Nachwuchsjournalisten geehrt
30.06.2012 | 11:59 Uhr 2012-06-30T11:59:00+0200
Mülheim. Wer räumt die Preise ab? Wo einst die Loks ruhten, lag gestern eine knisternde Spannung in der Luft: Die besten „Nachwuchsjournalisten“ des Projektes „Zeitung und Schule“ (Zeus) sind im Ringlokschuppen feierlich mit dem Zeus-Award ausgezeichnet worden. Auch Mülheimer waren nominiert.
Blitzende Kameras, tosender Applaus und anerkennende Jubelrufe – im abgedunkelten Saal des Ringlokschuppens war Feierstimmung angesagt. Schüler, Lehrer, Eltern, Journalisten und Sponsoren waren aus dem ganzen Ruhrgebiet, dem Sauer- und Siegerland nach Mülheim gereist, um die besten Zeus-Autoren des Schuljahrs 2011/2012 zu ehren.
Bei Zeus, dem medienpädagogischen Projekt der WAZ Mediengruppe, werden aus Schülern ab der achten Klasse Reporter. Sie durchstöbern die Tageszeitung, blicken hinter die Kulissen der Redaktionen, entdecken die Tricks der Redakteure und machen als Zeus-Reporter Jagd auf spannende Nachrichten.
Große öffentliche Plattform
Und das mit Erfolg, wie Projektleiter Harald Heuer gestern bei der feierlichen Preisverleihung betonte. „Ihr habt etwas zu sagen und Zeus verschafft euch eine große öffentliche Plattform“, richtete er das Wort an die Schüler. „Wir trauen euch etwas zu und werden dafür oft belohnt mit tollen Artikeln und interessanten Themen.“
Mehr als 45.000 Schüler hatten im Schuljahr 2011/12 eifrig recherchiert, fotografiert und in die Tasten gehauen. Rund 5200 Beiträge kamen in der Zeus-Redaktion in Essen an. Und auch die Mülheimer waren eifrig mit von der Partie: 1600 Schüler aus 54 Klassen und 14 Schulen sorgten im Herbst vergangenen Jahres für gut gefüllte Zeus-Seiten in der WAZ und im Online-Portal DerWesten.
Insgesamt 70 Texte und Bilder in sechs verschiedenen Kategorien nominierten die Zeus-Redakteure für den Zeus-Award. „So viele wie noch nie“, sagte Heuer. Auch drei Mülheimer schafften die erste Hürde in Richtung Auszeichnung: Christopher Nix aus der 8d der Willy-Brandt-Gesamtschule gelang die Nominierung in der Kategorie „Bestes Bild“. Für seinen Bericht „Von Dinslaken nach Düsseldorf in zehn Minuten“ hatte er ein Foto aus dem Cockpit eines kleinen Motorflugzeugs geschossen. Mit ihrer bunten Geschichte „En garde?!“ über den Fechtsport waren Jan Henke und Yannick Hein aus der 8b der Otto-Pankok-Schule in der Kategorie „Zeus auf Schalke“ nominiert.
Jury kam ins Schwitzen
Letztendlich jedoch räumten andere die Preise ab. Schüler aus Lünen, Dortmund, Gladbeck, Arnsberg, Oberhausen, Essen und Hemer freuen sich über Urkunden sowie iPad, iPod, Einkaufs-, Reise- und andere Gutscheine. Die Jury – bestehend aus den Chefredaktionen der vier Zeitungstitel WAZ, NRZ, WP, WR und Sponsoren – „musste richtig schwitzen, um die besten der besten Beiträge auszusuchen“, so Heuer.
Den Respekt der Jury hatten aber alle Zeus-Reporter sicher, egal ob sie gestern ausgezeichnet wurden oder nicht. „Das beste Lob für einen Reporter ist, dass sein Artikel gelesen wird“, sagte Ivonne Peters vom Zeus-Team. „Und die Zeus-Seiten werden von Menschen aller Altersgruppen gelesen.“
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"Nachwuchsjournalisten" oder "Abnickjournalisten?"