Mülheim will Klima-Expo 2020 auf dem Gelände des Flughafens
10.12.2010 | 18:08 Uhr 2010-12-10T18:08:00+0100
Mülheim.Die Landesregierung holt die Klima-Expo 2020 nach NRW. Der Mülheimer Hauptausschuss hat sich mit knapper Mehrheit für eine Bewerbung ausgesprochen. Stattfinden soll die Ausstellung auf dem Gelände des Flughafens.
Mit knapper Mehrheit hat sich der Hauptausschuss für eine Bewerbung der Stadt um die Klima-Weltausstellung 2020 auf dem Gelände des Flughafens ausgesprochen. Zuvor hatte bereits der Rat der Stadt Essen dies beschlossen, auch das Land steht dem positiv gegenüber. SPD und FDP sprachen sich zwar auch für eine Klima-Ausstellung aus, doch sollte diese auf einer der Brachflächen im Ruhrgebiet und nicht auf einem so hochwertigen Areal wie dem Flughafengelände erfolgen.
Die Landesregierung beabsichtigt die Expo 2020 „Fortschrittsmotor Klimaschutz“ nach Nordrhein-Westfalen zu holen. Für das Ruhrgebiet wird der RVR die Aktivitäten für eine Bewerbung koordinieren. Die Stadtverwaltung Mülheim ist der Auffassung, dass von einer Bewerbung des Ruhrgebiets positive Effekte ausgehen können.
Zur Prüfung vorlegen
Konkrete Vorstellungen zu den Voraussetzungen und Konsequenzen einer Weltausstellung zum Klimaschutz lägen jedoch noch nicht vor, so Planungsdezernentin Helga Sander. Auch sei über geeignete Ausstellungsflächen bisher noch nicht diskutiert worden.
Die Verwaltung schlägt vor, gemeinsam mit der Stadt Essen zunächst auf eine Bewerbung zur Ausrichtung der Klima-Expo in der Region hinzuarbeiten. Im Rahmen dieser Initiative könnte das Flughafengelände dem RVR als mögliches Veranstaltungsgelände zur Prüfung vorgeschlagen werden, so die Dezernentin.
Große Zustimmung zu einer möglichen Expo auf dem Flughafen-Gelände gibt es bereits von der Bürgerinitiative gegen Fluglärm: „Wir sehen darin eine glänzende Alternative, das Areal sinnvoll zu nutzen“, so deren Sprecher Waldemar Nowak.

14:50
@8/Ich_lebe_gerne_hier und 9/F.U.B.A.R. umgekehrt wird ein Schuh draus:
..auf keinen Fall ... die Expo für voreilige Beschlüsse zum Thema Flughafen Essen-Mülheim
Der Flughafen bietet jede Menge freie Fläche, die sich prima für jede Art Expo eignen würde, ob jetzt temporär zentral oder dauerhaft dezentral. Als erstes gilt es den Bebauungsplan Brunshofstraße zu vermarkten. Dann kann sich das Gewerbegebiet auf den Flughafen in Abwicklung ausdehnen. Je schneller, desto besser. Jetzt gilt es Fakten zu schaffen!
750Tausend Euro Defizit sind einfach zu viel. Es gilt die alte Rechnung: ein kleiner Flughafen macht ein kleines Defizit und ein großer Flughafen ein großes Defizit. Ob Weeze oder Dortmund, kein einziger Landeplatz kommt auch nur in die Nähe von schwarzen Zahlen. Traurig, dass hier sogar noch die kleine Düse erwähnt wird. Ich habe das (als besonders leise gepriesene) Flugzeug selbst gehört. Es ist zwar schnell weg, doch in der Summe lauter als die anderen Maschinen. Für den Flughafen spielt es zudem keine Rolle, denn der Gerichtsentscheid lautet unanfechtbar ganz oder gar nicht. Entweder es bleibt wie es ist oder es komen auch die richtig lauten Stinker. Je lauter, desto lauter klingelt die Kasse. Wenn heute Düsseldorf unerträglich ist, werden Riot Air, Beastlyjet und Germanswindle erst Recht für Lautstärke sorgen.
10:10
Über einige Kommentare kann man schmunzeln. Dieser Flughafen ist und war nie wirtschaftlich zu betreiben. Und welche Rolle soll H. Nowack spielen. Jetzt kommen wieder irgenddwelche Verschwörunsgtheorien. Die Leute sollten sich lieber Gedanken machen, dass ein Geschäftsführer mit roten Zahlen und kaum Mitarbeiter mit Dienstwagen und Boni gefüttert wird, und die Boni abends in der Kneipe mit der Aufsichtsratsvorsitzenden aushandeln darf.
08:39
Essen wird sich freuen. Rund um die Gruga hat sich
die Gastronomie auf den ständigen Messebetrieb eingestellt.
