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Rauchverbot

Mülheimer "Uerige"-Wirt erteilt Grünen wegen Rauchverbot Hausverbot

27.06.2013 | 18:20 Uhr
Mülheimer "Uerige"-Wirt erteilt Grünen wegen Rauchverbot Hausverbot
Kein Zutritt für Grüne: Aus Protest gegen das Rauchverbot hat der Wirt des Mülheimer "Uerige Treffs" den Parteimitgliedern Lokalverbot erteilt.Foto: Marc Friedrich

Mülheim.  Aus Protest gegen das seit Mai in NRW geltende strenge Rauchverbot hat ein Wirt in Mülheim Mitgliedern der Grünen Hausverbot erteilt. Er wolle zum Denken anregen und auf die Nachteile des Rauchverbots aufmerksam machen, sagt er. Ob das Lokalverbot rechtens ist und wie die Grünen reagieren.

Mit den Worten: „Das ist nicht in Ordnung. Stellen sie sich mal vor, jemand erteilt Homosexuellen Hausverbot“ erzählt ein Leser, was er an der Tür der Altstadt-Gaststädte „Uerige-Treff“ gesehen hat. Dort hängt ein Schrieb dessen Überschrift mit großen Lettern „Lokalverbot “ titelt. Weiterhin wird ausgeführt das Verbot bestehe „für Mitglieder der Partei: Die Grünen NRW“.

Uwe Mühlenfeld, der Wirt des Uerige-Treff, ist gerade dabei seine Gaststätte herzurichten, spannt einen großen Sonnenschirm auf. Mit einem Lächeln im Gesicht erklärt er seine Aktion: „Ich bin in Düsseldorf auf der Demonstration gegen das Rauchverbot gewesen. Dort waren vier- bis fünftausend Menschen.“ Gebracht hat es allerdings nichts, muss er resümieren.

Jetzt möchte er mit dem Lokalverbot zum Denken anregen und auf die Nachteile des Rauchverbotes aufmerksam machen: „Die Raucher müssen jetzt vor der Tür stehen, das gefällt den Anwohnern natürlich nicht. Man muss als Wirt darauf achten, dass die Leute nicht zu laut werden.“ Man hätte andere Lösungen finden und ein wenig kompromissbereit sein können, was das Rauchverbot anbelangt, findet der Wirt. In seiner Kneipe möchte er machen, was er will und sich nicht bevormunden lassen. Dass er tatsächlich jemanden rauswerfen werde, weil er Mitglied bei den Grünen ist, das glaubt der Gastronom jedoch nicht.

Gaststätten-Verbot für Parteimitglieder "unter der Gürtellinie"

Jürgen Pastowski, Geschäftsführer der Mülheimer Grünen, bleibt gelassen, als er mit dem Lokalverbot konfrontiert wird: „Ich will mich über so etwas nicht aufregen. Ich finde das ist unterhalb der Gürtellinie.“ In Gelsenkirchen habe es vor einem Jahr auch so eine Aktion gegeben, aber irgendwann sei der Boden des Niveaus erreicht, sagt Pastowski und stellt schnell klar: „Es ist kein Rauchverbot, sondern ein Nichtraucherschutzgesetz. So müssen Sie das sehen!“ Weiter über das Hausverbot reden möchte er aber nicht, sonst würde er „solchen Personen zu viel Aufmerksamkeit schenken.“

Mal angenommen Mühlenbach wolle sein Lokalverbot strikt durchziehen, dürfte er das? Rechtsanwalt Andreas Schmidt stellt klar: „Es ist zwar nicht moralisch, aber er ist im Recht.“ Ein Taxifahrer habe, so Schmidt, eine Beförderungspflicht, er darf sich seine Gäste nicht aussuchen. Ein Wirt hat jedoch Vertragsfreiheit, muss die Gäste nicht bedienen. „Solange er sich mit dem Lokalverbot nur gegen die Einstellung einer Partei richtet und nicht gegen einzelne Personen, ist das rechtlich in Ordnung“, so Schmidt.

