Mülheimer macht beeindruckende Fotos von Gewitternacht

Schauspiel am Himmel über Mülheim, in der Nacht vom 2. auf den 3. Juli: Als die Blitze zuckten, zückte Stephan Henke seine Kamera und drückte ab. Bei Facebook zeigte er seine Aufnahmen – und in der WAZ
Schauspiel am Himmel über Mülheim, in der Nacht vom 2. auf den 3. Juli: Als die Blitze zuckten, zückte Stephan Henke seine Kamera und drückte ab. Bei Facebook zeigte er seine Aufnahmen – und in der WAZ
Foto: Stephan Henke
Was wir bereits wissen
Stephan Henke fotografiert für sein Leben gern. In der Nacht zu Freitag legte sich bei Gewitter auf die Lauer und drückte im rechten Moment ab.

Mülheim.. Stephan Henke wendet seinen Blick oft gen Himmel, studiert die Sterne, den Mond – und Wetterphänomene. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag beeindruckten ihn die Blitze am Firmament. Es war schon nach Mitternacht, doch Hobbyfotograf Henke machte sich noch ans Werk. Stativ und Weitwinkel raus, rund 50 Mal abgedrückt: Zwei tolle Aufnahmen waren im Kasten.

Stephan Henke ist dem Himmel von Hause aus näher als manch anderer Mülheimer. Er ist kein Pfarrer, nein, er wohnt in einem der Hochhäuser am Hans-Böckler-Platz. Aus der sechsten Etage hat der 48-Jährige eine prima Sicht auf den Kirchenhügel. Und so gelang ihm zu nächtlicher Stunde ein schönes Panoramabild und ein durchaus symbolträchtiges Foto: Der gleißende Pfeil aus den Wolken scheint geradewegs ins Kreuz auf dem Dach von St. Mariae Geburt einzuschlagen. . .

Seit 35 Jahren Leidenschaft für’s Knipsen

Naturschauspiele faszinieren den Mülheimer schon ewig, ebenso die Fotografie: Seit 35 Jahren schießt Henke Bilder. Von seiner Umwelt, den Tieren, von Sportveranstaltungen. . . Die Leidenschaft fürs Knipsen entwickelte sich, als er mit gerade 13 Jahren anfing, sich für Astronomie zu interessieren. „Ich wollte den Mond auch mal im Bild festhalten“, so der Mülheimer. Der Realschüler richtete sich zu Hause eine eigene Dunkelkammer ein, entwickelte die Filme von Hand. Später war er regelmäßiger Gast in der Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen-Schuir und konnte auch dort im Dunklen werkeln.

Auf eine gute Ausrüstung legt Henke Wert. Er hat Teleskope – aber so richtig tolle Bilder bekommt er nicht von den Himmelskörpern, „dafür ist es in der Stadt nachts einfach zu hell“ – und er hat einen professionellen Apparat für digitale Fotografie. Besser aber geht’s natürlich immer, und so sagt er lachend: „Den nächsten Lottogewinn investiere ich in meine Ausrüstung.“

Henke hofft also auf die Göttin Fortuna. Deren Zutun sei im Übrigen auch nötig, um spektakuläre Aufnahmen hinzubekommen. „Im richtigen Augenblick auszulösen – dazu gehört schon auch wirklich viel Glück.“