Mülheims Botschafter mit Big Band Sound

Was wir bereits wissen
In der Luisenschule laufen die Vorbereitungen für eine USA-Tour. Bei der Rundtour durch Michigan gibt die Schüler-Band Konzerte – und trifft Freunde.

Mülheim.. Hoch her ging es im Sommer vergangenen Jahres, als die jungen Musiker aus USA gemeinsam mit der Big Band der Luisenschule die Freilichtbühne vor großem Publikum rockten. Pardon, es waren satter Bigband-Sound, Jazz- und Swingklänge, die durch die laue Abendluft zogen. Für die Mülheimer war der Besuch ein großer Spaß, was auch der Spielfreude der Gäste aus Michigan anzumerken war. Da ein Austauschprogramm nun mal keine Einbahnstraße ist, steht in diesem Jahr der Gegenbesuch in Michigan an.

„Wir stecken vollends in den Vorbereitungen“, erläutert Regina Coupette, Musiklehrerin. Denn vom 29. Juni bis 16. Juli reist die Big Band der Luisenschule nach Illinois und Michigan, USA. Die Vorfreude ist so groß wie das Engagement: „Zurzeit wird fleißig geplant, organisiert und geprobt.“ Ein Projektkurs übernimmt die Organisation und Dokumentation des Austausches. „Flüge für 40 Musiker sind bereits reserviert.“ Der Transport der Instrumente müsse aber noch mit der Airline verhandelt werden. Und größere Instrumenten wie Bariton-Sax oder Drum-Set „können günstiger in Chicago ausgeliehen werden“.

Dringend werden Sponsoren gesucht, beispielsweise für einheitliche Poloshirts

Regina Coupette möchte sich „bei allen bedanken, die uns ihre Unterstützung zukommen lassen, damit auch allen Musikern das Abenteuer Amerika ermöglicht werden kann“. Dringend würden noch Sponsoren gesucht, beispielsweise für einheitliche Poloshirts.

In den Sommerferien gehe es dann nach Chicago, „von da auf eine Rundtour durch Michigan“. Zurück in Chicago, wird die Band der Luisenschule voraussichtlich auch ein Konzert geben, aber ebenso in der Hochburg des Jazz Konzerte hören.

„Wir wohnen in Familien, geben abendlich Konzerte“

Als Botschafter der Stadt Mülheim wird die Big Band der Luisenschule knapp drei Wochen in den verschiedenen Kommunen der USA unterwegs sein. „Wir wohnen in Familien, geben abendlich Konzerte“, so Coupette. Im Vordergrund steht der kulturelle Austausch, „unser Medium ist der Big Band Sound“. Einem Schüler hüpft das Herz ein bisschen höher: Julius Schlicht (9. Klasse) hat wegen seiner besonderen Begabung sogar ein Stipendium für das „Blue Lake Fine Arts Camp 2015“ erhalten, „so dass er nach unserer Tour noch einen 14-tägigen Posaunenkurs in Blue Lake machen wird“.

Über Kontakte des Mülheimer Jazzclubs ist das Austauschprogramm des Blue Lake Art Camps entstanden. Das Camp mit den vielen Holzhäuschen am Twin Lake in Michigan besuchen jährlich tausende Schüler, um in den Ferien Musik, Malerei, Tanzen und Schauspiel zu studieren.