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Kriminalität

Mülheimer bitten nach Einbrüchen Innenminister Jäger um Hilfe

12.11.2012 | 20:00 Uhr
Mülheimer bitten nach Einbrüchen Innenminister Jäger um Hilfe
Die Polizei bestätigt einen starken Anstieg an Wohnungseinbrüchen im Ruhrgebiet.Foto: Franz Luthe

Mülheim.  Nach zahlreichen Einbrüchen in Wohnungen und Häuser in Mülheim Saarn und Selbeck geht in den Stadtteilen bei der Bevölkerung die Angst um. In einem Brief bitten die Anwohner nun Innenminister Ralf Jäger um Hilfe. Die Polizei bestätigt unterdessen einen stark gestiegenen Anstieg von Einbrüchen im gesamten Ruhrgebiet.

In Saarn und Selbeck werden zurzeit von Bürgern Unterschriften ­gesammelt unter einen Brief an den Innenminister des Landes Ralf ­Jäger, die einfache Botschaft darin: Helfen Sie uns bitte! Nach zahlreichen Einbrüchen in Wohnungen und Häusern und Pkw-Aufbrüchen geht in dem Stadtteil die Angst um. „Es sind Sachschäden in essenzieller Höhe entstanden“, beklagen die Bürger.

Eine junge Mutter schildert im Gespräch mit der WAZ, wie es ihr ergangen ist in den letzten Tagen: Mit ihrer kleinen Tochter sei sie nach Hause gekommen. Schnell habe sie erkannt, dass Einbrecher eingedrungen waren. An drei Fenstern hätten sie es versucht, bei einem sei es ihnen dann gelungen, ein Stück des Sicherheitsglases so weg zu pressen, dass sie das Fenster öffnen konnten. Durchwühlte Schubladen blieben zurück, Geld und Schmuck wurden gestohlen.

Saarner Bürger sind beunruhigt

„Sie können sich vorstellen, dass die Bürger außerordentlich beunruhigt sind, zumal diese Situation auch zu einer erheblichen Gefährdung der Bewohner mit ihren Familien und Kindern führt“, schreiben die Saarner an den Minister und wollen ihren Hilferuf keineswegs als Kritik an der örtlichen Polizei verstanden wissen.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag habe es wieder Einbrüche in Saarn gegeben. ­Anwohner berichten, dass sie sogar Schüsse gehört haben. Angeblich sollen sich mehrere Saarner Schreckschusspistolen gekauft ­haben.

Beamte fühlen sich bei der Kriminalitätsbekämpfung überfordert

Die Klagen und Ängste der Saarner passen zu den aktuellen Vorwürfen der Polizeigewerkschaften an den Innenminister. Die Beamten fühlen sich bei der Kriminalitätsbekämpfung überfordert. Der örtlichen Polizeidienststelle, so die Bürger, sei der Sachverhalt in Saarn und Selbeck bekannt.

Diese sähen sich jedoch „wegen der begrenzten sachlichen und personellen Mittel nicht in der Lage, durch eine Aufstockung von Streifenfahrten und engeren polizeilichen Kontrollen diese Situation zu verbessern“. Die Anwohner beziehen sich auf Gespräche, die sie mit den Beamten vor Ort ­geführt haben. Ihre Forderung an den Minister: Vermehrte Kontrollen in den Stadtteilen – auch in Zeiten knapper Kassen.

Die Polizeibehörde bestätigt einen überproportionalen Anstieg von Einbrüchen, allerdings nicht nur in Mülheim. Vor allem Täter aus Osteuropa bereiteten Probleme, so Ulrich Faßbender, Sprecher der Polizei Essen/Mülheim. Er betont allerdings auch: „Wir haben mit Schwerpunktsetzungen auf den Anstieg bereits reagiert und arbeiten ­intensiv an dem Problem.“ Die ­Konzentration der Polizeiarbeit auf einen Stadtteil mache jedoch keinen Sinn: „Die Täter ziehen weiter.“

Andreas Heinrich


Kommentare
16.11.2012
18:58
Was München kann, könnte man hier auch - will es aber nicht
von despector | #11

Die Münchener Polizei ist in der Stadt präsent, sie geht einigen Leuten sogar auf den Wecker. Dafür aber ist es in München ziemlich sicher. Unsere Polizei hingegen blitzt auf den Strassen Autos, um den Konkurs der Stadtkassen zu verschleppen. Wenn sich allein die Blitzer - Polizisten im Stadtgebiet auf der Strasse bewegen würden, käme schon etwas Zug in den Laden. Aber bei diesem Wetter hat man dazu keine Lust (beim Blitzen sitzt man im Auto) und die Politik meint ohnehin seit je, dass die Bürger bescheuert sind und ansonsten Ruhe halten sollen.