Marc Friedrich


Kommentare
01.07.2013
10:31
Mülheimer
von sneiper | #109

ich kann nur jedem Raucher empfehlen:

"Hört auf zu Rauchen, es geht!"

Denn, seht ihr die Kreuze am Wegesrand,
das sind die Raucher der Roten Hand!

4 Antworten
Mülheimer
von Loggen | #109-1

geht noch weiter:

Seht ihr die Gräber dort unten im Tal,
das sind die Raucher der Reval!

Seht ihr die Gräber an des Baches Lauf,
das sind die Nichtraucher,
die sterben auch!!

Mülheimer
von sneiper | #109-2

von Loggen #109-1
Geht noch weiter:

Kinder von Rauchern kommen schneller an ihr Erbe!

Mülheimer
von Loggen | #109-3

Welches Erbe ??
Ich dachte Raucher investieren nur in Nikotin, :-)

Mülheimer
von sneiper | #109-4

weiter gehts

Sterben muss ich sowieso - schneller gehts mit Marlboro.

01.07.2013
09:26
Mülheimer
von MuttersTochter | #108

Ich finde die Aktion gut, in anderen Städten haben,dass auch Wirte gemacht.Daumen hoch.Nichtraucher werden geschützt.Wer schützt uns(Raucher) vor den Nichtrauchern,Jahre lang ging es auch ohne so ein strenges Gesetz,abgetrennte Räume waren doch OK.

Jetzt machen viele Kneipen dicht und Anwohner beschweren sich.Wo ist da der Sinn.Auf altem Ärger folgt nun neuer...,der ist Hausgemacht.Und die Nichtraucher lachen sich ins Fäustchen.

Selbst ich als Raucher fühle mich gedisst und bevormundet.

Herr Mühlenfeld.....ihr Angagement finde ich super...weiter so..

1 Antwort
Hey!
von mellow | #108-1

Da freut sich aber der Wirt. Bald kommt Mutters Tochter und trinkt eine Fanta bei Ihnen. Und schwups! Der Laden ist saniert.

30.06.2013
20:01
In Neuss kann wieder geraucht werden
von Bruce49 | #107

Die Wirte in Neuss haben jetzt gehandelt: Ihre Gäste dürfen wieder in der Gaststätte rauchen. Siehe:
http://www1.wi-paper.de/book/read/id/0000D2A461F55F62

2 Antworten
Mülheimer
von misterjones | #107-1

Mal sehen, wann die Wirte in einer anderen Stadt, unterstützt von einer korrupten Verwaltung, "handeln" und sich der Umsatzsteuerpflicht, dem Jugendschutzgesetz oder irgendwelchen störenden Hygienevorschriften verweigern. Willkommen in Afghanistan, wo die Gültigkeit von Gesetzen auch von der Willkür des lokalen Häuptlings abhängen!

Mülheimer
von Pase_Lacki | #107-2

Gute Aktion.

30.06.2013
07:56
Mülheimer
von ralf45473 | #106

alle wirte sollten so handeln!!! außerdem hoffe ich, dass die rot-grünen bei der nächsten wahl von keinem raucher gewählt werden!

1 Antwort
Mülheimer
von mellow | #106-1

Hoffen Sie mal. Es geht um ALLES :-D

29.06.2013
19:56
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Name von Moderation entfernt | #105

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

29.06.2013
14:56
Plakate werden bald überall hängen
von Tommy26 | #104

Es geht nicht um das Rauchen oder Nichtrauchen oder gar Gesundheitsschutz. Die Wirte wehren sich gegen die Bevormundung von Ideologen, die das Ziel verfolgen, den Gastwirten ihr Geschäft zu verbieten. In den Kneipen zu rauchen ist verboten, die Raucher vor der Tür entzürnen die Nachbarn wegen dem Lärm.

