich sucht die FDP in MH ein dringendes Wahlkampfthema.

17.08.2009
23:52
Netzwerk fordert Ausstieg
von julius7 | #16

@15
vergleichen sie doch mal allein die anzahl der alternativen bei der eu-wahl (der stimmzettel war sehr lang) und die alternativmeinungen zum flughafen (dagegen, dafür und neutral)!

vielleicht fällt ihnen jetzt auf, dass ihr provokationsversuch einfach nur lächerlich und blödsinnig ist?

17.08.2009
20:31
Netzwerk fordert Ausstieg
von MichaelF. | #15

@ Julius
Die FDP hatte bei der Europawahl 2009 auch nur 6575 Wähler. Darf ich daraus folgern, dass den anderen Wählern in Mh, die Politik der FDP gleichgültig ist????? Ihre selbstgebaute Logik ist einmalig - eben ne freie Logig - eben FDP

17.08.2009
18:08
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von julius7 | #14

6.000?
oha, das sind ja faasst 4 % der mülheimer bürger!

darf ich daraus folgern, dass den anderen 96% das thema gleichgültig ist oder sie sogar
für einen flughafenausbau sind?

vielleicht ist es auch an der zeit, unterschriften gegen die flughafenausbremser zu sammeln?

@reinera

es ist in meinen augen nicht unbedeutend, dass hier nur eine handvoll selbsternannter weltverbesserer stimmungsmache betreibt und kleine teile der bevölkerung hinter sich bringt. und wer kann denn heute noch nachvollziehen, mit welchen aussagen das gros der unterschriften eingeholt wurde?
ich wähle dieses mal die fdp.

17.08.2009
17:18
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von Sommerloch | #13

@ Julius7
Über 6000 namentlich bekannte Unterschriften und Eingaben gegen den Airbus-Bebauungsplan machen deutlich, dass die Zahl der verärgerten Bürger nicht so klein ist, wie sie es gerne hätten.

17.08.2009
16:56
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von HarryW | #12

Was stimmt denn nun? Muss der Flugplatz bis 2034 offen bleiben oder müssen nur die Erbbaurechte für den Aeroclub beachtet werden? Es gibt Urteile und Flughafengegner erzählen was anderes als Befürworter. Wenn die WAZ schon ständig über dieses Sommerlochthema berichten muss, dann könnte sie zumindest mal diese Frage recherchieren.

17.08.2009
16:17
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von geniculatum | #11

nun aber wo sollen die armen lärmgeplagten Bewohner der Flughafensiedlung denn hin ??
In die Stadt hm ach nee da ist z viel Lärm
in eine Nebenstraße ach nee da sind ja wohlmöglich Spielplätze
in der anderen Straße ach nee da ist ne Schule....

vielleicht auf den Friedhof.... aber ach nee da ist ja das geläute der Glocken....
alle die dort oben wohnen wußten das dort ein Flughafen ist also nich beschweren über die D..heit das sie dahingezogen sind ohne das zu berücksichtigen.

17.08.2009
15:35
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von reinera | #10

Lieber Julius 7
es ist doch unwichtig, wie viele Menschen durch den Flugbetrieb des Verkehrslandeplatzes belästigt werden. Es reicht, wenn nur einer belästigt ist! Da der Landeplatz Essen/Mülheim weit überwiegend nur Privatinteressen dient, fehlt ihm jegliche Legitimation, die öffentlichen Gelder abzuziehen und die Bevölkerung (in Essen) und einen Menschen in Mülheim mit Fluglärm zuzumüllen. Und eine Legitimation dazu kommt er auch nicht durch ein Bürgerbegehren. Dazu sind andere Instrumente notwendig, nur die meidet Herr Eisman wie der Teufel das Weihwasser. Und was das Interesse der WAZ - wegen des angesprochenen Konjunktives - auf sich hat, sieht man ja am Aufkleber des Zeppelins Ihres Unternehmers des Jahres.

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