Die Hotels und Kneipen werden jubeln. Wer wird sich bei der Verkehrsführung, dem Zustand der Innenstadtund den schlechten Bus und Bahnverbindungen vom Flughafen in die Innenstadt nach Mülheim verlaufen. ? Arbeitsplätze und wirtschaftliche Auswirkungen werden in Mülheim mal wieder zu kurz kommen.
22:15
Das mit der IBA-Emscher Park war auch mein Gedanke:
Also werden wird man dann dort eine Siedlung aus Null-Energiehäusern vorfinden. CO2 frei und was es dann noch so gibt. Alles schön im Reihenhaus. Und Frischluft kann ja wohl nicht durch Ökologische Bebauung beeinträchtigt werden.
Diejenigen, die sich mehr Baugrund in Mülheim wünschen (Menden als Beispiel) wollen hier Geld verdienen.
Warum sich jemand über Fluglärm beschwert, der in der Ein-/Abflugschneise von D´Dorf wohnt kann ich nachvollziehen. Fluglärm, insbesondere Nachts macht krank. Hat aber mit MH m.E. nichts zu tun. Beeinträchtigungen gibt es überall.
Kleine Düse fand ich gut, weil genauso laut wie Propeller, aber schneller wieder weg.
Warum wurde der Flughafen systematisch darin gehindert sich zu entwickeln. Das können doch nur die Interessen am Baugrund sein.
Das Interesse am Wohl des Bürgers, ich sag mal, lachhaft. Welche Rolle spielt dieser Herr Nowak. Taucht als NETZWERKS- Sprecher (Fluglärm durch D´Dorf) immer wieder in MH auf.
15:35
Klima-Expo Ruhr 2020? Finde ich gut!
Doch ein Konzept muss her.
Soll die Klima-Expo aus zahlreichen Pavillons bestehen, die an einem mehr oder weniger zentralen Ort aufgestellt und ein Jahr später wieder abgerissen werden? Oder stelle ich mir die Expo – ähnlich wie die IBA Emscherpark – eher als eine dezentrale Veranstaltung mit vielen themenbezogenen Standorten im gesamten Ruhrgebiet oder sogar in ganz NRW vor?
Über die Renaturierung der Emscher wird man sich sicher nicht auf dem Flughafen Essen-Mülheim informieren wollen, sondern vor Ort. Über sauberes Trinkwasser informiert man sich am besten in Styrum, über die Nutzung von Wasserkraft am Raffelberg oder am Kemnader See, und wer sich über moderne Logistik informieren möchte, tut dies zum Beispiel in Ruhrort oder in Rheinhausen.
Natürlich wollen sich auch andere Länder präsentieren. Und was ist mit den vielen Partnerstädten? Vielleicht gelingt dies ja auch themenbezogen und dezentral.
Auf keinen Fall sollte die Expo für voreilige Beschlüsse zum Thema Flughafen Essen-Mülheim missbraucht werden. Eine Vermischung der beiden Themen ist nicht gut, weder für die Zukunft des Flughafengeländes noch für die Expo.
13:50
Gleichzeitig Fluglärm beklagen und dem Airport vorwerfen das er nicht rentabel ist, kommt den Symptomen der Tollwut gleich: Großer Durst bei gleichzeit panischer Angst vor Wasser.
12:49
Aber, aber. Sich gleichzeitig über Fluglärm beschweren, aber auch lästern wenn es am Sonntag mal ruhig am Airport ist, zeugt von Argumenationmangel.
23:06
Klima-Expo 2020?
Na - dann muss aber noch ganz schnell ein Transrapid her. Weeze-Düsseldorf-Mülheim/Essen.
Oder wollen wir uns vielleicht von Shanghai abhängen lassen?
:-)
14:21
Schön, dass Sie sich mal vom Zustand des Flughafens persönlich überzeugt haben, Herr Wohlzufrieden. Wenn Ihr Eindruck stimmt, dass am Flughafen nichts los ist, dann sollte doch ein Geschäftsführer mal längst über eine Verkürzung der Betriebszeiten in den Wintermonaten nachgedacht haben, oder? Das würde einen ersten Spareffekt bringen. Ansonsten finde ich es etwas merkwürdig, ökologische oder Allgemeinwohl orientierte Argumente für den Flughafen anzuführen. Es wirkt wie die hilflose Suche nach einem Feigenblatt.
13:57
Sehr Lobenswert, das sich Flughafengegner für die Klima-Expo auf dem Gelände des Flughafens aussprechen! Beweist es doch, das der Flughafen nicht nur Ökonomisch für Mülheim wichtig ist, sondern das er durch die Erhaltung der Kaltluftflächen einen echten Umweltbeitrag leistet! Über diese Kostenlose Reklame stark vereinzelter Flughafengegner sollte der Flughafen sehr Dankbar sein. Aber es beweist : Einsicht kommt manchmal spät, aber sie kommt! Überings : Ich war heute Morgen am Airport spazieren. Das einzigste was ich hörte, war der Wind. Schönen Sonntag noch!