Mülheimer Jugendstadtrat-Wahl endet mit Minusrekord

Rathausturm
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Foto: NRZ
Gerade einmal 986 Jugendliche von knapp 12.000 Berechtigten beteiligten sich an der Wahl zum eigenen Stadtparlament. Ein neuer Minusrekord.

Mülheim.. Die Wahlbeteiligung zum jüngsten Jugendstadtrat ist auf einen neuen Tiefpunkt gesunken: Gerade einmal 986 Jugendliche von knapp 12.000 Berechtigten beteiligten sich an der Wahl zum eigenen Stadtparlament. Der Jugendstadtrat vertritt die Interessen und Wünsche der Jugendlichen in Mülheim gegenüber dem klassischen Stadtrat.

„Wir sind regelrecht schockiert über das Ergebnis“, sagt Kevin Florian Pelz, Sprecher des Jugendstadtrates. Alle Werbung – über Ansprache, Facebook und Flyer – habe nichts gebracht. Es ist der fünfte Jugendstadt, zwei Jahre bleibt er im Amt. „Wir hoffen, dass wir nicht der letzte sind.“ Pelz sieht ein wachsendes Desinteresse an der Politik und an Politikern. „Dabei haben wir versucht deutlich zu machen, dass es um die Politik vor der Haustür geht.“ Eine weitere mögliche Ursache für die geringe Wahlbeteiligung sieht er in dem Briefwahlverfahren. Das fänden manche zu kompliziert.

Zwölf Tage lang bestand die Möglichkeit, den Jugendstadtrat zu wählen. Wahlberechtigt waren alle Mülheimer im Alter zwischen 14 und 21 Jahren.