Mülheimer Polizist klärt mehr als 180 Graffiti-Straftaten auf
14.02.2012 | 12:57 Uhr 2012-02-14T12:57:00+0100
Mülheim. Der Mülheimer Polizei ist ein Schlag gegen die Graffiti-Szene gelungen. Ermittler konnten sieben Teenagern mehr als 180 Straftaten nachweisen. Beschmiert wurden unter anderem Straßenbahnen, Haltestellen oder Fahrkartenautomaten. Einer der Verdächtigen wurde schon zu knapp drei Jahren Gefängnis verurteilt. Ein anderer Sprayer erhielt eine Jugendstrafe von fünf Monaten. Weitere Verfahren folgen.
Die Mülheimer Polizei hat einer Bande junger Grafitti-Sprayer das Handwerk gelegt, die in letzter Zeit etliche Fassaden, Wartehäuschen und Fahrkartenautomaten in der Stadt besprüht hat. So konnte ein für Graffiti-Kriminalität zuständiger Ermittler der Kriminalpolizei mehr als 180 Straftaten aufklären.
Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht gegen fünf junge Mülheimer. Den drei 14 bis 16 Jahre alten Jugendlichen und zwei 18- und 19-jährigen jungen Männern, die zum Teil gemeinsam die Straftaten begingen, wirft der Fahnder insgesamt 156 Taten vor. Auch gegen zwei weitere 14 und 16 Jahre alte Jugendliche wird noch in 33 Fällen wegen Sachbeschädigung ermittelt.
Schaden liegt wohl im sechsstelligen Bereich
Bereits seit August vergangenen Jahres beobachtete Kriminalhauptkommissar Manfred Briem vom Mülheimer Kriminalkommissariat 35 einen Anstieg der Schmierereien im Mülheimer Stadtgebiet. Ein Schwerpunkt zeigte sich in Dümpten. Insbesondere im Umfeld der Denkhauser Höfe, der Oberheidstraße und des Schildberges wurden zahlreiche Straftaten aktenkundig.
So waren seit dem Spätsommer 2011 Insbesondere an Straßenbahnen, Haltestellen, Wetterschutzhäuschen und Fahrkartenautomaten der Mülheimer Verkehrsgesellschaft oft Ziel der Attacken. Die genauen Schadenssummen lassen sich selbst ansatzweise kaum ermitteln. Sie könnten aber sechsstellig sein, schätzt die Polizei. Die Geschädigten, die die Beschädigungen gemeldet haben, werde die Staatsanwaltschaft nun schriftlich über das Strafverfahren informieren, teilt das Polizeipräsidium mit.
Zahl der Schmierereien in Dümpten gesunken
Die sieben Teenager sind der Polizei schon hinlänglich bekannt, einige der Jugendlichen waren in Vergangenheit schon wegen einschlägiger Delikte in Erscheinung getreten. Gegen einige Intensivtäter wurden auch bereits Strafverfahren wegen Gewaltdelikten eingeleitet. Einer der Jugendlichen ist bereits abgeurteilt und muss für knapp drei Jahre ins Gefängnis, ein anderer bekam fünf Monate Jugendhaft aufgebrummt. Weitere Hauptverhandlungen stehen in naher Zeit an.
Dass die Polizei genau die Richtigen erwischt hat, zeigt sich bereits in der Zahl neuer Fälle. Insbesondere im Bereich Dümpten sei eine deutlich spürbare Abnahme der Graffiti-Schmierereien erkennbar, heißt es abschließend im Polizeibericht.

18:05
Ich hoffe, dass man mit allen Mitteln versucht die Kosten bei den Tätern einzutreiben. Von mir aus sollen die niemals mehr auf die Füße kommen. Diese Sauereien sind einfach unverschämt.
17:49
Kann man diesen tüchtigen Polizisten nicht nach Essen versetzen, evtl. mit einer dicken Prämie?
Und, kann man diese Schmierfinken nicht zur Beseitigung ihrer Sauereien heranziehen?
Wenn nicht, hoch bestrafen und 500 Sozialstunden unter Aufsicht!
Wir Bürger müssen auch wachsamer sein und sofort die Polizei benachrichtigen!
Diese Sauereien verschandeln immer mehr unsere Städte,
wir müssen uns dagegen wehren!
Die "Sozialarbeiten" könnten auch darin aussehen, bei den Geschädigten die Fassaden, Rolladen etc. neu zu streichen (diesmal in vernünftiger Farbgebung und entsprechender Anleitung). Nicht jeder Eigentümer der Gebäude wird das Geld für den Schaden an Gebäude, Laden usw. ersetzt bekommen. Was ist also mit der Arbeitsleistung der Täter? Z. B. Anstreichen usw. auf Anleitung von Profis, als ein Teil der Wiedergutmachung, Schadenersatz und zum hoffentlichen Lernen.
He, nix da! KHK Briem bleibt hoffentlich hier in Mülheim! :-) Hier gibts genug zu tun! Die Essener Kollegen können ja hier ne Ausbildung machen! Und wenn Herr Briem nu noch die Schmierfinken an der Gesamtschule Saarn erwischt - man, wär das super!
Glückwunsch, Manfred :-) LG - Mitschülerin von der RSB
15:49
Ein dickes Dankeschön an den Polizisten bzw. die Polizei. Solche Schmierfinken können gar nicht hart genug bestraft werden. Null Respekt vor dem Eigentum anderer.