Mülheimer Hunde sind gemeinsam unterwegs
17.10.2010 | 19:33 Uhr 2010-10-17T19:33:00+0200
Mülheim.Wer je einen Hund hatte, weiß: Gassigehen, besonders die große Wochenendrunde, kann eine einsame Angelegenheit sein. Zwei Fachfrauen aus Mülheim bieten jetzt Wanderungen an, in vielbeinigen Gruppen durch den Wald.
13 Hunde verschiedenster Rassen, Größen, Altersgruppen wuseln am frühen Sonntagnachmittag auf einem Parkplatz am Broicher Wald herum, springen aus Kofferräumen, zerren an Leinen. „Ehe es losgeht, sind sie immer ganz aufgeregt“, sagt Monique Schoss, die gemeinsam mit Anja Graap eine Hundeschule betreibt und einmal im Monat solch einen Spaziergang organisiert. Kostenlos.
Diesmal laufen zehn Menschen mit, in Anoraks und matschfesten Schuhen. Dass die weiblichen Teilnehmer eine deutliche Mehrheit bilden, hat Monique Schoss nicht anderes erwartet. Ihre Erfahrung, auch aus der Hundeschule, besagt: „Meist übernehmen Frauen die Erziehung von Hunden.“ Als die Gesellschaft endlich auf dem Waldweg ist, heißt es: Leinen los. Mit Ausnahmen, wohlgemerkt. Besonders jagdlustige Tiere bleiben an der Schleppleine, die bei zwölf Metern Länge viele Verhedderungsmöglichkeiten bietet.
Rundkurs und ein bestimmtes Motto
Jede der etwa zweistündigen Sonntagsrunden folgt einem Rundkurs und einem bestimmten Motto oder Thema. Eine Schnitzeljagd gab es schon, ein Quiz (Hauptgewinn: Hundekekse) und einen Gang entlang am Wasser.
Diesmal heißt die Veranstaltung „Nasen-Hunde-Wanderung“ und umfasst ein paar praktische Übungen zum Schnüffeln. Anja Graap hat eine Tüte mit Fleischwurstwürfeln dabei, andere ziehen Leckerli aus den Jackentaschen, die zu Trainingszwecken unter signalroten Hütchen verborgen werden. Später spielen alle Verstecken: Jeder Hund soll sein verschwundenes Frauchen oder Herrchen aufspüren.
Was mag wohl in unbeteiligten Ausdauersportlern vorgehen, deren Trainingsstrecke durch diese gemischte Gruppe führt? Einige joggen oder walken unbeirrt weiter, andere stoppen unsicher, bis klare Ansagen der Besitzer oder Griffe ins Halsband besonders ungestüme Vierbeiner bremsen. „Es gibt immer Leute, die sich aufregen“, sagt die Hundetrainerin Anja Graap, „so viele, so dreckig! Wenn jemand Angst hat, kann ich das allerdings verstehen.“
Anmeldungen
Wer bei ihren Hunde-Wanderungen mit möchte, muss sich zuvor anmelden, einen Bogen ausfüllen und einige Regeln akzeptieren, darauf legen Monique Schoss und Anja Graap Wert: Kot wird von den Gehwegen geräumt, Wurfketten sind unerwünscht, der Hund ist haftpflichtversichert – und sozialverträglich. Andernfalls können Mensch und Tier auch ausgeschlossen werden, diesen Fall, so Monique Schoss, habe sie aber erst einmal erlebt.
Wie es aussieht, genießen alle das gesellige Spazierengehen, die meisten Teilnehmer sind nicht zum ersten Mal dabei – Carola Mittag jedoch schon. Sie hat ihre einjährige Hündin Pepper mitgebracht, ein Hundekind noch, das sich begeistert ins Getümmel stürzt: „Ich habe bei dieser Wanderung ein sehr gutes Gefühl“, sagt Carola Mittag, und Pepper offenbar auch.

16:14
Moin Mühlheim91....
Wer lesen kann ist im Vorteil. Wie gesagt. In Osnabrück geboren,in Gelsenkirchen aufgewachsen und in Niederbayern hängen geblieben. Darum erdreiste ich mir hier zu schreiben.
