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Mutiger Eingriff

16.09.2009 | 21:00 Uhr

Das evangelische Krankenhaus bringt einzelne Stationen auf den neuesten Stand. Dafür investiert es in den nächsten drei Jahren rund 22 Millionen Euro.

Neue Zimmer, neue Gynäkologie, neue Innere Abteilung und eine zusätzliche Intensivstation – für insgesamt 22 Millionen Euro bringt das evangelische Krankenhaus (EKM) seine Stationen und Operationssäle auf den neuesten Stand. Das bestätigte EKM-Geschäftsführer Volker Feldkamp gestern im Gespräch mit der NRZ.

Für die Millioneninvestition wächst zum einen der vierstöckige Vorbau zur Wertgasse um zwei zusätzliche Etagen. Zum anderen wird das veraltete Haus C im Innenhof des Krankenhauses abgerissen und durch einen fünfstöckigen Neubau ersetzt. Den Baubeginn datiert Feldkamp „mit etwas Glück” auf frühestens Mai 2010, „wir bereiten gerade die Bauanträge vor”.

Bis Herbst 2012 soll dann das Krankenhaus am Rande der Altstadt seine Verjüngungskur bekommen haben. Das Hauptgebäude A stamme aus den 70er-Jahren und sei einfach nicht mehr zeitgemäß, so Feldkamp. Heißt: nicht groß und teilweise nicht komfortabel genug.

Das soll sich ändern. Mit Abschluss der Bauarbeiten solle beispielsweise jedes Zimmer mit einem Badezimmer ausgestattet sein. Einige Drei-Bett-Zimmer müssten deshalb vergrößert werden, so Feldkamp. Dazu seien die zwei zusätzlichen Etagen und der Neubau unter anderem notwendig.

Auf die neu gewonnene Fläche sollen am Ende auch insgesamt 60 Betten neu verteilt werden, die momentan in den Häusern D und F untergebracht sind. „Diese Häuser könnten dann anders genutzt werden”, schlägt Feldkamp vor. Auch zusätzliche Arztpraxen sind für den Geschäftsführer durchaus denkbar. Derzeit behandeln schon insgesamt 15 niederglassene Ärzte im evangelischen Krankenhaus ihre Patienten.

Einen Teil der 22 Millionen bringt das EKM selbst auf. Der Rest werde finanziert, erklärt Feldkamp, ohne genauer zu werden.

Eine mutige „Operation” in Zeiten der Krise. Mutig ja, aber auch genau richtig in dieser Zeit, findet der EKM-Geschäftsführer. „Uns geben schließlich unsere Patienten Recht, die zu uns kommen. Deshalb sind wir es ihnen auch schuldig, den besten medizinischen Standard zu liefern.” Mit diesem finanziellen Vorstoß wolle man sich auch langfristig am Markt etablieren. Einen Personalanstieg bringt das Quadratmeterwachstum indes nicht mit sich. Vielmehr sei man in der komfortablen Lage, die Arbeitsplätze der mehr als 1200 Mitarbeiter sichern zu können, so Feldkamp.

Philipp ORTMANN

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17.01.2009
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17.01.2009
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