Entweder zahlen die Wirte wegen des Verstoßes gegen das "Nichtraucherschutzgesetz" oder wegen dem Lärm vor der Tür, der sich aufgrund der Vielzahl rauchender Gäste dort nicht vermeiden lässt.

Deshalb werden jetzt wohl immer mehr Plakate an den Kneipentüren zu sehen sein, die den Entscheidungsträgern aus dem Landtag und den Politikern vor Ort den Spiegel ihrer schwachsinnigen Entscheidung vor die Nase halten. Und das ist gut so. Die Politiker sollen sehen,was sie anrichten und welche Folgen ihre Entscheidungen haben.

5 Antworten
Raucher sind seltsame Wesen
von thoms | #104-1

Es ist schon eigenwillig mit den Nikotinabhängigen: Ein Teil von ihnen tut sich furchtbar schwer, ein wenig Rücksicht auf Nichtraucher zu nehmen und nicht in deren Gegenwart zu qualmen. Und wenn sie dann nach Jahrzehnten durch ein Gesetz dazu gezwungen werden, halten sie es für das Selbstverständlichste die Kneipennachbarn durch ihren Lärm vom Schlaf abzuhalten. Schaltet Nikotin im Hirn etwas ab, was sich Rücksicht auf Mitmenschen nennt?

Wer soll geschützt werden?
von Tommy26 | #104-2

Auch wenn es eine Wiederholung ist: In den Eckkneipen sind 90 Prozent Raucher und die Stammkunden, die Nichtraucher sind, akzeptieren es. Kellner und Wirte rauchen auch. Also, wer soll bitteschön geschützt werden?

Und: Es gibt keinen wissenschaftlich fundierten Beweis, dass Passivrauchen schädlich ist.

Mülheimer
von misterjones | #104-3

"Es gibt keinen wissenschaftlich fundierten Beweis, dass Passivrauchen schädlich ist."

Haben Sie denn einen wissenschaftlich fundierten Beweis dafür, dass Passivrauch, also ein Cocktail von mehreren tausend Chemikalien, von denen (wissenschaftlich fundiert bewiesen) etliche auf den menschlichen Organismus toxisch bzw. carzinogen wirken, unschädlich ist?

tief durchatmen
von Tommy26 | #104-4

@misterjones

Lassen Sie mich raten? Wenn Sie eine Kerze anzünden, haben Sie bereits vorab eine Abzugsanlage installiert? Sie meiden Tiefgaragen? Beim Grillen ziehen Sie sich mit einer Sauerstoff - Flasche dezent zurück?

Bei all diesen Sachen entstehen ebenfalls gefährliche Stoffe, wie bei jeder Verbrennung.

@Tommy26 | #104-4
von misterjones | #104-5

"Bei all diesen Sachen entstehen *ebenfalls* gefährliche Stoffe"

aber:

"Es gibt keinen wissenschaftlich fundierten Beweis, dass Passivrauchen schädlich ist."

Schönen Gruß nach Taka-Tuka-Land. :-))

29.06.2013
11:55
Mülheimer Wirt erteilt Grünen wegen Rauchverbot Hausverbot
von aesculap02 | #103

Das von den grünen Volkserziehern eingeführte Kneipenvernichtungsgesetz soll nur das eine Ziel haben,den Bürgern ihre Ideologie aufzudrücken.Kann sich keiner mehr daran erinnern,das diese Volkserzieher noch immer Cannabis legalisieren wollen ? Das hier dieses Hausverbot nur polarisieren soll versteht halt nicht jeder.Gebe dem Wirt vollkommen recht. Sollte man trotzdem humorvoll sehen,denn jeder Wirt hat das Recht Blödsinn auch mit Blödsinn bekämpfen zu dürfen.Weiter kämpfen ,Herr Mühlenfeld .

1 Antwort
Mülheimer
von mellow | #103-1

Gähn...

