Mülheimer SPD will Kaiserplatz mit Kreisverkehr aufwerten

Ein Kreisverkehr soll auf dem Kaiserplatz die Kreuzung mit vielen Ampeln ersetzen. Das wünschen sich die Sozialdemokraten auf dem Weg in ein neu gestaltetes Innenstadtquartier.
Ein Kreisverkehr soll auf dem Kaiserplatz die Kreuzung mit vielen Ampeln ersetzen. Das wünschen sich die Sozialdemokraten auf dem Weg in ein neu gestaltetes Innenstadtquartier.
Foto: foto@luftbild-blossey.de
Was wir bereits wissen
Die SPD möchte die große Kreuzung abbauen und daraus wieder einen erkennbaren Platz schaffen als Eingang für ein neu gestaltetes Innenstadtquartier.

Mülheim.. Im Quartier zwischen Kaiserplatz, Kirchenhügel, Stadtmittekreuzung und Schloßstraße soll sich die Aufenthalts- und Lebensqualität verbessern. Im anstehenden Wettbewerb sehen die Sozialdemokraten den Beginn eines Gestaltungsprozesses, der in ein Zusammenwachsen von City und Altstadt mündet. „Das ist nur in mehreren Schritten zu verwirklichen. Aber wir müssen jetzt die Basis dafür schaffen und die Ideen in eine Planung umsetzen.“ Das erklärte Claus Schindler, Sprecher der SPD im Planungsausschuss, bei einem Rundgang seinen Parteimitgliedern in der Innenstadt.

Verkehrsknoten mit Straßenbahn

„Der Kaiserplatz soll für die Mülheimer wieder als Platz erkennbar und erlebbar werden. Dabei kann dort ein Kreisverkehr helfen“, sagte der Ratsherr. Eine große Kreuzung sei nicht das Optimum für diese markante Fläche. Deren Neuordnung habe viele Vorteile. „Das wird schwierig, weil wir auf diesem Verkehrsknoten die Straßenbahngleise unterbringen müssen“, erklärte dazu Jürgen Liebich, Leiter des Planungsamtes. „In anderen Städten fahren Straßenbahnen auch durch Kreisverkehre“, lautete ein Konter aus der Gruppe. Die Fläche sei ausreichend für einen Kreis. Aber die Mülheimer täten sich oft schwer, sich von gewohnten Strukturen zu trennen, hieß es.

Die seit Jahren ungenutzte Bushaltestelle vor dem Zeitungshaus könne ebenfalls verschwinden. Sie diene nur als Einfahrt für Lieferanten in die Fußgängerzone. Anlieger würden Lastwagen am liebsten dort ganz verbannen, weil Brummis viele Gehwegplatten kaputt gefahren haben. Auf der gegenüberliegenden Seite soll der Übergang vom Altenhof zum Forum verbessert werden. „Das Umfeld zwischen Althof- und Kaiserstraße gehört ebenfalls neu gestaltet“, fügte Claus Schindler hinzu. Jetzt sehe dieser Bereich nicht gerade einladend aus. Die dreigleisige Haltestelle der Straßenbahnen am Hang wird in drei Jahren überflüssig. So steht es im noch gültigen Nahverkehrsplan.

Die Allee bleibt erhalten

Ein neuer Mittelbahnsteig ist als Ersatz am Ende der Leineweberstraße vorgesehen. Genau dort setzen die nächsten Vorschläge der SPD an: „Die Platanen mit ihren flachen Wurzeln drücken Gehwegplatten und Pflastersteine hoch. Die mächtigen Kronen lassen nur noch wenig Licht in die Wohnungen“, blickte Schindler in den Himmel, den man dort vor lauter belaubten Ästen kaum noch sieht. „Darum brauchen wir neue Bäume in dieser Straße, deren Wurzeln tief in den Boden reichen und deren Kronen schmal bleiben. Die Allee bleibt erhalten, die Wohnungen werden heller und Schatten gibt es auch.“