Musik fördert das Denkvermögen

Das Becherstapeln (englisch: Stacking) fördert die Koordination von Auge und Hand und verbindet beide Gehirnhälften miteinander.
Das Becherstapeln (englisch: Stacking) fördert die Koordination von Auge und Hand und verbindet beide Gehirnhälften miteinander.
Foto: WAZ FotoPool
Die Mülheimer Schildbergschule setzt auf Bewegungsförderung und Gesundheitserziehung. Christliche Werte werden vermittelt.

Mülheim.. Musik geht nicht nur zu Herzen, sie wirkt auch im Kopf. Wer ein Instrument spielt, schult seine Motorik und sein Denkvermögen. Wer singt, kräftigt auch das Selbstbewusstsein. An der Schildbergschule wird auf die musikalische Erziehung deshalb viel Wert gelegt. Zwei Stunden Musikunterricht pro Woche sind Standard, eine ausgebildete Musiklehrerin singt und musiziert mit den Schülern – im schuleigenen Musikraum. Im Rahmen des Jeki-Projektes können die Kinder ein Instrument erlernen, die Oberdümptener Schüler beteiligen sich außerdem an außerschulischen Musikprojekten wie „Klasse, wir singen!“ oder „Carol singing“.

„Wichtig ist uns darüber hinaus auch die Gesundheitserziehung. Dazu zählen Bewegungsförderung und Sport ebenso wie Hinweise zur gesunden Ernährung“, erklärt Schulleiter Andreas Illigen. Seine Schule kooperiert zudem mit der AOK, zwei Patenärzte (Kinderarzt, Gynäkologin) stehen Eltern als Ansprechpartner zur Verfügung und halten Informationsvorträge. Kinder ans Laufen, Hüpfen und Springen bringen soll die „Bewegte Pause“: Die Schüler können Spielgeräte für den Pausenhof ausleihen und auf dem schönen Außengelände samt Kletterparcours richtig herumtoben. Viertklässler organisieren die gesamte Ausleihe.

Dritter Schwerpunkt am Schildberg: die christlich-katholische Erziehung. „Wir leben den christlichen Jahreskreis mit allen seinen Festen intensiv“, so der Rektor. Die Schule ist die katholische Grundschule des Mülheimer Nordens, 60 Prozent der Kinder kommen aus katholischen Familien. Man kooperiert mit der benachbarten Gemeinde St. Barbara und mit der Caritas, die auch den Offenen Ganztag an der Schule trägt.

Auch die Lehrer und Lehrerinnen bilden sich immer weiter. Sie werden beispielsweise im Rahmen des „Ruhr-Futur“-Programms von externen Schulentwicklern begleitet, entwickeln gemeinsam den Unterricht weiter, damit sie den heterogenen Lerngruppen (Klassen) gerecht werden können. „Förderung findet bei uns hauptsächlich im Unterricht statt und weniger in Extrastunden. Wir wenden dabei Lernformen an, von denen alle Kinder profitieren“, erläutert Andreas Illigen. Im Klassenverband (mit seinen zwei Klassenlehrern) finde auch das soziale Lernen statt.

Was die Grundschule leisten muss? „Neben der Vermittlung von Fachwissen muss sie die Selbstkompetenz der Kinder stärken – und sie als ganze Menschen sehen“, so der Schulleiter. Lernen finde schließlich mit allen Sinnen statt – nicht nur mit dem Kopf.

Als „absolutes Pfund“ bewertet Illigen die Eltern seiner Schützlinge. „Unsere Eltern arbeiten wirklich in allen Bereichen mit und unser Förderverein ist ebenfalls sehr rege“, freut er sich. Den Familien zuliebe fährt man am Schildberg ein etwas anderes Ganztagskonzept als an anderen Schulen. Es gibt wesentlich weniger OGS-Plätze (bis 16 Uhr) als Plätze in der Verlässlichen Betreuung bis 13/14 Uhr. „Das entspricht einfach dem Elternwunsch.“

Von Tanzen bis Stacking

Lernen bedeutet nicht nur Matheaufgaben zu lösen, Diktate zu schreiben, Texte zu entziffern. An der Schildbergschule gibt es auch zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, in denen Kinder sich weiterbilden können und dabei nicht am Tisch sitzen bleiben müssen. In der Ball- oder der Tanz-AG können sie sich austoben, in der Musical-AG schauspielerisches Talent beweisen, in der Technik-AG kräftig tüfteln und in der Stacking-AG ihre Schnelligkeit und Koordinationsfähigkeit verbessern.

Ganz besondere Prüfungen können die Viertklässler ablegen: Sie können den Internetführerschein erwerben, das Schwimmabzeichen machen oder sich den Ernährungsführerschein sichern.

Unter den Schildberg-Kids gibt es außerdem viele Bücherwürmer. Denn: Die Schülerbücherei umfasst rund 2000 Bücher, die ausgeliehen werden können. „Als die Stadtteilbücherei in Dümpten vor etwa 15 Jahren geschlossen wurde, haben wir angefangen unsere Bücherei auszubauen. Sie ist mittlerweile groß geworden und wird rege genutzt“, berichtet Schulleiter Andreas Illigen.

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