Mülheimer Mediziner laden zum Check-up ein

Beim 6. Präventionstag des Mülheimer Ärztenetzes Doc-net kann man sich untersuchen lassen.
Beim 6. Präventionstag des Mülheimer Ärztenetzes Doc-net kann man sich untersuchen lassen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Mülheimer Ärzte-Netzwerk „Doc-net“ veranstaltet zum 6. Mal einen Präventionstag für Jung und Alt. Vorträge, Infostände, Vorsorge-Untersuchungen.

Mülheim.. Die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen für die Gesundheit zweifelt wohl kaum jemand an, doch oft bleibt es eben beim guten Vorsatz. Das gemeinsame Netzwerk der niedergelassenen Haus- und Fachärzte in Mülheim (Doc-Net) bietet Samstag, 29. November, wieder die Möglichkeit zu Informationen und zum Arztgespräch außerhalb der Sprechstunden. Einige Vorsorgeuntersuchungen werden auch angeboten.

Zum bereits sechsten Mal lädt das „Doc Net Mülheim“ zum Präventionstag in die Ev. Familienbildungsstätte (Scharpenberg 1b, 11 bis 15 Uhr). Die Veranstaltung ist für die Besucher kostenlos, das medizinische Personal arbeitet ehrenamtlich. Bei den jeweils halbstündigen Vorträgen wird es diesmal um die Themen Mammografie, Schwindelursachen und Thrombosen gehen. Der Radiologe Dr. Heiko Pump wird erläutern, was bei einer Mammografieuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs geschieht (11.15 Uhr), der Hals-Nasen-Ohren-Arzt Dr. Slavomir Biedron spricht über die Ursachen und mögliche Therapien von Schwindelattacken (12.15 Uhr). Und der Internist und Angiologe Dr. Jens Achenbach klärt über das Vorbeugen und Behandeln von Thrombosen auf (13.15 Uhr). Anders als in den Vorjahren wird den Besuchern mehr Zeit für Fragen zwischen den Vorträgen eingeräumt.

„Check-up auf der Gesundheitsstraße“

Besonders gut war schon im vergangenen Jahr der umfassende „Check-up auf der Gesundheitsstraße“ angekommen, erinnert sich Dr. Dirk Tittgen, Sprecher des Doc- Net: Wer möchte, kann sich verschiedenen Messungen und Untersuchungen unterziehen und dann ein persönliches „Risikoprofil“ für Erkrankungen wie Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Lungenerkrankungen erstellen lassen. Dafür muss man allerdings etwa eine Stunde Zeit einkalkulieren und auch Fragen, etwa nach familiären Erkrankungen, beantworten. „Die Besucher bekommen nach der Auswertung einen Ausdruck, den sie mit zu ihrem Hausarzt nehmen können“, sagt Dr. Tittgen. Doch würden die Besucher nicht mit dem Papier allein gelassen, einer der anwesenden Ärzte werde sich auch zu den Ergebnissen äußern.

Untersuchungen des Hörvermögens, der Gelenke oder der Halsschlagader per Ultraschall werden von den Ärzten ganztägig angeboten. Für Mutige gibt es ein Computerprogramm, das anhand des eigenen Porträtfotos die Hautalterung durch das Rauchen simuliert.

Mülheimer Selbsthilfegruppen informieren Betroffene und Interessierte, so werden die Alzheimer-, die Aphasiker- und die Prostata-Selbsthilfegruppe beim Präventionstag Infostände haben. Die Deutsche Herzstiftung, der Verein Ambulantes Hospiz Mülheim und auch das Mülheimer Hospiz stellen ihre Arbeit vor.