Mülheims Einwohnerzahl ist im vergangenen Jahr gestiegen

Bei der Einbürgerungsfeier im vergangenen Oktober wurden Neubürger von OB Dagmar Mühlenfeld in der Stadthalle begrüßt.
Bei der Einbürgerungsfeier im vergangenen Oktober wurden Neubürger von OB Dagmar Mühlenfeld in der Stadthalle begrüßt.
Foto: Walter Schernstein
Was wir bereits wissen
Die Bevölkerung ist im vergangenen Jahr auf 168.690 Menschen angewachsen. Der Anteil der Bürger nur mit deutscher Staatsbürgerschaft nimmt ab.

Mülheim.. Mülheim ist im vergangenen Jahr gewachsen. Zumindest gemessen an der Einwohnerzahl. 168.690 Menschen lebten 2014 im Stadtgebiet, das waren 491 Personen mehr als noch ein Jahr zuvor, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. „Der Anstieg der Bevölkerungszahl fällt mit einem Plus von 0,3 Prozent recht deutlich aus“, sagte Stadtsprecher Volker Wiebels gegenüber dieser Zeitung.

In den vergangenen Jahren war die Einwohnerzahl der Stadt – bis auf einen leichten Anstieg von 33 Personen im Jahr 2013 – kontinuierlich zurückgegangen. 2002 hatten noch 172.986 Menschen in Mülheim gelebt – also rund 4000 mehr als heute.

Die Ursache für diesen langjährigen Trend bis zum Jahr 2013 sei vor allem im demografischen Wandel zu suchen, so Wiebels. „Mülheim ist vom Durchschnittsalter her die älteste Stadt in Nordrhein-Westfalen, 30 Prozent unserer Einwohner sind über 60 Jahre alt.“ Dementsprechend gebe es einen Sterbeüberschuss – mehr Menschen sterben, als neue geboren werden.

Viele Mülheimer haben eine enge Bindung zu ihrer Stadt

Rückläufig ist vor allem die Zahl der Bürger, die ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Lag sie im Jahr 2002 noch bei 149.363 Menschen (86,3 Prozent aller Mülheimer), sank sie bis zum vergangenen Jahr auf 135.052 (80,1 Prozent). 2013 hatten noch 1127 Deutsche mehr in der Stadt gelebt als 2014.

Dagegen steigt der Anteil der ausländischen Bevölkerung in Mülheim weiter an. 20.351 Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft lebten 2014 in der Stadt (12,1 Prozent der Gesamtbevölkerung). Ein Jahr zuvor waren es 19.260 (11,5 Prozent).

Zudem wächst die Zahl der Deutschen mit doppelter Staatsbürgerschaft laut Statistik um durchschnittlich rund 0,3 Prozentpunkte pro Jahr. Sie machen mit 13.287 Personen inzwischen 7,9 Prozent aller Mülheimer aus (2002 waren es noch 4,1 Prozent). Viele dieser Menschen würden seit Jahren in Mülheim leben, eine starke Bindung zur Stadt aufbauen und irgendwann auch die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen, so Volker Wiebels.

Insgesamt würden sich aber viele Mülheimer Bürger mit ihrer Stadt identifizieren, wie eine Befragung im Jahr 2013 ergeben habe. Wiebels führt dies unter anderem auf die Anstrengungen zurück, um die Stadt attraktiver zu machen. Beispielsweise Stadtentwicklungsprogramme wie die Saarner Kuppe oder das 100-Häuser-Programm, mit dem vor allem junge Familien den Weg nach Mülheim finden sollten.