Mülheimer mischen mit
29.09.2009 | 06:00 Uhr 2009-09-29T06:00:00+0200Zur interkulturellen Woche vom 1. bis 11. Oktober sollen Vorurteile abgebaut werden.
Sie sollen möglichst intensiv mitmischen, wenn es nach dem Vorsitzenden des Integrationsrates Enver Sen geht: die Migranten in Mülheim, und ebenso die „Einheimischen”. Zur interkulturellen Woche (1.-11. Oktober) sind beide Seiten der Bürger Mülheims eingeladen, „Fragen zu stellen, zu diskutieren, Kulturen kennen zu lernen und Vorurteile abzubauen”, so Sen.
Das Programm haben diesmal rund 20 Vereine aufgestellt. Der Integrationsrat – dessen politische Arbeit seit Juni fest in der Gemeindeordnung verankert ist – wirkt dabei „nur” als logistischer Unterstützer der Aktionen, wie Sen betont. Den Auftakt am 1. Oktober macht, wie im Vorjahr, der Tag der Religionen mit einer interreligiösen Begegnung und Musik in der Katholischen Kirche St. Mariae Geburt (Althofstraße 5).
Am Freitag, 2. Oktober, öffnet der Türkische Verein an der Schulstraße 7 von 18 bis 22 Uhr seine Türen. Einen Tag später laden Mülheimer Moscheen ein zum Tag der offenen Tür. Von 15 bis 18 Uhr singt der deutsch-afrikanische Gospelchor Lighthouse Family im House of Solution an der Aktienstraße 23-25. Eintritt ist frei. Um 16.30 Uhr gibt es im Deutsch-Russischen Kulturzentrum (Ecke Bruch-/Schillerstraße) die „Geheimnisse der russischen Emigration” zu entdecken. Höhepunkt ist der „Internationale Treff des Integrationsrates” am Sonntag im Ringlokschuppen (4.10.). Zu Musik, Tanz und kulinarischen Leckerbissen kann man an den Ständen von rund 17 Vereinen ab 12 Uhr ausgiebig ins Gespräch kommen. Abends heißt es dann in der Stadthalle „Polyphonie trifft Euro + Songfestival” mit Gesangstalenten aus dem Ruhrgebiet, den Niederlanden und aller Welt. Der Eintritt beträgt zwei Euro an der Abendkasse.
Wie soll die politische Partizipation von Migranten gestaltet werden? Am Dienstagabend (6. Oktober) diskutieren darüber im Forum der VHS die Fraktionsvorsitzenden Dieter Wiechering (SPD), Wolfgang Michels (CDU), Ingrid Tews (Die Grünen), Lothar Reinhard (MBI), Peter Beitz (FDP) sowie Gabriele Rosinski (Die Linke).
Ebenfalls am Dienstag informieren der Verein „La Communaute´ Congolaise d'Allemagne” über die Flüchtlings-situation im Kongo (Geschäftsstelle Die Grünen, 19 Uhr) und Prof. Dr. Dietram Müller über „Kulte und Mythen Griechenlands” (Ev. Krankenhaus, Vortragssaal, 19.30 Uhr). Am Mittwoch (18 Uhr) bietet der Verein Africa Vision im Stadtteilbüro Eppinghofen eine Info-Veranstaltung für afrikanische Eltern und Kinder zum Schulstart. Über Prävention von Diabetes klärt der Marokkanische Kultur- und Sportverein (Hindenbergstraße 86) ab 19 Uhr auf. Der Internationale Kindertag beginnt am Freitag, 9. Oktober um 17 Uhr im Jugendzentrum Stadtmitte (Georgstraße 24). Den Abschluss macht am Samstag ein afrikanischer Abend bei den Grünen (Bahnstraße 50). Beginn: 17 Uhr.
Info: 455 1615

0mitdiskutieren