Mülheimer reisen mit Orchester in ihre Kindheit zurück

Robbi Tobbi und das Fliewatüüt als Live Hörspiel mit dem „Klangkraft“ Orchester im Hangar Flughafen Essen Mülheim.
Robbi Tobbi und das Fliewatüüt als Live Hörspiel mit dem „Klangkraft“ Orchester im Hangar Flughafen Essen Mülheim.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Duisburger Orchester „Klangkraft“ bringt „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“als Live-Hörspielin den Hangar des Mülheimer Flughafens.

Mülheim..  „Klick – Klick“ macht es, dann setzt der markant-metallene Gitarrenklang zum satten Orchestersound ein, und für die allermeisten der gut 400 Zuhörer im Hangar des Mülheimer Flughafens beginnt am Samstagabend eine Zeitreise in ihre Kindheit.

Denn das Publikum hat in der Regel klar die 40 Jahre überschritten. Dass gerade die Älteren im Publikum bei diesen „Heavy-Metal-Klängen“ quasi Hubschrauber im Bauch haben, ist nicht sonderlich überraschend, denn „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ ist eine Fernseh-Kultserie des WDR aus den 1970er Jahren. Und zudem legt das Duisburger Orchester „Klangkraft“ eine fabelhafte Untermalung des Live-Hörspiels mit zum Teil klassischer Musik von Dvorak bis Wagner hin, die gerne aufhorchen lässt. Der Flughafen liefert zudem die stimmige Atmosphäre für das Kultstück. Mancher der jungen Zuhörer dreht denn auch erwartungsfroh den Kopf Richtung Hangar-Tor, sobald draußen Flugmotoren dröhnen – ob da gerade das Fliewatüüt anrauscht? Besonders die Stimmen der Live-Sprecher von Tobbi, dem norddeutschen Leuchtwärter Matthias, dem bayrischen Forscher Zacharias und vor allem des blechernen Robbi treffen den Ton der Serie. Damit die Geschichte und Robbis ständig knirschende Robotergelenke gut rüberkommen, haben die Sprecher zudem allerhand Klimperwerkzeug zur passenden Untermalung mitgebracht.

„Voll gut“, findet’s der zehnjährige Claas, denn „die Musik ist ja genauso wie in der Serie“. Die treibenden Kräfte hinter dem Besuch des Live-Hörspiels waren allerdings Mami und Papi der Familie Knut. „Es ist schon länger her, dass wir die Serie gesehen haben“, sagen die Eltern. Aber beide genießen das Wiedereintauchen in das nahezu weltumspannende Abenteuer des jungen Erfinders Tobias Findteisen und Robbi, dem Roboter der 3. Roboterschulklasse.