29.06.2013
00:55
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Name von Moderation entfernt | #102

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4 Antworten
Inquisition
von thoms | #102-1

Wissen Sie eigentlich noch, was Sie da schreiben? Bei der Inquisition im Mittelalter sind Millionen Menschen umgekommen, ihr Vergleich ist mehr als peinlich.

Auch wenn Raucher das nicht glauben wollen, hier geht es nicht um ein Rauchverbot, sondern lediglich darum, dass Raucher auf Nichtraucher Rücksicht nehmen und nicht mehr in deren Gegenwart qualmen sollen. Offensichtlich ist das aber für manche Nikotinabhängige zuviel verlangt.

Ansonsten dürfen Sie weiterqualmen, in Ihren eigenen vier Wänden und im Freien.

Mülheimer
von Pase_Lacki | #102-2

"dass Raucher auf Nichtraucher Rücksicht nehmen und nicht mehr in deren Gegenwart qualmen sollen. Offensichtlich ist das aber für manche Nikotinabhängige zuviel verlangt."

Nein, das ist für die meisten Raucher nicht zuviel verlangt. Deswegen gab es ja Raucherkneipen. In einer Raucherkneipe/Raucherclub kann sich aus der Logik der Sache heraus kein Nichaucher befindender geschützt werden muss. Da befinden sich, widerrum aus der Logik der Sache heraus, nur Raucher, die nicht in der Gegenwart eines Nichtrauchers rauchen.

Das scheint aber viele Nichtraucher zu stören. Warum? Wieso will ein Nichtraucher in einen Raucherclub, um sich dort von Rauchern "berauchen" zu lassen?

@Pase_Lacki | #102-2
von misterjones | #102-3

Deshalb gibt es ja auch extra Raucher-Fußgängerzonen, Raucher-Bushaltestellen und Raucher-Sportplätze. Da muss sich doch "aus der Logik heraus" kein Nichtraucher aufhalten.

@ Pase_Lacki
von HaPeS | #102-4

"In einer Raucherkneipe/Raucherclub kann sich aus der Logik der Sache heraus kein Nichaucher befinden der geschützt werden muss" - mit der Logik haben Sie es nicht ganz so - es gibt auch nichtrauchendes Servicepersonal, welches mangels Alternativarbeitsplätzen nicht in den Genuss Ihrer sogenannten Wahlfreiheit kam.

28.06.2013
22:31
Mülheim - Allgemein gesehen
von lospolloshermanos | #101

sollte es für alle Politiker der "spitzen"Parteien ein Hausverbot geben, überall. Was die Lokalstrategen in den letzten Jahren an Unheil über diese Stadt (..."schaut auf diese Stadt" ;) )gebracht haben spottet schon jeder Beschreibung.

Und in guter, alter Manier wird á la Helga "Harris" Sander weiter die lokale Wirtschaft geschwächt, während die Erben der Grünen es sich in den Nischen der (halb-)öffentlichen Verwaltung gemütlich machen. Angekommen, wie man so schön sagt.

Kompromissloses Handeln ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Man muss keine 70 Jahre zurückblicken, 20 Jahre reichen auch. Die USA haben sich in letzter Zeit auch nicht gerade viele Freunde gemacht. Die Konsequenzen bekommen wir alle deutlich vor Augen geführt bzw. zu spüren.

1 Antwort
Nachtrag
von lospolloshermanos | #101-1

Bekloppte gibt es überall. Eben gesehen: "Mow your Lawn, its the law". Ansonsten Gefängnis. Amerika halt. Die haben zwar keine Grünen, aber wie gesagt, die Bekloppten sammeln sich gerne, egal unter welcher Flagge/Farbe.

Hat was fundamentalistisches. Mit religiösen Zügen.

28.06.2013
20:00
Kneipenverbot für Grüne
von wimmel | #100

Wenn das alle Kneipenwirte machen könnte es die Grünen, im Wahlkampf, viele Stimmen kosten.
Als Weckruf und Erinnerung.

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