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Karneval

Nachwuchs-Jecken begeistern bei Seniorensitzung in Mülheim

21.02.2011 | 19:28 Uhr
Nachwuchs-Jecken begeistern bei Seniorensitzung in Mülheim
Narretei verbindet die Generationen: Nicht nur diese „närrischen Teufelsweiber“ erlebten die 40. Seniorensitzung im Theatersaal der Stadthalle als ein himmlisches Vergnügen. Foto: Roy Glisson / WazFotoPool

Mülheim.   Jung und Alt zusammenbringen - das gelang bei der 40. Seniorensitzung der Mülheimer Karnevalisten. Über 1000 reife Jecken feierten im Theatersaal der Stadthalle gemeinsam bei Tanz und Gesang mit dem Karnevalsnachwuchs.

Es gibt ja Leute, die Karneval für Zirkus halten. Aber Zirkus kann ja im besten Falle auch sehr unterhaltsam sein. Und so hieß es gestern bei der 40. Seniorensitzung der Mülheimer Karnevalisten : „Manege frei für die gute Laune.“ Heino Passmann und Josephine Stachelhaus führten als Zirkusdirektor und als Clownsfrau durch ein buntes Programm mit Musik, Tanz und Parodie. Die mehr als 1000 reifen Jecken , von denen sich einige zur Feier des närrischen Tages sogar kostümiert hatten, hielten sich an den Rat von Chefkarnevalist Heiner Jansen: „Wenn Sorgen vorhanden sein sollten, vergessen Sie sie einfach für die nächsten vier Stunden.“

Mülheim närrisch

Vor allem die Kindertollitäten hatten bei den Senioren ein Heimspiel: „Vor so vielen Leuten aufzutreten und zu singen, ist echt beeindruckend“, gab Kinderprinz Yannik zu und brauchte nicht lange zur Schunkelrunde zu bitten. Bei „Es gibt kein Bier auf Hawai“ und: „Der schönste Platz ist immer an der Theke“ sangen alle mit. Dabei war der schönste Platz gestern natürlich im Theatersaal der Stadthalle.

Nachwuchs mit Garde- und Showtänzen

Dafür sorgte nicht zuletzt der Tanznachwuchs der Karnevalsgesellschaften MüKaGe, Blau Weiß und Düse, der mit seinen Garde- und Showtänzen zwischen „Murder on the Dance floor“ und Mary Poppins auf der großen Stadthallenbühne choreografisch mal aufs Ganze gehen konnte.

Das taten auch Teufelsweib Tilly Meester und die beiden Lausbuben Manfred und Uwe, indem sie die Lachmuskel ihres jecken Publikums kräftig kitzelten. „Der Mann trägt eine Waschmaschinentrommel vor sich her. Und sein Abwasserschlauch ist leider viel zu kurz“, lästerte Tilly über ihren Göttergatten.

Extra närrisch

Und die beiden Lausbuben stimmten unter anderem eine Rentnerhymne mit dem Refrain an: „Dann haben wir umsonst geklebt.“ Ihre musikalisch-politische Forderung: „Wir wollen keine Riesterrente. Wir wollen die Rente von Riester haben, damit wir am Ende auch den Grabstein zahlen können.“ Humor ist eben, wenn man trotzdem lacht.

Thomas Emons

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Kommentare
22.02.2011
10:56
Narretei verbindet die Generationen
von baumjohann | #3

Karneval ist wenn man trotzdem lacht, Sportsfreund!

22.02.2011
10:52
Narretei verbindet die Generationen
von Kajovo | #2

wie tief hängt eigentlich ihre Gürtellinie?

22.02.2011
09:34
Narretei verbindet die Generationen
von baumjohann | #1

Gutes Bild, mit Altmachfilter versehen. Passend, symbolisch für unsere alte Stadt, in der uralte Bäume gefällt werden, damit die Uralten mit ihren Rollatoren flanieren gehen, äh, fahren können...

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