Mülheimer Schlagersänger im Gespräch

Dimo und Amy Lynn sprechen im WAZ-Gespräch über ihre Begeisterung für die Schlager-Musik.
Dimo und Amy Lynn sprechen im WAZ-Gespräch über ihre Begeisterung für die Schlager-Musik.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Amy Lynn und Dimo träumen vom Erfolg im Musikgeschäft. Beide schreiben eigene Songs und lieben den Auftritt vor Publikum. Sie haben viel Spaß an ihrer Musik, verdienen aber bislang nichts daran – und hoffen schon, dass sich das noch ändert.

Mülheim..  Schlager- und Pop-Musik ist ihre Welt, in der sie am liebsten Geld verdienen und großen Erfolg haben würden. Aber noch ist das ein Traum, und die beiden Mülheimer Sänger Dimo und Amy Lynn sind zufrieden mit jedem Schritt, den sie in diese Richtung machen.

Amy Lynn hat gerade ihre erste Single fertig gestellt. Eine englische Ballade mit dem Titel „Join me Dreaming“ und feiert die Veröffentlichung mit Musikerkollegen und Schlagerfans am Samstagabend in der Gaststätte Dümptener Tor.

Ihr Kollege Dimo, mit bürgerlichem Namen Dietmar Allekotte, wird dann, wie andere Sängerkollegen, einige seiner Lieder präsentieren, sieben sind es mittlerweile.

Mit jungen Jahren angefangen

„Ich habe schon mit 13 Jahren angefangen zu singen“, sagt Amy Lynn, die nicht mit ihren bürgerlichen Namen genannt werden möchte, „auch aus Sicherheitsgründen“, sagt die 27-jährige Mutter von vier Kindern.

Amy Lynns erste „Single Release Party“ in der Gaststätte Dümptener Tor Beim Oberhausener Talentsommer hatte sie ihren ersten Auftritt. Ihr Klassenlehrer sei da gewesen und sie selbst ziemlich nervös. „Ich kam gut an bei den Leuten, deshalb habe ich weiter gemacht.“ Sie habe zuerst Lieder der Schlagersängerin Claudia Jung gesungen. Heute sei Helene Fischer ihr großes Vorbild, aber sie singe auch sehr gerne Lieder von Whitney Houston oder Mariah Carey.

Dimo hat bis vor vier Jahren nur „in der Badewanne“ gesungen. Dann kam er zufällig in einer Diskothek mit einem Profi ins Gespräch. Eine Woche später sei er schon im Studio gewesen, habe sein erstes Lied „Mein süßer Engel“ für seine Frau geschrieben. „Ich höre nur Schlager, ich bin ein echter Schlagerfuzzi“, sagt der 53-Jährige strahlend.

Von Vorbildern

Beide treten bislang auf Benefizveranstaltungen auf oder haben Promotion-Auftritte, wie Dimo beim Bremer Fernsehsender „Musiktruhe“. Auch versuchen sie natürlich, ihre Songs bei Radiosendern zu bewerben.

Sie haben viel Spaß an ihrer Musik, verdienen aber bislang nichts. Sie hoffen schon, dass sich das noch ändert. Dimos großes Vorbild ist der erfolgreiche gebürtige Mülheimer Schlagerstar Frank Lars. „Man darf erst mal nicht ans Geldverdienen denken. Es ist eine harte Branche“, sagt der Schlosser Allekotte, der seine letzte Single „Verdammt noch mal und zugenäht“ am 31. Mai veröffentlicht hat.

Dem stimmt Amy Lynn zu: „Es ist ein echtes Haifischbecken. Man muss aufpassen, mit wen man es zu tun hat.“ Sie sei schon an falsche Leute geraten, habe aber rechtzeitig die Reißleine gezogen. Amy Lynn will erst einmal ihre Kinder groß kriegen und dann sehen, ob sie richtig durchstarten kann.