14.11.2012
17:43
Mülheimer bitten nach Einbrüchen Innenminister Jäger um Hilfe
von Muelheimer112211 | #10

Einfache Lösung!
gebt die Mülheims eigene Polizei wieder her und hört mit dem blöden Essen und Mülheim auf. Enie Streife n Mülheim and alle anderen in Essen. Macht kein Sinn - nur Probleme wie man sieht und hört und mache auch leider fühlen müssen.

14.11.2012
13:22
Und was wäre, wenn mal im Haus unserer Ministerpräsidentin in MH eingebrochen würde?
von Finnjet | #9

...vermutlich würde dann der "Verhaftungs-Marathon" oder "Durchsuchungs-Marathon" durchgeführt, weil dann Gefahr im Verzug wäre.
Aber dies passiert eh nie, weil das Haus der MP ja von der Polizei bewacht wird zwecks "Personenschutz"....

14.11.2012
13:12
Mülheimer bitten nach Einbrüchen Innenminister Jäger um Hilfe
von pogobaer | #8

To-Do-Liste:

ein Hund CHECK
höherer Zaun CHECK
Mittel zur Selbstverteidigung CHECK
Sicherungsmittel Haus CHECK
zweiter, größerer Hund (-)
Gründung Bürgerwehr/Nachbarschaftswache (-)

Es bleibt also noch einiges zu tun, da Grüne & SPD und andere nicht gewillt sind, uns zu schützen vor ihren Mitgliedern der bunten Republik!!!!

14.11.2012
12:35
Mülheimer bitten nach Einbrüchen Innenminister Jäger um Hilfe
von virt77 | #7

Tja, da können wir uns alle freuen falls CDU / Grüne an die Regierung kommen, die Grünen zumindest wollten doch noch mehr Polizisten in NRW einsparen.

http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/politik/inland/Gruene-wollen-bei-NRW-Polizei-sparen;art29862,1624973

Wir brauchen unbedingt mehr Richter in den Gerichten und mehr Polizisten auf den Strassen.

14.11.2012
12:34
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #6

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14.11.2012
09:16
Mülheimer bitten nach Einbrüchen Innenminister Jäger um Hilfe
von speldorferin | #5

In der WAZ -Ausgabe vom Mittwoch 14.11. ist zu lesen das sich ein CDU -Hansel aus Mülheim über die mangeldene Polizeipräsenz beschwert , wer hat denn die Polizei in Mülheim platt gemacht ??? Es war doch ein gewisser Rüttgers mit einem nichtsagenden FDP -Innenminister die das P-Präsidium aufgelöst haben, und das nur aus Populismus und der Beseitigung einer nicht erwünschten P-Präsidentin .Aber offensichtlich hat bei einigen CDU Politikern bereits das große vergessen eingesetzt -!!!!!!!

13.11.2012
21:54
Mülheimer bitten nach Einbrüchen Innenminister Jäger um Hilfe
von michalek | #4

Ohne eine Volksgruppe voreilig verurteilen zu wollen muss man feststellen das die im Schwerpunkt von Osteuropäern in letzter Zeit banden mäßig ausgeführten Straftaten und eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten der Länder sind wieder einmal ein Indiz dafür wie oberflächlich, übereilt und wenig durchdacht die EU-Osterweiterung war. Jetzt muss unsere schon überlastete und mit Personalabbau kämpfende Polizei und die allein gelassenen und Verschuldeten Kommunen sehen wie sie das Problem in den Griff bekommt.
Richtig ist das viele Bürger manche Übergriffe, auf Grund fehlender Erfolgsaussichten, gar nicht erst zur Anzeige bringen. Zudem hat die Brutalität gerade gegen ältere Menschen durch diese Tätergruppe zugenommen

13.11.2012
13:19
Nach Einbrüchen Hilferuf an den Minister
von horo | #3

die verlegung des polizei präsidiums ist auch ein werk des selbsternannten arbeiter führers rüttgers, hatte er doch in seiner sogenannten regierunszeit das präsidium mit essen zusammen gelegt.

13.11.2012
10:12
Schüße = Böller
von sebfle | #2

Wir wohnen am oberen Ende Markenstraße und Samstag Nacht hat meine Frau auch erst an Schüe gedacht, als es vor der Tür laut krachte. Allerdings hat wohl jemand einen großen Böller direkt vor unsere Haustüt gelegt und gezündet, und dies wohl auch noch bei anderen wiederholt. Witzig ist was anderes!
Ich glaube soweit, dass in Saarn geschoßen wird sind wir noch nicht, allerdings schaue ich mich auch schon nach einer sinnvollen Verteidigungsmöglichkeit für meine Frau um!

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