17:40
Zufällig noch gefunden, guckst Du hier:
http://www.muelheim-ruhr.de/62/landschaftsplan_online/festsetzungen/6094.htm
16:58
Welch erregte Debatte ! Ich wundere mich wie viele Menschen dem Thema Umgang mit dem Hund so breiten Platz einräumen. Zusammenleben ist schwer. Niemand hat sich in den 60zigern bis zu den 90ern so über Hunde erregt! In einem Land das keine Kinder mehr bekommt, und so mancher beschlossen hat eine Familienlinie zu beenden, ohne weinen Teil zum Gemeinwohl beigetragen zu haben, vielleicht der logische Schritt dem seit 20.000 Jahren besten Sozialpartner des Menschen auf diesem Weg den Garaus zu machen. Aus eigener Anschauung als Vater von 3 mittlerweile Erwachsenen Kindern, und als Kind eines Bauern sage ich: Wie Ihr mit dem anvertrauten Tier umgeht so geht Ihr auch mit der Umgebung um. Herrchen ohne Sozialkompetenz= Hund ohne Sozialkompetenz. Sicher hängt bei gesunden Hunden das kranke Teil oben an der Leine! Aber sicher sollte jeder Hund Tier sein dürfen und keine “ Platz, Sitz, hol Stöckchen Figur“ sein. Leben und leben lassen. Meine Frau und ich freuen uns mit unserem Hund auch mal dort spazieren gehen zu können wo über Jahre hinweg nur die Bundeswehr Hausrecht hatte. Wer Hunde kennt weiß wie wichtig es ist seinem Begleiter Zeiten ohne Leine zu ermöglichen, dies muß außerhalb der eigenen 4 Wände und fernab vom Autoverkehr möglich sein ! Aber Spielplätze für Kinder sind ja auch fremd geworden für „Bürger“. Im Übrigen stelle ich oft fest wie genau Hunde wissen was für eine Art Mensch einem grad entgegen kommt. Im sehe mich oft in angeregtem Gespräch mit Menschen die über den Hund in nette Gespräche mit mir kommen. Noch nie kannte ich meine Nachbarn so gut wie seitdem uns unser Hund bereichert hat! Der Hund bringt das beste im Wesen des Menschen zu Tage – oder das Kranke, je nach dem.
15:49
Lieber Hundeführer, Holger oder wer auch immer?
Eine kleine Frage:
Warum kommentieren Sie als Niederbayer eigentlich Artikel über Hunde am Auberg? In anderen WAZ-Artikeln über Hunde sind Sie ja auch unterwegs?!
13:38
Testkommentar!
09:53
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22:53
Lesen kann ich. Und wenn jemand wiederholt herausstellt Jäger zu sein, dann gehe ich auch davon aus mit einem Aktiven zu sprechen. Das mit dem Gewehr lag da nah. Sorry, aber es klang halt so professionell von Ihrer Seite.
Und der bayrische Wald ist 10mal oder 100mal größer als der Auberg, keine Ahnung, aber auf jeden Fall größer. Äpfel und Birnen.
20:05
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09:31
Hier mal ein kleiner link. So geht es nämlich auch...
w.nationale-naturlandschaften.de/die-nationalpark-partner-bayerischer-wald-mehr-als-ein-herz-fuer-hunde-und-ihre-besitzer
08:16
Sie lesen nicht richtig.
1.Ich bin noch nie der Jagd nachgegangen.Von daher kann ich auch kein Jäger aus Leidenschaft sein.
2.Ich kenne genau zwei Jäger. Beide verurteilen aufs schärfste das wahllose abschiessen von Tieren.
3.Mein Jagdschein ist übrigens abgelaufen.Ein Jagdschein kann nur in Tagesform (14 tägig) oder in Jahresform (ein,zwei oder drei Jahre) erteilt werden.Nur ein gültiger Jagdschein berechtigt zum Erwerb von Langwaffen,die binnen 14 Tage in die Waffenbesitzkarte eingetragen werden müssen.Da ich aber nicht im Besitz eines gültigen Jagdscheines bin, darf ich also auch keine Langwaffen kaufen oder besitzen.