Mülheims Straßenbahnen sollen leiser werden

Zwei Niederflurbahnen sind bereits mit der „Schienenkopfbehandlungsanlage“ ausgestattet. In Betrieb ist sie aber noch nicht. Foto:Oliver Müller
Zwei Niederflurbahnen sind bereits mit der „Schienenkopfbehandlungsanlage“ ausgestattet. In Betrieb ist sie aber noch nicht. Foto:Oliver Müller
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Was wir bereits wissen
Mülheims Straßenbahnen sollen leiser werden. Das Quietschen in Kurven kann durch ein Sprühsystem reduziert werden, sagt die MVG.

Mülheim.. Quietschende Straßenbahnen nerven gerade in den Abendstunden viele Anwohner. Ein Problem, mit dem sich alle Verkehrsunternehmen in deutschen Großstädten auseinandersetzen. Auch die Mülheimer Verkehrsgesellschaft. Sie will ihre neuen Niederflurstraßenbahnen mit einer Technik ausstatten, die solche Geräusche verhindern sollen.

Schienenkopfbehandlungsanlage – so heißt die Konstruktion. Dahinter verbirgt sich eine Sprühdüse, die unter der Straßenbahn angebracht ist. Aus ihr kommt Schmierstoff, der auf die Gleise aufgetragen wird. Die Folge: Das Quietschen fällt weg. Schon zwei der bereits vorhandenen Niederflurbahnen sind mit dieser Anlage ausgestattet. Es sollen weitere vier dazukommen, erklärt MVG-Sprecher Olaf Frei. Allerdings gibt es einen Haken: Die Software, über die die Anlage gesteuert wird, befindet sich noch in der Entwicklung, so Frei. Einen Termin, wann die Anlage in Betrieb genommen werden kann, gibt es noch nicht.

In Essen werden solche Anlagen bereits von der Evag, die mit der MVG im Via-Verbund zusammenarbeitet, genutzt. Sie funktionieren folgendermaßen: Die Düsen werden über das Navigationssystem GPS aktiviert. Die Koordinaten zum Beispiel einer problematischen Kurve werden über das Navigationssystem eingespeichert. Fährt die Bahn dann über diese Stelle, wird die Sprühdüse über Signale aktiviert.