MWB plant mit Pflegedienst neues Begegnungszentrum in Heißen

Nicht nur in der Urlaubszeit ist es praktisch, wenn andere Hausbewohner helfen und nach dem Rechten sehen.
Nicht nur in der Urlaubszeit ist es praktisch, wenn andere Hausbewohner helfen und nach dem Rechten sehen.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
MWB plant mit einem ambulanten Pflegedienst ein neues Begegnungszentrum in Heißen. Servicekraft soll Bewohner unterstützen. Eröffnung wohl Ende 2016.

Mülheim.. Nachbarschaftshilfe: ideal, wenn sie von alleine funktioniert, aber sicher ist das in Mietshäusern von heute nicht. Die Mülheimer Wohnungsbau-Genossenschaft MWB hilft ihren 8500 Mitgliedern daher mit verschiedenen Angeboten auf die Sprünge. Das neueste Projekt wurde jetzt durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Wilfried Cleven und Sozialarbeiter Peter Behmenburg präsentiert: In Heißen soll eine Begegnungsstätte mit professionellem Personal entstehen.

Dies berichteten beide am Freitag im Büro des Vereins Mülheimer Nachbarschaft, der zum Tag der offenen Tür geladen hatte. Der 2009 gegründete Verein, ebenfalls eine MWB-Initiative mit 262 Mitgliedern, bietet unter Einbindung von Kooperationspartnern kleinere Dienstleistungen an sowie ein offenes Veranstaltungsprogramm.

Zusammenarbeit mit Dienst „Pflege zu Hause“

Bei dem geplanten Begegnungszentrum arbeitet die MWB als Bauherrin zusammen mit dem ambulanten Dienst „Pflege zu Hause“, für den Peter Behmenburg tätig ist. Der Standort Heißen wurde bewusst gewählt: Hier hat MWB mehr als 760 Wohnungen, 56 Prozent der Menschen, die dort leben, sind älter als sechzig. An der Buggenbeck ist übrigens auch der betagteste MWB-Mieter zu Hause, ein Herr jenseits der 100. Behmenburg erklärt: „Wir haben beide ein Interesse daran, dass Leute lange in ihrer Wohnung bleiben. Es sind ja auch die einfachsten Mieter.“

Details würden seit einem Jahr in einer Projektgruppe vorbereitet. Eine zusätzliche Sozialarbeiterin wurde bereits eingestellt. Auch, um die Bewohner schon im Vorfeld mit einzubinden und ihre Bedürfnisse zu berücksichtigen. „Die Steine sind das eine“, sagt Behmenburg, „die Beteiligung muss aber schon viel früher einsetzen.“

Errichtet werden könnte das Zentrum beispielsweise an der Fichte-/Hingbergstraße, sicher ist dies noch nicht. Jedenfalls wird es ebenerdig und barrierefrei gebaut. Täglich von 7 Uhr bis abends soll es mit einer Servicekraft besetzt sein, die vor allem Senioren in Alltagssituationen entlasten kann. Nach jetzigem Stand könnte Ende 2016 in Heißen Eröffnung gefeiert werden.

Als weiteren Schwerpunkt in Sachen Nachbarschaft hebt MWB die mittlerweile komplett vermieteten Gartenhöfe in Saarn hervor. Sie sind ein Vorzeigeprojekt für mehrere Generationen und verfügen über einen Gemeinschaftsraum, in dem es ab Juli nicht nur die monatliche Frühstücksreihe, sondern auch Vorträge geben soll.

Wilfried Cleven betont: „Wir machen gute Erfahrungen im Zusammenleben von Jung und Alt und möchten solche Wohnformen auch künftig fortführen.“