Mülheimer Nachwuchsbands lassen es krachen

Wummernde Beats an einem warmen Abend im Autonomen Zentrum: Die Band „Revierkrach“ ist einer von vier Gewinnern.
Wummernde Beats an einem warmen Abend im Autonomen Zentrum: Die Band „Revierkrach“ ist einer von vier Gewinnern.
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ
Was wir bereits wissen
Im Autonomen Zentrum rockten am Mittwochabend 13 Bands um die Wette. Das Publikum hat abgestimmt: Geschafft haben es Ashby, Revierkrach, Loite von hoite und die CGS-Band. Sie dürfen beim Rock-das-Dach-Festival am 16. Mai in der Freilichtbühne vor großem Publikum auftreten.

Mülheim.. Die Musik dröhnt in beide Ohren. Man hört sie schon auf dem Weg ins Autonome Zentrum an der Auerstraße. Im Hof spürt man Bässe, die in der kleinen Halle wummern. Es ist warm an diesem Mittwochabend, der sich mehr nach Juni anfühlt als nach April. Viele junge Leute sind gekommen, sie stehen bei einem Bier im Hof und plaudern entspannt.

Derweil legt die Mülheimer Band Ashby auf der Bühne drinnen im Jugendzentrum gerade ihren Auftritt hin – als einer von 13 Interpreten, die am Vorentscheid für „Rock das Dach“ teilnehmen. Die Gewinner dürfen Mitte Mai bei dem Festival in der Freilichtbühne auftreten. Das ist für viele Nachwuchsbands eine herausragende Möglichkeit, sich vor einem großen Publikum zu präsentieren.

Ashby konnten Entscheid im Vorjahr für sich entscheiden

Ashby konnten den Entscheid im Vorjahr mit ihrer Mischung aus Prog-Rock und Metal für sich entscheiden, am Mittwoch mussten sie gleich zu Beginn auf die Bühne. Zu diesem Zeitpunkt treibt sich ein Großteil des Publikums noch im Hof vor dem AZ herum – oder ist auf dem Weg an die Auerstraße. „Ich hoffe, wir werden trotzdem wieder gewählt“, sagt Sängerin Sabina. „Rock das Dach ist ja mittlerweile eine Institution, das ist cool da zu spielen.“

Am Ende des Abends darf sich Ashby wieder freuen. Als eine der bekanntesten Bands der Mülheimer Musik-Szene setzt sich die Gruppe auch bei diesem Vorentscheid durch. Außerdem sind Loi!te von Hoi!te, Revierkrach und die CGS-Band im Mai bei Rock das Dach dabei. Rund 400 Stimmen wurden am Mittwoch für die Bands abgegeben, jeder Besucher hatte zwei Stimmen. „Damit nicht nur die Bands mit den meisten Fans eine Chance haben“, sagt Organisator Carsten Scharwei vom städtischen Amt für Kinder, Jugend und Schule.

Treffpunkt der Mülheimer Musikszene

Der Vorentscheid war aber mehr als nur ein musikalischer Wettbewerb, sondern auch Treffpunkt der Mülheimer Musikszene. Bands und Interpreten aus der Stadt konnten sich präsentieren, selbst wenn jeder nur 15 Minuten Zeit für seine Songs hatte. „Es gibt ja sonst nicht allzu viele Auftrittsmöglichkeiten in der Stadt“, sagt Scharwei. Mit der Teilnehmerzahl war er zufrieden, obwohl die Zahl im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist. „Schön ist es gewesen, dass acht Interpreten mitgemacht haben, die vorher noch nie dabei waren. So sieht man immer wieder neue Gesichter.“

Die musikalische Bandbreite war dabei außerordentlich groß: Rock, Punk, Ska, Metal, Hip-Hop oder Reggae – beim Vorentscheid kamen alle Richtungen zusammen. „Das ist ein spannender Mix“, sagt Jonas von der Zweier-Combo The Uncooked. „Es ist interessant zu sehen, wie die Leute darauf reagieren.“ Für Jonas, eigentlich Schlagzeuger bei Pinke Pank, hat es zusammen mit Sänger Christopher am Ende nicht gereicht. Ein schöner Abend war’s trotzdem.