Mülheimer Rettungswagen im Einsatz mit Gegenständen beworfen

Ein Rettungswagen dieser Art der Feuerwehr Mülheim wurde auf einer Einsatzfahrt beworfen.
Ein Rettungswagen dieser Art der Feuerwehr Mülheim wurde auf einer Einsatzfahrt beworfen.
Foto: Feuerwehr Mülheim
Mülheimer Rettungskräfte sind erschrocken: Auf dem Weg zu einem Unfall wurde ein Rettungswagen beworfen. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Mülheim.. Ein Rettungswagen der Feuerwehr Mülheim ist am Mittwoch Vormittag auf dem Weg zu einer Unfallstelle unter anderem mit einer Apfelsine beworfen worden. Die Feuerwehr teilte mit, dass der Wagen auf der Sandstraße in Fahrtrichtung Eppinghofer Straße unterwegs war. Der Fahrer des Rettungswagen habe noch einen Mann an einem offenen Fenster in einer Erdgeschosswohnung bemerkt, der eine Apfelsine und einen weiteren Gegenstand in Händen hielt. Wenige Augenblicke später flog die Apfelsine gegen die Windschutzscheibe des Rettungswagens und zerplatze dort.

Nur Sekunden später hörte der Fahrer einen neuen Aufprall: Ein weiterer Gegenstand hatte die Beifahrertür getroffen. Die zwei Rettungskräfte setzen ihre Einsatzfahrt zunächst fort. Sie konnten einer schwer verletzen Frau helfen. Erst nach dem Einsatz begutachteten sie das Fahrzeug und mussten eine deutliche Lackabsplitterung sowie eine Beule feststellen. Wie genau die Beschädigung entstand, konnte noch nicht ermittelt werden. Die Besatzung des Rettungswagens erstattete nach dem Einsatz Anzeige wegen Sachbeschädigung bei der Polizei, die die Ermittlungen aufgenommen hat.

Null Toleranz für Angriffe auf Einsatzkräfte

Feuerwehr-Sprecher Thorsten Drewes zeigte sich am Nachmittag erschüttert über die Vorfälle: "Das ist allerunterste Schublade und nicht akzeptierbar", betonte er. "Die Kollegen waren im Einsatz um Menschenleben zu retten und wurden angegriffen. Wir sind alle sehr erschrocken. Dafür darf es keine Toleranz geben."

Drewes gab zu bedenken, dass der Rettungswagen durch den Vorfall selbst hätte verunglücken können, dann hätte der Verursacher nicht nur das Leben der Einsatzkräfte, sondern auch das der schwer verletzten Frau aufs Spiel gesetzt. In der Vergangenheit hatte es vermehrt Übergriffe gegen Rettungskräfte gegeben. Laut Drewes beschränkten sich die Angriffe in Mülheim aber bisher "nur" auf verbale Attaken. (halo)

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