Mülheimer Waldorfschüler sammeln für Straßenkinder in Kenia

Die 7. Klasse der Mülheimer Waldorfschule verkaufte in den Pausen selbstgebackene Muffins, um Geld für ein Kinderheim in Kenia zu bekommen.
Die 7. Klasse der Mülheimer Waldorfschule verkaufte in den Pausen selbstgebackene Muffins, um Geld für ein Kinderheim in Kenia zu bekommen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die 7. Klasse der Mülheimer Waldorfschule setzt sich ein für den Bau eines Kinderheims in Ost-Kenia.

Mülheim.. Kindern geht es nicht überall so gut wie in Mülheim. Die Siebtklässler der Waldorfschule an der Blumendeller Straße wissen, dass es an der Ostküste Kenias Jugendliche und sogar kleine Kinder gibt, die auf der Straße leben müssen. Fiorina Brotbek, eine Schweizerin, die die Hilfsorganisation „Springs of hope“ mit ins Leben gerufen hat, hat ihnen davon berichtet und ihnen einen Film über die Zustände vor Ort gezeigt. „Deshalb sammeln wir Spenden, wir wollen den Straßenkindern helfen, unterstützen den Bau eines Kinderheims in Kenia“, erklärt Naemi, eine der Schülerinnen.

Vor allem durch den Verkauf von gebrauchten Büchern bei Flohmärkten und Schulveranstaltungen hat die 7. Klasse schon reichlich Geld eingenommen. „Jedes Buch hat einen Euro gekostet, einige Leute haben aber einfach mehr gegeben, manche sogar 10 Euro – als zusätzliche Spende“, berichtet Fania. Außerdem verkaufen sie und ihre Mitschüler einmal in der Woche in der Pause selbstgebackene Muffins. Insgesamt sind so schon rund 1450 Euro zusammengekommen. Darüber hinaus hat das Reformhaus Kaubisch 4000 Euro für das Hilfsprojekt zugeschossen.

Büchertrödel und Muffin-Verkauf

Zwei Freiwillige aus Deutschland und mehrere ehemalige Straßenkinder aus Mombasa haben „Springs of hope“ 2011 initiiert. Ziel ist es, den obdachlosen und von der Gesellschaft abgestempelten jungen Menschen ein Zuhause, Bildung, medizinische Grundversorgung und ein liebevolles Umfeld zu schaffen. Im August 2014 konnte ein Grundstück erworben werden, auf dem das kenianische Team nun ein Heim für 50 Straßenkinder baut. Ein Großteil der Gebäude ist bereits fertig, die Bauarbeiten müssen wegen des Mangels an finanziellen Mitteln aber immer wieder unterbrochen werden. „Mit unserer Spende können Baumaterialien angeschafft werden“, erläutert Melissa.

Noch vor den Sommerferien soll das Geld an die Helfer in Kenia gehen, denn im Juli findet dort ein internationales Workcamp statt. „Junge Menschen aus Deutschland, der Schweiz und Kenia werden ehrenamtlich für ,Springs of hope’ arbeiten, sie wollen unter anderem das Heim fertigstellen, eine Wasserleitung bauen, Obst und Gemüse anpflanzen“, weiß Klassenlehrerin Gabi Hohlmann.

Nach den Ferien wird Fiorina Brotbek wieder nach Mülheim kommen und Bilder mitbringen vom neuen Kinderheim und den Bewohnern. Und vielleicht lässt sich in Zukunft auch der ein oder andere persönliche Kontakt knüpfen zwischen ihnen und den Waldorfschülern.

Infos zum Projekt

Für die Fertigstellung des Kinderheims in Ost-Kenia braucht die „Springs of hope-Foundation“ noch ca. 30.000 Euro (vorwiegend für Baumaterial).

Informationen zum Projekt und zum Internationalen Workcamp 2015 geben Fiorina Brotbek (fbrotbek@hotmail.com) oder Almut Slezak (almutslezak@gmail.com).