Mülheimerin verirrt sich im Hospital-Innenhof

Nach 20 Uhr sollte man am Evangelischen Krankenhaus keinen anderen Ein- bzw. Ausgang benutzen als den Haupteingang.
Nach 20 Uhr sollte man am Evangelischen Krankenhaus keinen anderen Ein- bzw. Ausgang benutzen als den Haupteingang.
Foto: Monika Kirsch
Was wir bereits wissen
74-jährige Leserin gerät spät abends in den Innenhof des Ev. Krankenhauses und kommt nur mit Mühe wieder hinaus.

Mülheim.. Gefangen zwischen hohen Mauern fand sich Irmgard Witte am vergangenen Freitagabend wieder, als sie das Evangelische Krankenhaus durch einen Seiteneingang verlassen hatte. „Mein Sohn musste an dem Tag – meinem Geburtstag – ins Krankenhaus. Als ich abends gehen wollte, habe ich extra einen Pfleger gefragt, ob ich seitlich noch rauskäme. Der meinte schon, dass das ginge“, berichtet die 74-Jährige.

Dem war aber nicht so: Nachdem Irmgard Witte durch die Tür in den Patientengarten gelangt war, stellte sie fest, dass das Tor zur Schulstraße verschlossen war. Auch der Weg zurück ins Haus war versperrt, die Tür ließ sich nicht mehr öffnen. Mehrere Schellen habe sie gedrückt, um Hilfe zu holen, doch nirgendwo habe jemand reagiert. „Es kann ja nicht sein, dass der Empfang dann nicht mehr besetzt ist oder der Wachdienst nicht reagiert“, meint Irmgard Witte. Ein Handy hatte sie nicht dabei, das hatte sie ihrem kranken Sohn da gelassen. Aus ihrer hilflosen Situation hat sich die Seniorin schließlich selbst befreit: „Ich habe mich an einer bewachsenen Stützmauer hochgezogen, bin immer wieder abgerutscht und war ganz verdreckt.“

Vieles ist noch zu optimieren

Ausgesprochen bedauerlich findet man im Evangelischen Krankenhaus den Vorfall. „Dass Frau Witte in diese Situation geraten ist, tut uns leid“, sagt Stefan Matthes, Sprecher des Krankenhaus-Trägers Ategris. Er habe den Vorfall nachvollzogen – von außen, also noch außerhalb des Tores zum Innenhof, befände sich ein Schild mit dem Hinweis, dass nach 20 Uhr nur der Haupteingang zu nutzen sei. „Eine entsprechende Beschilderung fehlt, wenn man von innen nach außen geht, da wollen wir nachbessern“, so Matthes.

Auch die Schellen habe er betätigt: „Da dauert es lange, bis ein Freizeichen ertönt, außerdem ist das sehr leise – das ist optimierbar.“ Zudem habe Irmgard Witte ausgerechnet eine Tür benutzt, die kürzlich erneuert worden sei und bei der der so genannte Türwächter zur Fluchtwegsicherung bislang fehlt. Die Tür ließ sich also öffnen, ohne dass es registriert worden ist. Matthes: „Auch das wird nachgebessert.“